Drei Jahre Eiszeit Erneute Einladung: Özil sucht weiterhin das Gespräch zu Löw

Fenerbahces Mesut Özil im Regen

Mesut Özil beim 5:2-Sieg von Fenerbahce Istanbul über den HJK Helsinki am 26. August 2021

Das Verhältnis zwischen Mesut Özil und Joachim Löw scheint seit dem Aus des Mittelfeldspielers bei der Nationalmannschaft deutlich angespannt zu sein. Nach drei Jahren soll nun ein Gespräch stattfinden.

Istanbul. Mesut Özil (32) hat Ex-Bundestrainer Joachim Löw (61) erneut ein klärendes Treffen angeboten. „Wegen der Corona-Situation“ sei dies, so der ehemalige Nationalspieler, am Rande der Europa-League-Partie seines Klubs bei Eintracht Frankfurt „leider noch nicht möglich“. Danach sei der Weltmeister von 2014 aber offen für ein Treffen: „Jogi kennt sich ja auch in Istanbul bestens aus und ist jederzeit zu einem Fenerbahce-Heimspiel eingeladen.“

Damit erneuert Özil sein Angebot, das er bereits Ende Juli in einer Würdigung Löws im DFB-Journal aussprach. Thema des Gesprächs wäre wohl unter anderem auch der unrühmliche Abschied des einstiegen Stars nach der WM 2018. Nach dem Wirbel um ein Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und angeblichen rassistischen Anfeindungen aus der DFB-Elf verabschiedete sich Özil von der Nationalelf mit einem bitteren Beigeschmack. Schon damals sollte ein Gespräch zwischen den beiden in London stattfinden, was jedoch nie zustande kam.

Özil und Löw bereits in der Terminfindung

„Es wird die Zeit kommen, wo wir uns miteinander wieder unterhalten und uns wieder treffen werden. Irgendwann wird der Tag kommen“, kündigte Löw nach seinem Abschied vom Bundestrainer-Amt im Sommer an. Diese Worte sollen nun zeitnah Realität werden. Das Umfeld der beiden soll bereits nach einem geeigneten Termin suchen. Eine wirkliche Aussprache, so heißt es, sei jedoch nicht notwendig - Özils Groll galt damals weniger Löw als dem Verband.

Mit Fenerbahce wird der gebürtige Gelsenkirchener am Donnertag erstmals seit dreieinhalb Jahren wieder ein Pflichtspiel in Deutschland bestreiten. Wegen der Pandemie kann er auch seine Familie, die im Stadion zuschauen wird, nicht treffen. In Istanbul, berichtete der einstige Schalker und Bremer, fühle er sich „wirklich sehr wohl“, über seinen Wechsel an den Bosporus im vergangenen Januar ist er „glücklich - privat und beruflich“. Das scheint sich auch auf das Spiel des Offensivmanns auszuwirken. In 166 Minuten auf dem Feld, bringt der Deutsche es auf starke zwei Scorerpunkte. (SID/job)

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