„Das ist eine Frechheit“ Hummels’ WM-Aus spaltet Deutschland – Flick erhält Zuspruch von Lothar Matthäus

DFB-Star Mats Hummels klatscht sichtlich enttäuscht in Richtung der deutschen Fans nach dem Achtelfinal-Aus gegen England.

Mats Hummels nach dem Achtelfinal-Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen England am 29. Juni 2022 bei der Europameisterschaft.

Die Nicht-Nominierung von BVB-Star Mats Hummels für die Weltmeisterschaft in Katar sorgte bei einigen Fans für Empörung. Experte Lothar Matthäus hat ein wenig andere Ansichten auf die Dinge.

Am Donnerstag (10. November 2022) verkündete Bundestrainer Hansi Flick (57) den 26-köpfigen Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar mit einigen Überraschungen. Ein Name, den sich viele gewünscht hatten, stand jedoch nicht auf der Liste: Mats Hummels (33).

Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund befand sich zuletzt in bestechender Form und sorgte somit immer wieder für Spekulation um eine Rückkehr ins DFB-Team. Doch Flick wolle lieber auf die „Zukunft“ setzten und nahm daher unter anderem den jungen Armel Bella-Kotchap (20) mit.

DFB: Hummels Nicht-Nominierung stößt bei Fans auf Unverständnis

Das stieß bei so einigen auf Verwunderung, da Hummels als alteingesessener Nationalspieler nochmal viel Erfahrung und Spielintelligenz mit sich bringen würde. Auf Twitter ließen die Fans ihren Frust raus über die Nicht-Nominierung des 33-Jährigen.

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So schrieb ein User: „Dass Hummels nicht nominiert wurde, ist eine Frechheit. Neben Rüdiger ist er mit Abstand der beste deutsche Verteidiger.“ Ein weiterer unterstellte den DFB-Verantwortlichen noch anderweitige Gründe für die Entscheidung: „Dass Hummels nicht nominiert wurde, hat denke ich keine Leistungsgründe. Bin mir sicher, dass es einfach an seinem Charakter liegt. Die Diskussionen, die er beim BVB führt, möchte Flick bei der N11 wohl vermeiden.“

Einige Fans, allen voran BVB-Anhänger, sahen das jedoch anders. Aufgrund der längeren Pause könnten sich Hummels und auch Marco Reus (33), der ebenfalls nicht mitfährt aufgrund einer Verletzung, voll auf die Bundesliga konzentrieren.

Ein anderer unterstellte ihm fehlende Spritzigkeit: „Ich verstehe übrigens Flick sogar bei der Entscheidung, Hummels zu Hause zu lassen und dafür Klostermann und Bella Kotchap mitzunehmen. Wir alle wissen, wo die Mannschaften von Flick pressen, wenn Hummels an der Mittellinie als letzter Mann steht, gehen wir durch die Konter unter…“, kommentierte er.

Mats Hummels: „Eine der größeren Enttäuschungen meiner Karriere“

Der BVB-Stars zeigte sich selbst sichtlich enttäuscht über die Entscheidung des Bundestrainers. Auf Instagram schrieb er: „Wenig überraschend ist das eine der größeren Enttäuschungen meiner Karriere. Ich drücke der Mannschaft die Daumen bei der WM und werde die Zeit nutzen, um wie jedes Mal mit harter Arbeit auf eine solche Erfahrung zu reagieren.“

Experte Stefan Effenberg (54) hätte den 76-fachen Nationalspieler gerne bei der WM in Katar gesehen. „Ich hätte Hummels definitiv mitgenommen, weil er auf höchstem Niveau in der Champions League großartig performt und funktioniert hat“, schrieb er in einer Kolumne für das Nachrichtenportal „t-online“.

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Der BVB-Profi hätte „aufgrund seiner Erfahrung und Fitness“ eine Nominierung verdient gehabt, so Effenberg weiter: „Deswegen kann ich seinen Frust voll nachvollziehen.“

Der ehemalige Weltfußballer Lothar Matthäus (61) versteht hingegen die Entscheidung von Hansi Flick. „Wir haben gute Innenverteidiger“, erklärte der 61-Jährige, der nicht der Meinung ist, dass „die Mannschaft durch die Nicht-Nominierung von Hummels schlechter geworden ist“.

Den Vorzug vor dem 33-Jährigen erhielten unter anderem Antonio Rüdiger (29), Niklas Süle (27), Nico Schlotterbeck (22) und der bereits genannte Armel Bella-Kotchap.

BVB-Trainer Edin Terzić (40) zeigte vollstes Verständnis für Reaktion seines Spielers. „Für Mats ist es sehr enttäuschend. Dass die Entscheidung so ausgefallen ist, ist für Mats sicherlich nicht leicht zu akzeptieren. Ich kann das sehr nachvollziehen“, erklärte er. (fr)

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