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Kommentar zur Münchner Macht-Demonstration Bayerns Meister-Abo bleibt unkündbar

Robert Lewandowski herzt die Kollegen beim Torjubel nach seinem zweiten Treffer.

Robert Lewandowski (Mitte), Torjäger des FC Bayern München, feiert am 17. Oktober 2021 sein Tor in der BayArena beim 5:1-Sieg über Bayer Leverkusen.

Eine Länderspielpause lang Vorfreude auf ein Spitzenspiel, verbunden mit der leisen Hoffnung, dass dem nun seit einem Jahrzehnt übermächtigen FC Bayern München ein Herausforderer heranwachsen könnte. Doch mit einer Fünf-Tore-Führung zur Halbzeit hat der Rekordmeister seine Ausnahmestellung in der Liga einmal mehr unter Beweis gestellt, findet unser Autor in seinem Kommentar.

Leverkusen. Was für eine brutale Machtdemonstration! Keine vierzig Minuten brauchte der FC Bayern, um alle Hoffnungen in der vollbesetzten BayArena auf ein rassiges Spitzenspiel zerplatzen zu lassen.

Das Duell Erster gegen Dritter, das mit dem 5:1 der Bayern für Bayer Leverkusen an diesem 17. Oktober 2021 noch glimpflich endete, machte auf für die Herausforderer erschreckende Art und Weise die Kräfteverhältnisse mehr als deutlich.

Sicher, noch sind die Münchner (19 Punkte) nur einen Zähler vor Borussia Dortmund, auch Leverkusen und selbst Freiburg sind mit 16 Punkten noch in Schlagdistanz. Und doch wird klar: Deutschlands absolute Spitzenklubs Bayern und BVB (und dann der Rest) trennen dann doch Welten.

Borussia Dortmund mit Glamour und Schwächen

Klar, auch Dortmund hat in Leverkusen gewonnen, doch das Spiel in der BayArena stand auf des Messers Schneide. Die Mannschaft von Trainer Marco Rose (45) ist ein Bundesliga-Spitzenklub, wie es früher die Bayern waren: Toll besetzt, mit Star-Glamour und herausragendem Potenzial, aber auch mit Schwächen und manchmal eben auch für einen Ausrutscher gut. Ein Team, das immer oben mitspielen wird, das aber Teams wie Leverkusen, Leipzig, Gladbach oder Wolfsburg in einer perfekten Saison hinter sich lassen kann.

Die Bayern dagegen zementieren ihren Sonderstatus nach dem deutlichen 4:1 in Leipzig nun mit einem 5:1-Sieg bei einem weiteren selbsternannten Herausforderer. Die Münchner präsentieren sich als eine Mannschaft, gespickt mit Weltklasse, Wille und Talent. Angeführt von einem Trainer Julian Nagelsmann (34), der vor Ehrgeiz sprüht und vor Ideen sprudelt und mit den modernsten Mitteln die Bayern reif für den Kampf gegen die Giganten aus Paris, Manchester, London und Liverpool macht.

Bayern nehmen Bundesliga mit Begeisterung an

Die Bundesliga ist da zwar nur die Pflicht, aber da die Münchner auch die mit Lust und Begeisterung angehen, dürfen die Bayern-Fans jubeln. Der Frankfurter Sieg in München ist eher die Ausnahme, der die Regel bestätigt. Die Bayern-Spiele in der Bundesliga wirken immer mehr wie früher ihre Pokalauftritte auf dem Dorf. Und die SGE war vor einer Woche eben wie Vestenbergsgreuth, das 1994 die Bayern sensationell aus dem Pokal warf.

Die Elf von Julian Nagelsmann bleibt in dieser Verfassung für die Gegner eine Naturgewalt: Phansenweise wunderschön anzusehen – und eigentlich nicht aufzuhalten. Angesichts der wirtschaftlichen Machtverhältnisse wird sich daran auch auf absehbare Zeit nichts ändern. Und so bleibt einem eigentlich nur übrig, dieses schaurig schöne Schauspiel zu genießen.

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