DFB-Pokal im TV Bieter-Wettbewerb um Fernseh-Rechte – kauft Sky alle Spiele?

Eine TV-Kamera ist im Finale am 13. Mai auf den DFB-Pokal gerichtet.

Eine TV-Kamera ist im Finale am 13. Mai auf den DFB-Pokal gerichtet. Ab Donnerstag beginnt die neue Ausschreibung für die TV-Rechte bis 2026.

Bieter-Wettbewerb im DFB-Pokal. Ab Donnerstag werden die TV-Rechte neu ausgeschrieben, der DFB hofft auf höhere Einnahmen. Denn neben Sky könnten zahlreiche weitere Sender um die insgesamt drei Pakete feilschen.

Frankfurt. Am ersten August-Wochenende startet der DFB-Pokal in die neue Saison – und in das letzte Jahr seines aktuellen TV-Vertrags. Für die Spielzeiten 2022/2023 bis 2025/2026 wird am Donnerstag (15. Juli) der Bieter-Wettbewerb eröffnet.

Wie schon bei den vor einem Jahr vergebenen Bundesliga-Rechten besonders im Fokus: Pay-TV-Sender Sky, der seinen Posten als Platzhirsch verteidigen und womöglich sogar festigen will. Denn von den jeweils 63 Pokalspielen pro Saison werden in der neuen Ausgabe des DFB-Pokals immerhin 13 auch im Free-TV ausgestrahlt.

DFB-Pokal: Sky könnte für weniger Spiele im Free-TV sorgen

Je nachdem, für welche Pakete sich Sky entscheidet, könnte diese Zahl in Zukunft wieder deutlich sinken. Insgesamt stehen drei Bereiche zum Verkauf, die erstmals nicht in Free-TV und Pay-TV-Pakete unterteilt sind. Der DFB hofft so auf möglichst hohe Erlöse, der Ausgang der Ausschreibung ist dadurch allerdings offener denn je.

„Es ist theoretisch denkbar, dass ein Unternehmen alle drei Live-Rechtepakete A, B und C erwirbt und dann alle Live-Spiele hat“, erklärte Geschäftsführer Holger Blask, der mit der DFB GmbH für die Rechtevergabe verantwortlich ist.

Immerhin bleiben mindestens vier Spiele definitiv dem frei empfangbaren Fernsehen erhalten, ganz egal wer sich die Rechte sichert. Dabei handelt es sich um ein Topspiel der ersten Runde, die beiden Halbfinals sowie das Endspiel in Berlin.

Bieten Sky-Konkurrenten DAZN, Amazon und Telekom für DFB-Pokal?

Nachdem Sky zuletzt bei den Bundesliga-Rechten zuletzt Einbußen hatte hinnehmen müssen, in der Champions League sogar ganz ausgebootet worden war, ist der Pokal für den Sender umso wichtiger geworden.

Allerdings ist der Wettbewerb auch für die inzwischen etablierten Konkurrenten wie DAZN oder Amazon Prime Video attraktiv. Die Telekom hatte außerdem bei der EM 2021 gezeigt, dass auch sie dem Fußball eine größere Bühne bei MagentaTV bieten will. Bislang setzt das Unternehmen beim Fußball vor allem auf die Rechte an der 3. Liga

Johannes B Kerner, Michael Ballack, Fredi Bobic stehen bei einer EM-Übertragung im Studio von MagentaTV.

Johannes B Kerner, Michael Ballack, Fredi Bobic (v.l.n.r.) bei einer EM-Übertragung im Studio von MagentaTV. Der Anbieter hatte alle EM-Spiele live übertragen.

Blask, der zuletzt bei der DFL arbeitete und dabei auch für die Bundesliga-Ausschreibung zuständig war, hat sich einiges einfallen lassen, um den Wettbewerb zu erhöhen. So sollen möglichst die Einnahmen gesteigert werden, die derzeit auf rund 55 Millionen Euro pro Saison geschätzt werden.

ARD und ZDF könnten sich TV-Rechte für DFB-Pokal sichern

„Wir haben Mindestvergabepreise pro Rechtepaket festgelegt, die bei einem Notar hinterlegt wurden“, erläuterte der DFB-Manager. Werden die in der ersten Runde am Donnerstag nicht erreicht, gibt es für die Live-Rechte eine zweite Runde am Freitag.

Die Sender hielten sich vorab mit Kommentaren zurück, noch ist also nicht absehbar, wer tatsächlich in den Wettstreit einsteigt. Weil inzwischen kein Bundesliga-Spiel mehr im öffentlich-rechtlichen Fernsehen übertragen wird, wäre auch ein gemeinsames Gebot von ARD und ZDF denkbar. (bc)

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