Süle positiv getestet DFB muss Corona-Hygiene-Konzept nicht nachbessern

Nach dem Corona-Fall von Niklas Süle muss der Deutsche Fußball Bund (DFB) vor dem Länderspiel gegen Liechtenstein am Donnerstag in Wolfsburg keine strengeren Hygiene-Auflagen erfüllen.

Wolfsburg. Welche Auswirkungen hat der Corona-Fall von Bayern-Profi Niklas Süle für das Hygiene-Konzept der deutschen Fußball-Nationalmannschaft? Zunächst keine! Das gemeinsam erarbeitete und immer wieder nachgebesserte Hygiene-Konzept sei „so ausführlich und detailliert, dass ich denke, dass es vollkommen ausreicht“, sagte Monika Müller, Dezernentin für Soziales, Gesundheit, Klinikum und Sport bei der Stadt Wolfsburg, im SID-Interview.

Die Entscheidung, den geimpften Süle sowie die engen Kontaktpersonen Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Jamal Musiala und Karim Adeyemi in Corona-Quarantäne zu schicken, wurde vom Gesundheitsamt in München getroffen. „Das Ergebnis ist hier richtig und hätten wir genauso getroffen“, sagte die Wolfsburger Stadträtin, die aber auch betonte, dass man über die Zuständigkeit in dem Fall „trefflich streiten“ könne.

Vorgesehen sei für die vier im Teamquartier verbliebenen Spieler, die durch die gemeinsame Anreise mit Süle im Flugzeug als enge Kontaktpersonen gelten, ein täglicher PCR-Test, verriet Müller: „Quarantänen sind nur dann erforderlich, wenn ich entweder nicht vollständig geimpft oder nicht innerhalb der letzten sechs Monate den Status 'Genesener“ erhalten habe."

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Dass es sich neben Kimmich, dessen ablehnende Haltung zur Impfung vor zweieinhalb Wochen öffentlich geworden war, auch bei Gnabry, Musiala und Adeyemi um ungeimpfte Spieler handelt, wollte Teamarzt Tim Meyer bei der Pressekonferenz am Dienstagmittag weder bestätigen noch dementieren: „Die Impfung ist ein Kriterium, genau wie die Intensität und Dauer der Kontakte.“ (sid)

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