„Qualität auch an Regentagen“ Sammer äußert Kritik an BVB-Spielern und macht Moral-Ansage

Der frühere Fußball-Nationalspieler und jetzige Borussia-Dortmund-Berater Matthias Sammer vor dem Spiel beim TV-Interview im Stadion.

Matthias Sammer fordert mehr Konstanz bei Borussia Dortmund. Das Foto zeigt ihn vor dem Spiel gegen Ajax Amsterdam am 19. Oktober 2021.

Borussia Dortmund hat für das Meisterrennen in der Fußball-Bundesliga mächtig aufgerüstet. Matthias Sammer stellt eine klare Forderung an die Mannschaft des BVB.

Die Euphorie in Dortmund ist groß. Nach den zahlreichen Neuverpflichtungen, die durchaus als Kampfansage in Richtung Bayern München verstanden werden können, steigen auch die Erwartungen beim BVB.

Auch Matthias Sammer (54), der bei Borussia Dortmund als Berater des Managements tätig ist, fordert die Mannschaft in einem Interview vom 9. Juli 2022 auf, insbesondere an „Regentagen“ ihre Leistung zu bringen.

Sammer will BVB-Qualität nicht nur, wenn „die Sonne scheint“

Matthias Sammer sieht Borussia Dortmund in der kommenden Bundesliga-Saison als „großen Herausforderer“ von Branchenprimus und Rekordmeister Bayern München, fordert dafür jedoch mehr Stabilität des deutschen Vizemeisters ein.

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Die Mannschaft dürfe nicht nur gut spielen, „wenn die Sonne scheint, wenn alle Mechanismen laufen und eine Gruppendynamik die Menschen begeistert“, sagte der BVB-Berater der Sächsischen Zeitung: „Wir müssen unsere Qualität auch an Regentagen zeigen können, wenn es Widerstände und Rückschläge gibt.“

Sammer kritisiert: „Konstanz nicht nachgewiesen“

Zugleich kritisierte er die Moral in der Vergangenheit. Der BVB habe „diese Konstanz (...) zuletzt auf Top-Level nicht nachgewiesen. Das wird jetzt die große Herausforderung, diese Parameter der Leistung zu organisieren und dann auch zu stabilisieren. Trotzdem ist Bayern München die Nummer eins“, bekräftigte Sammer.

Der 54-Jährige rechnet neben Borussia Dortmund und dem FC Bayern in der kommenden Saison im Meisterschaftskampf zudem mit Pokalsieger RB Leipzig, Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen und „bestimmt einer Überraschungsmannschaft“.

Borussia Dortmund mit Mega-Aufrüstung

Der BVB hat viel ins Personal investiert. So verpflichteten die Schwarz-Gelben neben den deutschen Nationalspielern Karim Adeyemi (20, RB Salzburg), Nico Schlotterbeck (22, SC Freiburg) und Niklas Süle (26, Bayern München) auch Sébastien Haller (28, Ajax Amsterdam) als Ersatz für Erling Haaland (21) sowie Sechser Salih Özcan (24) vom 1. FC Köln und die Ersatztorhüter Marcel Lotka (21, Hertha BSC) und Alexander Meyer (31, Jahn Regensburg).

Auf der Bank sitzt der neue und alte Trainer Edin Terzic (39), Sebastian Kehl (42) stieg als Nachfolger von Michael Zorc (59) zum Sportdirektor auf. „Von dieser neuen Kombination in Verbindung mit den Transfers, die wir getätigt haben, hoffen wir, den Borussia-Dortmund-Weg wieder stärker erkennen zu lassen“, sagte Sammer. (sid/sto)

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