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Revolution in der Bundesliga? Ehemaliger DFL-Chef Rettig schlägt nachhaltigen Sommer-Spielplan vor

Andreas Rettig schaut angespannt.

Andreas Rettig beim Spiel der Würzburger Kickers gegen den FC Viktoria Berlin am 18. März 2022.

Der ehemalige DFL-Chef Andreas Rettig spricht sich für eine Spielplan-Änderung in der Bundesliga aus. Die Saison sollte zukünftig über den Sommer laufen, aus Gründen der Nachhaltigkeit.

Könnte die Bundesliga-Saison bald über die milderen Monate laufen und nicht mehr über den kalten Winter? Zumindest spricht sich Andreas Rettig (59), der ehemaliger DFL-Chef, dafür aus.

Doch nicht, um die Stadionbesuche bei niedrigen Temperaturen zu umgehen, sondern aus dem Aspekt der Nachhaltigkeit heraus. „Dass jetzt im Winter möglicherweise 2000 Liter Heizöl am Tag für den Betrieb einer Rasenheizung verfeuert werden sollen, ist sicherlich kein positives und imagebildendes Signal. So viel verbraucht ein Einfamilienhaus im ganzen Jahr“, erklärt Rettig gegenüber der „Bild“ im September 2022.

Andreas Rettig: Die Bundesliga-Saison sollte von März bis November gehen

Man solle die Spiele in den milderen Monaten, von März bis November, laufen lassen, um Energie zu sparen. Nach seiner Zeit als Vorsitzender Geschäftsführer bei Viktoria Köln bringt sich Rettig nämlich vermehrt bei den Themen 50+1, Nachhaltigkeit und Zukunftskonferenzen ein.

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Rasenheizungen und Flutlichter: Das seien alles Energiefresser, die in den wärmeren Monaten nicht so viel zum Einsatz kommen müssten. Doch eine Verlegung des Spiels könnte auch Nachteile mit sich ziehen. Die Sommer werden immer heißer, auch in Deutschland. Spieler und ihre Leistungen könnten darunter leiden.

Doch abgesehen von diesem Fakt, sieht Rettig kein grundsätzliches Problem in der Idee: „Wenn eine WM in Katar, die dorthin niemals hätte vergeben werden dürfen, im Handstreich die kompletten europäischen Spielpläne verändert, dann frage ich mich, warum das auf Dauer zum Schutz der Natur nicht passieren kann. Denn auf Dauer gegen die Natur anzuspielen, ist sicherlich keine kluge Idee.“‘

Der Ex-DFL-Chef hebt beim Thema Katar jedoch lobend den neuen DFB-Präsidenten Bernd Neuendorf (61) hervor. Er sei bereits positiv aufgefallen, da er sich öffentlich „für den Fonds zugunsten der Familien der Baustellenopfer in Katar ausgesprochen“ hat. Die Vergangenheit des DFB war dahingehend eher von einer „Politik des Wegduckens geprägt“.

Doch das allein reiche nicht. Beim Thema Nachhaltigkeit und WM-Boykott hätte der DFB noch was aufzuholen. „Ich kenne einige Kölner Kneipen, die ungeachtet eigener Umsatzeinbußen keine WM-Berichterstattung in ihrer Kneipe anbieten. Das ist ein ganz großartiges Zeichen“ so der 59-Jährige. (fr)

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