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„Anruf vom Bundestrainer“ Moukoko plötzlich mit zur WM? BVB-Matchwinner äußert sich

Dortmunds Marco Reus (l) spricht nach seiner Einwechslung mit Teamkollege Youssoufa Moukoko.

Zwei spannende BVB-Personalien vor der WM 2022: Marco Reus (l.) feierte gegen Bochum sein Comeback, Youssoufa Moukoko traf doppelt.

Doppelpack, Matchwinner und WM-Ansage: Youssoufa Moukoko hat bei Borussia Dortmund einen perfekten Nachmittag erlebt und darf noch auf seine Teilnahme an der Endrunde in Katar hoffen.

Glänzt BVB-Juwel Youssoufa Moukoko (17) bald sogar in Katar? Das Ausnahme-Talent von Borussia Dortmund hat mit seinem herausragenden Auftritt beim 3:0-Sieg gegen den VfL Bochum am Samstag (5. November 2022) die Hoffnung auf einen Kaderplatz bei der WM 2022 mehr als nur gewahrt.

Der Junioren-Nationalstürmer schnappte sich schon mit dem ersten seiner zwei Treffer gegen den Revier-Nachbarn den Rekord als jüngster Liga-Torschütze mit zehn Treffern im Fußball-Oberhaus. Ausgerechnet am Tag des WM-Eröffnungsspiels am 20. November feiert Moukoko seinen 18. Geburtstag – dann womöglich schon im Kreise der deutschen Nationalmannschaft?

BVB: Moukoko glänzt gegen Bochum und hofft auf WM

Was vor der Saison kaum jemand für möglich hielt, ist in der heißen Phase zumindest wahrscheinlicher als jemals zuvor. Gerade nach dem verletzungsbedingten WM-Aus für Timo Werner (26). Starke sechs Treffer hat Moukoko in zwölf Ligaspielen inzwischen erzielt, so viele wie dem von vielen Experten geforderten Bremer Niclas Füllkrug (29) aus dem Spiel heraus gelangen. Hinzu kommen sogar noch vier Vorlagen.

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Form und Spielweise sprechen für das BVB-Talent, das gegen Bochum kaum zu bremsen war. Immer wieder brachte sich Moukoko mit starken Aktionen in Schussposition, war praktisch nicht aufzuhalten – auch wenn er nach dem Seitenwechsel aus aussichtsreicher Position den dritten Treffer liegen ließ.

Noch ist der U21-Auswahlstürmer (sechs Tore in fünf Spielen) zwar ohne A-Länderspiel, auf seine erweiterte Liste für Katar soll ihn Bundestrainer Hansi Flick (57) dennoch aufgenommen haben. Sorgte das bei Moukoko für Zusatz-Motivation?

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Gegen Bochum feuerte er aus allen Lagen, traf früh mit einem Knaller von außerhalb des Strafraums (8. Minute) und Sekunden vor der Pause mit einem überlegten Heber aus rund 30 Metern.

„Übrigens, Didi, steht er schon auf deiner Liste für die WM?“, fragte TV-Experte Erik Meijer (53) bei der Halbzeit-Analyse seinen Sky-Kollegen Dietmar Hamann (49). Der hatte zuvor auf Nachfrage BVB-Kapitän Marco Reus (33) nach wiederholter Verletzungs-Pause mit einem unmissverständlichen „Nein“ die WM-Tauglichkeit abgesprochen.

Moukoko wurde von Hamann dagegen nach Abpfiff in den höchsten Tönen gelobt. „Ich gehe davon aus, dass er am Montag einen Anruf kriegen wird vom Bundestrainer. Und ich gehe fest davon aus, dass er mit nach Katar fährt“, zeigte sich der Ex-Nationalspieler überzeugt. Moukoko dagegen blieb abwartend, sagte im Sky-Interview: „Ehrlich gesagt ist mir das so egal, ich schaue einfach von Spiel zu Spiel. Am Donnerstag sehen wir, wer dabei ist.“

VfL Bochum beim BVB defensiv nicht auf der Höhe

Die defensiv überforderten Gäste aus Bochum verkörperten am Samstagnachmittag im Signal-Iduna-Park allerdings auch nicht gerade WM-Niveau. Schon in der zwölften Minute hatte Giovanni Reyna (19) per Foulelfmeter auf 2:0 erhöht, dem auswärts noch punktlosen Team von Trainer Thomas Letsch (54) drohte früh ein Debakel.

Nur kurz nach dem Seitenwechsel spielte Bochum offensiv ein wenig mit, war von der Form des sensationellen 4:3-Erfolgs beim BVB aus der Vorsaison aber meilenweit entfernt. Damals hatte der VfL den umjubelten Klassenerhalt beim Rivalen endgültig eingetütet, in dieser Saison ist der Weg zum rettenden Ufer noch deutlich länger als am damaligen 32. Spieltag der Vorsaison. (bc)

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