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Er wollte zum FC Barcelona Hoeneß über Alaba-Abgang und die Notlage der Katalanen

Der Ball liegt vor David Alaba.

Reals David Alaba beim Spiel gegen Levante am 22. August 2021.

Fußballerisch und finanziell hat der FC Barcelona stark abgebaut. Von einem Wechsel zu Barca musste Uli Hoeneß seinem Schützling David Alaba abraten, wie am 13. September 2021 raus kam.

München. Über viele Jahre war der FC Barcelona das Maß aller Dinge. 2006, 2009, 2011 und 2015 gewannen die Katalanen den Henkelpott der Champions League. Allen voran Lionel Messi (34) prägte fast zwei Dekaden mit seiner fußballerischen Brillanz. An seiner Seite spielten internationale Superstars wie Thierry Henry, Samuel Eto'o, Zlatan Ibrahimovic, Luis Suarez, Neymar oder Antoine Griezmann. Große Namen wie diese findet man nur noch vereinzelt bei Barca, denn der Verein ist pleite.

Kahn sitzt neben Hoeneß auf der Tribüne und flüstert ihm etwas ins Ohr.

Oliver Kahn sitzt an der Seite von Uli Hoeneß beim Testspiel des FC Bayern gegen Neapel am 31. Juli 2021.

Uli Hoeneß: „Barcelona ist für uns kein Vorbild mehr“

Für Uli Hoeneß (69), den langjährigen Manager und Präsidenten des FC Bayern München, war der spanische FCB über Jahre hinweg der Verein, an dem sich die Bayern sportlich orientieren wollten. Mittlerweile sieht Hoeneß Barca nicht mehr als Richtschnur im internationalen Fußballgeschäft. „Barcelona ist für uns überhaupt kein Vorbild mehr“, manifestierte der Ehrenpräsident von Bayern München bei Bayern1 und bezog sich dabei hauptsächlich auf die finanzielle Schielflage des spanischen Klubs.

Im Interview gab Hoeneß auch Details zu David Alaba (29) bekannt, der vor der laufenden Saison ablösefrei zu Real Madrid gewechselt war, da er sich mit dem FC Bayern nicht auf eine Verlängerung seines Vertrages einigen konnte. „David Alaba hat mir mal erzählt: ‚Mein Traum ist es immer noch, mal in Barcelona zu spielen‘. Dann habe ich zu ihm gesagt: ‚Willst du da mit dem Präsidenten oder mit dem Insolvenzverwalter verhandeln?‘“, berichtete Hoeneß gegenüber Bayern1.

Der FC Barcelona steht mit 1,35 Milliarden Euro in der Kreide. Jahrzehnte lebte der Vereine über die eigenen Verhältnisse. Unsummen wurden für Transfers und Gehälter gezahlt. Allein die Personalie Messi verschlang jährlich Unmengen.

Das Team von Barca beim Mannschaftsbild vor einem Spiel. Darunter sind Henry, Messi, Puyol, Xavi, Iniesta und sechs weitere Spieler.

Das Starensemble des FC Barcelona beim Mannschaftbild am 29. November 2009.

Messi verdiente 555 Millionen Euro

Wie ,,El Mundo‘‘ berichtete, kassierte der Argentinier zwischen 2017 und 2021 insgesamt über 555 Millionen Euro von den Katalanen. Das macht pro Jahr circa 138 Millionen Euro – ein Betrag, der durch Trikotverkäufe, Sponsorendeals und Eintrittskarten nicht aufgefangen werden konnte. Zum Ende der vergangenen Saison musste Messi seinen langjährigen Verein verlassen und unterschrieb bei Paris Saint-Germain.

Am Dienstagabend (14. September 2021) bestreiten Hoeneß‘ Bayern das erste Gruppenspiel der Champions-League im Camp Nou. Es ist Julian Nagelsmanns (34) erstes CL-Spiel als Trainer des deutschen Rekordmeisters. Ihm gegenüber steht Ronald Koeman (58), der sich zuletzt mit dem Vereinspräsidenten Joan Laporta (59) in den Haaren hatte.  

Laporta und seine Super League

Laporta wiederum befindet sich wiederum auch in einer Auseinandersetzung mit der UEFA. Der Spanier möchte weiterhin eine Super League etablieren, UEFA-Boss Aleksander Ceferin (53) wehrt sich dagegen. Neben Barca möchten auch Real Madrid und Juventus Turin eine Super League einführen: Der neue Wettbewerb würde mehr Geld in die Kassen spülen als die Champions-League, bei der hohe Summen aus TV-Rechten von der UEFA eingeheimst werden.

Für die Partie am Dienstagabend betrachtet Uli Hoeneß Bayern München jedenfalls als „Favorit, weil Barcelona aufgrund der Spielerverkäufe und der wirtschaftlichen Probleme nicht in Bestform sein kann.‘‘ Übertragen wird das Duell live bei Amazon.

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