Transfer-Wirbel um Timo Werner Nationalspieler hatte schon beim FC Bayern unterschrieben

Timo Werner läuft über den Platz, hat den Mund leicht geöffnet.

Chelseas Timo Werner beim Carabao-Cup gegen Aston Villa am 22. September 2021.

Timo Werner zum FC Bayern München? Das wurde in den vergangenen Monaten hoch- und runterdiskutiert – dabei war der Wechsel eigentlich schon eingefädelt.

Leipzig/München. Überraschend, was in diesen Tagen zur Personalie Timo Werner (25) ans Licht kommt. Im Rahmen eines Prozesses zwischen zwei Spielerberatern haben sich nun verblüffende Erkenntnisse zum Verhältnis zwischen dem Nationalspieler und dem FC Bayern München ergeben. 

Timo Werner hatte beim FC Bayern schon unterschrieben

Wie der „Spiegel“ berichtet, soll Timo Werner in der Saison 2018/2019 bereits einen Vorvertrag beim deutschen Rekordmeister unterschrieben haben. Damals stand er noch beim Bundesligisten RB Leipzig unter Vertrag.

Der Kontrakt hätte ab dem 1. Juli 2020 gelten sollen, doch das Arbeitsverhältnis mit den Münchnern wurde nie wirksam. Werner wechselte im Sommer 2020 stattdessen für satte 53 Millionen Euro nach England zum FC Chelsea.

Spielerberater Karlheinz Förster hatte Timo Werner zum Wechsel gedrängt

Laut Spiegel hatte Werner den Vertrag beim FCB nur widerwillig unterschrieben – auf Anraten seines damaligen Beraters Karlheinz Förster (63). Als Werner im Nachhinein erfuhr, dass weder Hasan Salihamidzic (44) noch der damalige Bayern-Trainer Niko Kovac (49) für eine Verpflichtung Werners gestimmt hatten, sondern lediglich Uli Hoeneß (69) den Stürmer holen wollte, sei der bereits unterschriebene Vertrag widerrufen worden.

Julian Nagelsmann spricht mit Timo Werner, welcher seine Trinkflasche in beiden Händen hält.

Am 22. Februar 2020 gibt der damalige RB-Trainer Julian Nagelsmann seinem Spieler Timo Werner Instruktionen.

Die Details wurden bekannt, weil sich die Spielerberater Karlheinz Förster und Murat Lokurlu (45) momentan um die genaue Abwicklung des Werner-Transfers zum FC Chelsea streiten. Lokurlu behauptet, ebenfalls Aktien an dem Chelsea-Wechsel zu haben. Bei dem Prozess, der am 28. September 2021 vor dem Landgericht Mosbach beginnt, geht es offensichtlich um Millionen-Summen.

In den Unterlagen zum Prozess heißt es laut Spiegel: „Timo Werner hatte still und heimlich auf Drängen des Klägers – der Spieler war davon nicht zu sehr begeistert – zwischenzeitlich bereits bei dem FC Bayern München einen befristeten Arbeitsvertrag … unterschrieben.“

Aktuell spielt Werner nicht beim FC Bayern, sondern bei Chelsea. Dort kommt er unter Trainer Thomas Tuchel (48) aber nicht über die Reservistenrolle in der Liga hinaus. Neuzugang Romelu Lukaku (28) hat die Position des Mittelstürmers gepachtet, Werner muss sich fügen. In den Medien war deshalb zuletzt über einen Wechsel zum FC Bayern spekuliert worden.

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