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+++ EILMELDUNG +++ Vor Stuttgart-Spiel FC-Fans müssen umdrehen – Polizei sah Gladbach-Gefahr

+++ EILMELDUNG +++ Vor Stuttgart-Spiel FC-Fans müssen umdrehen – Polizei sah Gladbach-Gefahr

Vor Stuttgart-SpielFC-Fans müssen umdrehen – Polizei sah Gladbach-Gefahr

Symbolbild aus dem Jahr 2021: Am 14. Februar 2026 setzte die Polizei einige hundert FC-Fans in Siegburg fest.

Copyright: Uwe Weiser

Symbolbild aus dem Jahr 2021: Am 14. Februar 2026 setzte die Polizei einige hundert FC-Fans in Siegburg fest. 

Aktualisiert

Rund um das Spiel des 1. FC Köln beim VfB Stuttgart gibt es reichlich Wirbel. Zahlreiche Fans mussten die Hinreise abbrechen. 

Für einige Hundert Fans des 1. FC Köln endete die Auswärtsfahrt Richtung Stuttgart am Karnevalsamstag (14. Februar 2026, 18.30 Uhr, Sky und Liveticker auf EXPRESS.de) bereits in Siegburg. Dort wurden etliche FC-Anhänger von der Polizei festgesetzt und kontrolliert.

Aus Fankreisen heißt es, dass zwölf Busse betroffen waren. Als sie Richtung Süden unterwegs waren, folgte ihnen eine Reisegruppe mit Fans von Borussia Mönchengladbach, die parallel bei Eintracht Frankfurt spielen. Nach Informationen von EXPRESS.de sollen die Kölner Busse am Rasthof Siegburg rausgefahren sein. Die Busse mit den Gladbach-Fans sollen weitergefahren sein, sodass es nicht zum Aufeinandertreffen der rivalisierenden Fangruppen kam. 

Köln spielt in Stuttgart, Gladbach in Frankfurt – Sorge vor Ausschreitungen

In der Folge wurden die Kölner Fans auf dem Rasthof von Polizisten eingekesselt. Es wurde viel diskutiert und es folgten Durchsuchungen. Die Aktion dauerte knapp zwei Stunden, mit bitterem Ende für die FC-Fans. Sie erhielten ein Betretungsverbot für das Stuttgarter Stadion und die Auflage, nicht weiterzufahren.

Ein Polizeisprecher bestätigte dies gegenüber EXPRESS.de und sagte: „Wir begleiten die Fans zurück nach Köln.“ Aus Fankreisen hieß es, zunächst, dass knapp 2000 FC-Ultras betroffen seien, nahezu die komplette aktive Fanszene würde demnach nicht in Stuttgart sein und für Stimmung sorgen. Von der Polizei heißt es: „Es waren fünf bis sechs Busse betroffen, darin saßen weit unter 1000 Fans.“

Der FC teilte dann auf EXPRESS.de-Nachfrage mit: „Die aktive Fanszene des FC wird beim Auswärtsspiel in Stuttgart fehlen. Die Polizei hat uns darüber informiert, dass sie die Busse auf der Anreise am Rasthof Siegburg gestoppt und die Weiterfahrt untersagt habe, da laut Polizei eine Auseinandersetzung mit Fans von Borussia Mönchengladbach auf Ihrem Weg zum Auswärtsspiel nach Frankfurt gedroht haben soll. Die Busse wurden zurück nach Köln geschickt. Es handelt sich um ca. 700 Personen.“

Die Polizei habe die Maßnahmen getroffen, um Schlimmeres zu verhindern, da unter den kontrollierten Kölner Fans auch einige Problemfans gewesen sein sollen. Man beobachte die Situation ganz genau, weil Köln- und Gladbach-Fans rivalisieren. Den Fans dürften die Kollektivstrafen nicht gefallen. Einige der zurückgeschickten Ultras wollten dann das Regionalligaspiel des FC II gegen Lotte im Franz-Kremer-Stadion besuchen (14 Uhr).

Schon vor dem Spiel warnte der FC vor der Anreise nach Stuttgart. Da ging es allerdings um den Bahnverkehr: „Wir raten Euch dringend von einer Bahnreise zum Auswärtsspiel in Stuttgart ab, da es im Anschluss keine vernünftige Verbindung zurück nach Köln geben wird.“

Da die Partie voraussichtlich erst nach 20.15 Uhr endet, kommt die einzige Verbindung, die eine normale Fahrzeit aufweist, für Reisende aus Köln kaum infrage. Dafür müssten Anhängerinnen und Anhänger des FC bereits um 20.49 Uhr für die Rückfahrt im Zug sitzen. Spätere Verbindungen mit den Abfahrtszeiten 21.11 Uhr und 23.13 Uhr sind dagegen stundenlang unterwegs. Wer es schafft, um 21.11 Uhr einzusteigen, müsste viermal umsteigen und wäre erst nach fünfeinhalb Stunden wieder in Köln. Wer um 23.13 Uhr einsteigt, käme bei einem Umstieg sogar erst gegen 6 Uhr morgens in Köln an.

Stuttgart-Anreise für FC‑Fans – da gab es doch was? Schon 2023 spielte Köln an Karneval beim VfB. Damals verhagelte eine Kontrolle der Polizei vielen Kölnern das Auswärtserlebnis. Die Beamtinnen und Beamten hatten mehrere Busse mit insgesamt rund 500 Auswärts-Fans abgefangen und wollten die darin sitzenden Personen einer umfassenden Kontrolle unterziehen. Aus Ärger über das Vorgehen trat die aktive Fanszene geschlossen die Rückreise nach Köln an.

Vom FC hieß es damals: „Aufgrund der Kontrolle wären die betroffenen Busse erst deutlich nach Anpfiff im Stadion angekommen. Aus diesem Grund haben sie sich entschlossen, die direkte Rückreise anzutreten.“ 

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„Diskussion ist unfair“

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