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Einspruch nach Wechsel-Panne? Der aktuelle Stand nach dem Bayern-Patzer in Freiburg

Schiedsrichter Christian Dingert diskutiert mit der Bayern-Bank um Hasan Salihamidzic und Kathleen Krüger.

Am Spielfeldrand wurde am Samstag (2. April 2022) bereits emsig über den Wechsel-Fehler des FC Bayern beim SC Freiburg debattiert. Auch nach dem Spiel gehen die Meinungen auseinander.

Die Debatte um den Wechsel-Fehler des FC Bayern beim SC Freiburg bleibt weiter das bestimmende Thema in der Bundesliga. Die Meinungen bei der Frage nach Konsequenzen gehen dabei auseinander.

Souveräner Auswärtssieg auf dem grünen Rasen oder schmerzhafte Niederlage am Grünen Tisch? Nach dem Wechsel-Fehler in Freiburg muss der FC Bayern vorerst um seine drei Punkte am 28. Bundesliga-Spieltag zittern.

Nachdem am Samstag (2. April 2022) im Spiel beim SCF kurzzeitig zwölf Gäste-Profis auf dem Rasen standen, war die Partie zwischenzeitlich unterbrochen, ehe die Münchner mit elf Mann weiterspielten. Im Anschluss herrschte große Uneinigkeit darüber, was der Fauxpas für Konsequenzen nach sich ziehen könnte.

Wird gegen den FC Bayern ermittelt?

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) würde nach der Wechselpanne von Bayern München erst bei einem Einspruch des SC Freiburg Ermittlungen aufnehmen.

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„Der Kontrollausschuss ist nicht beteiligt, solange Freiburg keinen Einspruch einlegt“, sagte der Vorsitzende Anton Nachreiner am Sonntag (3. April). Für einen Protest gibt es eine Frist von 48 Stunden, die Breisgauer müssten also bis Montagnachmittag handeln.

Aktuell sieht es eher nicht so aus, als würde das passieren. Dann wäre der Fall endgültig abgeschlossen. Sportvorstand Jochen Saier (43) hatte bei Sky erklärt, dass die Freiburger nach dem 1:4 (0:0) erst „runterkochen“ und dann über das weitere Vorgehen „nachdenken“ werden –und ließ damit zumindest ein Hintertürchen offen.

Was sagen die Trainer zum Wechsel-Fehler des FC Bayern?

Er finde dieses Prozedere „absurd“, sagte SC-Trainer Christian Streich (56) bereits am Samstagabend im ZDF-„Sportstudio“: „Es gibt ja für alles Regeln, es gibt auch keinen Einspruch beim Eckball oder Freistoß. Ich bin fest davon überzeugt, dass es ein Regelwerk gibt.“

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (34) merkte an, dass der kuriose Vorfall, der nur 16 Sekunden lang angedauert hatte, keinen Einfluss auf das Spiel genommen habe: „Es passieren Fehler, aus Sicht beider Mannschaften und des fairen Sports war nichts dabei, was gegen ein faires Spiel spricht.“

Was sagen die Schiedsrichter zum Vorfall beim Bayern-Spiel in Freiburg?

Schiedsrichter Christian Dingert (41) erklärte nach Spielschluss bei Sky: „Wir vermerken dies im Spielbericht, alles Weitere wird der DFB entscheiden.“ Der Vierte Offizielle habe übersehen, dass kurzzeitig ein zwölfter Spieler der Gäste auf dem Rasen gestanden habe.

Dingerts Vorgesetzter, der DFB-Schiri-Boss Lutz Michael Fröhlich (64), betonte: „Es wäre gut gewesen, wenn man vor der Spielfortsetzung noch einmal einen Check gemacht hätte. Das wäre von Schiedsrichter-Seite das Optimale gewesen.“ Über mögliche Konsequenzen sprach er allerdings nicht.

Im ZDF-„Sportstudio“ war am Samstagabend Felix Zwayer (40) zu Gast, der das Spiel als Video-Schiedsrichter betreut hatte. Dort erklärte er, dass er nicht an Folgen für den FC Bayern München glaube. „Es ist aus meiner Sicht nicht mit der Situation zu vergleichen, wenn ein Spieler, der nicht im Spielbericht drin steht, am Spiel teilnimmt“, sagte Zwayer: „Das ist in den Fußballregeln geregelt und nicht in den Statuten, wie damit umzugehen und zu verfahren ist.“

Was sagen die Experten zu möglichen Folgen für den FC Bayern?

Experte Alex Feuerherdt (53) vom Schiedsrichter-Blog „Collinas Erben“ zeigte sich bei Sky überzeugt davon, dass die Münchner sich um ihre drei Punkten keine Sorgen machen müssen.

„Was ist denn in den 15 Sekunden passiert? Nichts“, machte Feuerherdt klar: „Coman hatte noch nicht mal einen Ballkontakt. Sabitzer, der für ihn gekommen ist, hatte auch keinen Ballkontakt. Unwahrscheinlich, dass gegen Bayern München entschieden würde beziehungsweise, dass eine Neuansetzung anberaumt würde.“

Sky-Experte Didi Hamann (48) forderte dagegen Konsequenzen für seinen Ex-Klub und eine Entscheidung durch das DFB-Sportgericht: „Es ist ein Regelverstoß. Wenn einer aufs Feld geht, hat einer runterzugehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es 20 Sekunden oder fünf Minuten sind. Wie wir gehört haben, haben die Freiburger den Schiedsrichter über die Situation aufgeklärt. Daher ist es für mich ein Regelverstoß.“ (bc/dpa/sid)

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