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Bundesliga-HammerEintracht-Präsident tritt zurück – Nachfolger steht schon bereit

Eintracht-Präsident Peter Fischer spricht bei einer Mitgliederversammlung.

Copyright: Frank Rumpenhorst/dpa

Eintracht-Präsident Peter Fischer, hier am 28. Januar 2028, stellt sein Amt zur Verfügung.

Aktualisiert:

Seit dem Jahr 2002 ist Peter Fischer Präsident von Eintracht Frankfurt. Nun wird er sein Amt zur Verfügung stellen.

Peter Fischer (67) wird noch in diesem Jahr als Präsident von Eintracht Frankfurt zurücktreten und sein Amt nach fast 24 Jahren an der Vereinsspitze aufgeben.

Der Immobilienkaufmann Mathias Beck, Mitglied im Verwaltungsrat des Fußball-Bundesligisten, soll als Nachfolger vorgeschlagen werden, teilte der Verein am Freitag (5. Mai 2023) mit. 

Fischer-Rücktritt bei Eintracht Frankfurt offiziell

Die Entscheidung über die Präsidenten-Nachfolge sollen die Klubmitglieder auf der nächsten Jahreshauptversammlung Anfang 2024 treffen. Der 67 Jahre alte Fischer ist seit 23 Jahren an der Spitze der Eintracht. Normalerweise wäre seine Amtszeit 2026 geendet.

„Zwar habe ich immer wieder betont, dass ich mir bewusst bin, dass es die Privatperson Peter Fischer nicht mehr gibt. Die zurückliegenden Wochen haben aber Grenzen überschritten“, begründete der bei den Anhängern äußerst beliebte Vereinsboss seinen Rücktritt. Fischer und dessen Familie waren in die Schlagzeilen geraten, nachdem im März eine Hausdurchsuchung publik geworden war. Die Ermittlungen wurden allerdings eingestellt.

Fischer zog sich daraufhin zwischenzeitlich aus der Öffentlichkeit zurück, seine Anwälte sprachen von einer „Rufmordkampagne“. Im März stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen schließlich ein, in Folge saß der Eintracht-Präsident auch wieder bei einigen Partien der Bundesliga-Mannschaft auf der Tribüne.

„Zurückblickend haben mir die 23 Jahre sehr viel abverlangt, auch gesundheitlich“, erklärte er: „Zudem haben mir die letzten Monate sehr deutlich gezeigt, dass ich mich intensiver um meine Familie kümmern und diese schützen muss.“

Fischer steht seit August 2000 an der Spitze der Eintracht, wurde im September 2022 mit großer Mehrheit für weitere vier Jahre gewählt. In den vergangenen Jahren positionierte er sich gegen Diskriminierung, Rassismus und Rechtspopulismus, wurde 2021 mit dem Fair Play Preis des Deutschen Sport Bundes (DOSB) ausgezeichnet.

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Unter Fischers Führung wurde der Fußball-Bundesligist auch sportlich zum Vorzeigeverein. 2018 gewannen die Hessen den DFB-Pokal, aktuell sind die Frankfurter amtierender Europa-League-Sieger.

Das Team von Trainer Oliver Glasner (48) spielte erstmals in der Vereinsgeschichte in der Champions League - scheiterte im Achtelfinale. Am 3. Juni 2023 steht die Eintracht im DFB-Pokalfinale in Berlin gegen Vorjahresgewinner RB Leipzig.

„Peter Fischer ist der erfolgreichste Präsident der Geschichte unserer Eintracht. Seine Verdienste um den Verein sind unermesslich“, sagte Felix Wirmer, Vorsitzender des Verwaltungsrates. Auf der kommenden Mitgliederversammlung solle der 67-Jährige deshalb auch zum Ehrenpräsidenten ernannt werden. 

Ohnehin werde Fischer dem Verein außerhalb des operativen Geschäfts in neuer Position erhalten bleiben. Die meisten Fans wird das sicher freuen. (dpa/sid)

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