Timo Werner verdaddelt Mega-ChanceSpott von der Insel, Trost vom Trainer, Interesse von Bayern?

Timo Werner im Spiel gegen Armenien

Timo Werner, hier im Spiel gegen Armenien am 5. September in Stuttgart, traf in den jüngsten drei Länderspielen dreimal für das DFB-Team. Eine dicke Chance ließ er zudem noch liegen.

Nach seinem Tor in der Nachspielzeit im Länderspiel gegen Island am 9. September 2021 war Timo Werner die Erleichterung anzusehen. Zuvor hatte er nämlich eine Mega-Chance recht peinlich verdaddelt – und reichlich Spott geerntet. Der Stürmer steht beim FC Chelsea vor einer schweren Saison, soll aber beim FC Bayern auf der Liste stehen.

von Alexander Haubrichs (ach)

Reykjavik. Es war ein rundum gelungener Abend für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, doch eine Szene beim 4:0-Sieg in der WM-Qualifikation in Island wird Timo Werner (25) wohl nachhaltig im Gedächtnis bleiben: Seine verpasste Großchance in der 62. Minute.

Timo Werner setzt Großchance weit drüber

Werners Teamkollege Ilkay Gündogan hatte mit einem sensationellen Steilpass die isländische Abwehr filetiert, Lukas Klostermann den Ball perfekt an den langen Pfosten auf Werner gespielt, der nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte. Doch Werner verstolperte und setzte den Ball weit drüber.

Die Szene war derart kurios, dass der Spott nicht lange auf sich warten ließ. In den sozialen Medien gab es bissige Kommentare, die englische „Sun“ machte sich über den Aussetzer lustig.

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Trost gab es dageben von Bundestrainer Hansi Flick (56), der weiß, wie unverzichtbar Werner inzwischen für das Offensivspiel seiner Mannschaft geworden ist: „Ohne Frage muss er die machen. Aber ich meine, der Timo hat jetzt drei Spiele und drei Buden gemacht. Da muss man sagen, das hat natürlich auch ein bisschen Kraft gekostet, aber er hat in jedem Spiel ein Tor geschossen. Von daher ist er auf einem guten Weg.“

Was Flick meinte: In der Nachspielzeit sorgte Werner für den 4:0-Endstand und hielt damit seinen Schnitt von einem Treffer pro Spiel. Kai Havertz schirmte dabei sehr kollegial den vom Pfosten ins Tor trudelnden Ball ab, anstatt sich den Eintrag in die Torschützenliste zu sichern.  Flick über Werner: „Wir brauchen ihn in der Box drin, weil er dort seine Gefahren hat. Die Chancen waren für ihn ärgerlich, aber klar, das kann passieren. Ich freue mich für ihn umso mehr, dass er das Tor gemacht hat.“

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Und: Werner befindet sich in guter Gesellschaft. Auch Christiano Ronaldo hatte mal einen ähnlichen Blackout, der gleich auch wieder in den sozialen Netzwerken aufploppte.

Statt Lukaku: Timo Werner winkt Start-Elf Platz gegen Aston Villa

Und auch der FC Chelsea wird Werner brauchen. War der Ex-Leipziger zu Saisonstart nach der Verpflichtung von Star-Stürmer Romelu Lukaku noch Ersatz, kam er nach der Oberschenkelverletzung des Belgiers zuletzt über die volle Spielzeit zum Einsatz und dürfte auch Wochenende bei Aston Villa erste Wahl sein. Und sich sicher vornehmen, dass ihm ein solcher Verstolperer da nicht mehr passiert.

Timo Werner: Rückkehr zu Bayern München?

Trotzdem bleibt die Situation für ihn unbefriedigend, seit Lukaku für 115 Millionen Euro von Inter Mailand kam. Schon gibt es erste Gerüchte, der Angreifer könnte in der neuen Spielzeit in die Bundesliga zurückkehren. Sollte Robert Lewandowski (33) seinen bis 2023 laufenden Vertrag nicht verlängern wollen und Erling Haaland (21) nicht zu bekommen sein, könnte Werner wieder ins Visier des FC Bayern München geraten, wie Sport1 spekuliert.

Dort ist mit Julian Nagelsmann (34) sein ehemaliger Trainer von RB Leipzig Coach. Bei den Sachsen bewies Werner mit 135 Torbeteiligungen in 159 Spielen nachhaltig seine Qualitäten in der Offensive. Wie oft er die bei Chelsea noch einbringen darf, bleibt abzuwarten.