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Fan-Ausschluss bei nächstem EklatDFB-Strafe nach Wurf-Attacke: Nur noch Pfandbecher in Bochum

Der Linienrichter wurde von einem Becher getroffen und hält sich den Kopf.

Schiedsrichter-Assistent Christian Gittelmann (Mitte) hält sich nach dem Becherwurf in Bochum am 18. März 2022 den Kopf.

Die Partie des VfL Bochum gegen Mönchengladbach wurde nach dem Becherwurf-Eklat bereits mit 2:0 für die Borussia gewertet. Jetzt hat der DFB auch die Strafe für den VfL bekannt gegeben.

Der Becherwurf von Bochum am 18. März 2022 war ein großer Skandal in der Bundesliga. Der VfL beantragte im Anschluss sogar noch eine Neuansetzung des Spiels gegen Borussia Mönchengladbach, das am grünen Tisch mit 2:0 für die Fohlen gewertet wurde.

Am Mittwoch (13. April) gab der DFB nun das Strafmaß für die Bochumer bekannt. Das Ergebnis: eher mild! Der Aufsteiger wurde vom DFB-Sportgericht zu einem Zuschauer-Teilausschluss auf Bewährung „verdonnert“. Die Bewährungsfrist läuft bis zum 30. Juni 2023.

VfL Bochum muss ebenfalls 100.000 Euro Strafe zahlen

Nur bei ähnlichen Vorfällen in diesem Zeitraum müsste der VfL Bochum die komplette Südtribüne für eine Partie schließen. Zudem dürfte der Klub für dieses Spiel keinen Ticketzuschlag erheben. Der Verein hat das Urteil bereits akzeptiert.

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Um die zusätzlich verhängte Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro kommt der VfL dagegen nicht herum. Davon dürfen allerdings 33.000 Euro „für sicherheitstechnische und gewaltpräventive Maßnahmen verwendet werden“.

VfL Bochum muss nach Becherwurf auch Auflagen erfüllen

Hinzu kommen drei weitere Geldstrafen in einer Gesamthöhe von 15.000 Euro für Becherwürfe von Bochumer Fans in den Punktspielen gegen Borussia Dortmund und Union Berlin sowie im Pokalspiel gegen den SC Freiburg.

Auch Auflagen müssen die Bochumer erfüllen. Dazu zählt „ein Konzept zur Einführung eines hochauflösenden Videoüberwachungssystems“ und die Einführung eines Pfandbecher-Mehrwegsystems.

Während der Bundesliga-Partie zwischen dem VfL und den Gladbachern war Schiedsrichter-Assistent Christian Gittelmann (39, Gauersheim) von einem Bierbecher am Kopf getroffen worden.

Gittelmann erlitt bei dem Vorfall nach eigenen Angaben eine Schädelprellung und ein Schleudertrauma. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 38 Jahre alten Tatverdächtigen wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben. (sid)