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„Ist nicht schön“ Schiri-Chef spricht über Wechsel-Patzer beim FC Bayern – drohen Konsequenzen?

Schiedsrichter Christian Dingert (M.) spricht mit Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (2.v.r.) und Freiburgs Co-Trainer Florian Bruns (r.) über den Wechselfehler der Münchner im Spiel beim SC Freiburg.

Schiedsrichter Christian Dingert (M.) spricht mit Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (2.v.r.) und Freiburgs Co-Trainer Florian Bruns (r.) über den Wechselfehler der Münchner im Spiel beim SC Freiburg am Samstag (2. April 2022).

Der große Aufreger des 28. Bundesliga-Spieltags schlägt auch am Folgetag hohe Wellen: Was hatte es mit dem Wechselfehler des FC Baern auf sich und drohen Konsequenzen? Schiri-Chef Lutz Michael Fröhlich äußert sich.

Sportlich ließ der FC Bayern beim SC Freiburg am Samstag (2. April 2022) keine Zweifel aufkommen, holte mit dem 4:1-Sieg am 28. Bundesliga-Spieltag souverän die drei Punkte und konnte die Auswärts-Aufgabe locker abhaken – wäre da nicht der kuriose Wechsel-Patzer kurz vor Schluss, der dem Rekordmeister noch einigen Ärger einbringen könnte.

Schließlich sprach nach Abpfiff kaum jemand über das Comeback-Tor von Leon Goretzka (27) nach langer Verletzung oder die starken Joker-Auftritte von Serge Gnabry (26) und Marcel Sabitzer (28). Immer wieder ging es um den möglicherweise folgenschweren Vorfall aus der 85. Minute.

Verwirrung um Wechsel-Fehler beim FC Bayern

Für 16 Sekunden standen bei den Münchnern zwölf Spieler auf dem Rasen, ehe Schiedsrichter Christian Dingert (41) die Partie unterbrach und - inmitten der Ungewissheit im Stadion - das weitere Vorgehen mit seinem Team abstimmte. Ein vermeidbarer Vorgang, wie Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich (64) am Samstagabend urteilte.

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„Es wäre gut gewesen, wenn man vor der Spielfortsetzung noch einmal einen Check gemacht hätte. Das wäre von Schiedsrichter-Seite das Optimale gewesen“, sagte der frühere Bundesliga-Referee (201 Einsätze): „Das ist schon sehr komplex gewesen.“

Schiri-Boss will Wechsel-Patzer des FC Bayern aufarbeiten

Die Verwirrung sei nachvollziehbar gewesen, habe aber einen Nebenschauplatz geschaffen, auf den nicht nur Spielleiter Dingert gerne verzichtet hätte. „Komplexität hin oder her: Es ist nicht schön, dass bei einem Fußballspiel am Ende darüber geredet wird“, sagte daher auch dessen Vorgesetzter Fröhlich.

Der Schiedsrichter-Boss will die Situation mit den DFB-Referees noch einmal besprechen. „Es hat etwas mit Konzentration und mit Übersicht zu tun. Darüber müssen wir mit den Schiedsrichtern intern nochmal sprechen“, sagte Fröhlich.

Dingert hatte die Ereignisse in seinem Spielbericht festgehalten. Er sprach bei Sky von einer „total konfusen Situation“. Ob der Deutsche Fußball-Bund eingreifen und die Spielwertung überprüfen wird, war auch am Sonntagmorgen noch unklar. Offen ist, welcher Passus des DFB-Regelwerks in diesem Fall zur Anwendung kommen würde. (bc/dpa)

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