+++ EILMELDUNG +++ Großeinsatz in Duisburg Zwei Kinder attackiert und schwer verletzt – Polizei: „Gehen von einer Straftat aus“

+++ EILMELDUNG +++ Großeinsatz in Duisburg Zwei Kinder attackiert und schwer verletzt – Polizei: „Gehen von einer Straftat aus“

Im InterviewLottner erklärt Fortuna-Absage: „Die Zeit des Kölschen Jung ist vorbei“

bopp_14_02909

Dirk Lottner erklärt im EXPRESS die Gründe seiner Absage an Fortuna Köln. Das Foto m Rande der Partie Elversberg – Saarbrücken.

von Markus Krücken (krue)

Köln – Das kölsche Fußball-Märchen wird nicht Wirklichkeit! EXPRESS hatte exklusiv von der Absage Dirk Lottners (48) gegenüber Fortuna Köln berichtet (hier lesen Sie mehr).

Das Interesse beider Seiten war stark vorhanden, doch letztlich erfüllt sich der Wunsch der treuen Anhänger in der Südstadt nicht. Der Zollstocker Jung kommt (noch) nicht heim zum Regionalligisten.

Warum, erklärt Lottner mit einem Tag Abstand im EXPRESS-Interview!

Alles zum Thema Dirk Lottner

Herr Lottner, wie geht es Ihnen nun mit der Entscheidung?

Glauben Sie mir: die ist mir sehr schwer gefallen. Die Gespräche waren richtig top, aber am Ende des Tages muss ich eine Entscheidung treffen und nochmal: die ist mir schwer gefallen.

Die Fans hatten sich so stark für Sie gemacht...

Das sind ja alles Punkte, was es mir so schwer macht. Gerade das wünscht sich ein Trainer, die Wertschätzung durch die Verantwortlichen und die Fans. Viel mehr kann man nicht erwarten im Vorfeld. Die emotionale Bindung ist ja da, aber die rationale Seite, die war am Ende stärker.

Dirk Lottner: Es waren zu viele Kompromisse

Was heißt das genau?

Dass das Gesamtpaket passen muss. Die Fortuna hat sich stark um mich bemüht. Aber es geht nicht nur darum, Dirk Lottner zu holen. Das Drumherum muss auch passen. Und da sag ich offen: Es waren zu viele Kompromisse.

Weil noch kein Co-Trainer und sonstiges Personal da ist?

Man muss oben mitspielen können. Und das Wesentliche als Trainer im Blick behalten können. Scouting, Sportdirektor, vieles wäre an mir hängen geblieben. Es war nicht so, dass ich sage: Das mache ich jetzt. Der einfachste Weg wäre gewesen zu sagen: Los gehts. Hier bei Fortuna hab ich kurze Wege, hab meine Familie, Geld, meine Freunde. Aber das ist nicht mein Ansporn. Das hat nicht Priorität in meiner Entwicklung. Die Zeit vom Kölschen Jung ist vorbei. Das habe ich in Rostock gezeigt und zuletzt dreieinhalb Jahre in Saarbrücken. Ich will den nächsten Schritt gehen.

Dirk Lottner hat jetzt Uwe Koschinats Berater

Dafür haben Sie sich auch einen neuen Berater an die Seite geholt?

Ja. Ich arbeite jetzt mit Prof. Dr. Buchberger zusammen, der unter anderem auch Jos Luhukay oder Uwe Koschinat betreut. Ich hab mir in Saarbrücken etwas aufgebaut. Ich will nicht vermessen sein, doch der nächste Schritt ist mindestens die 3. Liga. Ich trau mir auch ohne Probleme mehr zu. Mit einem 2,18 Punkteschnitt über dreieinhalb Jahre ist das ein Pfund, das ich habe. Dieses Paket, mit meinem Alter und der offensiven Spielweise dazu, erfüllen nicht viele Trainer.

Hier lesen Sie mehr: VfB Stuttgart geht juristisch gegen Wiesbaden-Wertung vor

Wie geht es jetzt weiter?

Bis zum 30. Juni. läuft noch mein Vertrag in Saarbrücken. Noch ruht der Ball, doch es wird bald wieder richtig losgehen.