„Typische deutsche Haltung“ Bayer-Boss Völler spricht über Corona, Wirtz-Abschied und Liga-Langeweile

Rudi Völler beim Spiel gegen Betis Sevilla

Bayer Leverkusens scheidender Sportboss Rudi Völler, hier beim Europa-League-Spiel gegen Betis Sevilla am 4. November 2021, hofft auf einen Bayer-Verbleib von Supertalent Florian Wirtz.

Florian Wirtz gilt als eines der Top-Talente im Weltfußball. Sportboss Rudi Völler hofft auf einen Verbleib bei Bayer Leverkusen – und spricht Klartext in Sachen Corona-Impfung.

Er gilt längst als eines der größten Talente im Weltfußball – und bei den Fans des 1. FC Köln weinen sie ihm noch immer die eine oder andere Träne nach: Super-Techniker Florian Wirtz (18).

Im Januar 2020 war das Super-Talent vom FC zum Rhein-Rivalen Bayer Leverkusen gewechselt. Und dort wissen sie längst, was sie an ihrem Juwel haben. Bayers scheidender Sport-Boss Rudi Völler (61) geht zudem davon aus, dass Florian Wirtz noch eine Weile bei der Werkself bleibt, wie er nun klarmachte.

„Nicht nur durch die Vertragssituation – auch durch das Vertrauen, das wir zu ihm und seiner Familie aufgebaut haben, wissen wir, dass er hier noch einige Jahre gut aufgehoben ist. Wir wollen, dass Florian noch ein paar Jahre bei uns bleibt“, sagte Völler der „Bild“ am Sonntag (26. Dezember 2021).

Rudi Völler über Florian Wirtz: „Hier gut aufgehoben“

„Das ist für uns und für die ganze Bundesliga wichtig. Und ich glaube, dass es auch sein Plan ist“, sagte Völler. Irgendwann werde vielleicht der Tag X kommen und es werde Wirtz „hier zu klein. Aber das wird noch dauern“, hofft Rudi Völler. Nationalspieler Wirtz steht noch bis 30. Juni 2026 beim Fußball-Bundesligisten unter Vertrag, aber zahlreiche internationale Top-Klubs haben ihn natürlich längst im Visier.

Florian Wirtz hat den Ball im Blick

Supertalent Florian Wirtz, hier für Bayer Leverkusen im Bundesliga-Spiel beim SC Freiburg am 19. Dezember 2021 am Ball, steht längst bei vielen internationalen Top-Klubs auf dem Zettel.2021 Florian Wirtz (Bayer 0

Dass die Bundesliga hinter Rekordmeister FC Bayern München unfassbar spannend sei, könne und solle positiv bewertet werden. „Aber viele sehen selbst diese Ausgeglichenheit der Liga noch negativ. Das ist eine typische deutsche Haltung, alles viel zu klein zu machen, auch bei der DFL und beim DFB. Das stört mich“, sagte Völler, der seinen Job nach der Saison an Simon Rolfes (39) übergibt und dann Klub-Botschafter bei Bayer wird.

Rudi Völler: Hundertprozentige Impfquote bei Bayer Leverkusen

Auch in Sachen Corona-Impfung hat Völler eine klare Meinung. Leverkusen hat mittlerweile eine hundertprozentige Impfquote, zwei, drei Fälle seien etwas zäher gewesen sagte Völler. „Da muss man dranbleiben. Ich halte es für wichtig, den Spielern zu erklären, dass sie eine Verantwortung tragen – gegenüber ihren Mitspielern und der Gesellschaft.

Diese Gespräche waren nicht immer angenehm und werden nicht allen gefallen haben, aber sie gehören zum Job dazu. Man kann die Spieler nicht ständig in den Arm nehmen. Bei solchen Dingen muss man auch schon mal die Richtung vorgeben“, sagte Völler. (dpa/kos)

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