Bayer-Stürmer Victor Boniface sollte eigentlich gehen. Doch jetzt kommt ein geheimes Vertrags-Detail ans Licht!
Bayer-Hammer um BonifaceDieses Vertrags-Geheimnis kannte niemand

Copyright: Bayer 04/Frederic Scheidemann
Reichlich Spaß: Bayers Victor Boniface (r.) und Equi Fernández in Newcastle.
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Was für eine Wende! Victor Boniface schießt Bayer Leverkusen zum Sieg und plötzlich ist seine Zukunft wieder offen. Ein bisher unbekanntes Detail in seinem Vertrag sorgt für Aufsehen.
Ein Moment, der alles verändern könnte. Eine schnelle Körpertäuschung, ein trockener Abschluss – und der Ball zappelte im Netz. Mit seinem Siegtreffer zum 2:1 gegen Newcastle United hat Victor Boniface bei Bayer 04 Leverkusen ein Ausrufezeichen gesetzt.
Kontrakt läuft bis 2029 – nicht 2028
Der letzte Testlauf vor dem offiziellen Saisonbeginn verlief erfolgreich. Doch nach dem Abpfiff in England blieb eine zentrale Frage offen: Was plant der Verein mit dem Stürmer, der zu alter Form zurückfindet?
Bis vor kurzem galt ein Abgang, entweder durch einen Verkauf oder eine Leihe, als ausgemachte Sache. Diese Einstellung hat sich jedoch gewandelt. Der Nigerianer beeindruckte während der Vorbereitungsphase mit viel Engagement und Torgefahr, weshalb die Klubführung einen Verbleib nun ernsthaft prüft.
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Was die Lage nun völlig neu bewertet, ist eine bislang unbekannte Information: Die vertragliche Bindung von Boniface an den Verein ist länger als öffentlich bekannt. Gerüchte über eine vorzeitige Verlängerung im Jahr 2025 wurden nie offiziell kommentiert, weshalb man von einem Kontrakt bis 2028 ausging. Doch das ist falsch: Wie der Klub auf Nachfrage des Kölner Stadt-Anzeigers bestätigte, ist sein Arbeitspapier tatsächlich bis 2029 gültig.
Ein länger laufender Kontrakt ist immer ein Vorteil, wenn ein Spieler gute Leistungen bringt. Und aktuell scheint Boniface wieder voll da zu sein. Zu Beginn des Jahres musste der 25-Jährige noch befürchten, seine Karriere beenden zu müssen. Doch die Operation an seinem verletzten Knie verlief viel besser als gedacht. Seitdem ist „Boni“ wieder voller Tatendrang und hat die gesamte Vorbereitung ohne Fehltag mitgemacht, was man auf dem Spielfeld sieht.
„Das Tor macht er super. Es freut uns sehr für Boni, dass ihm das vor so einer Kulisse gelungen ist“, erklärte Simon Rolfes gegenüber „Bild“. „Dass er solche Aktionen wieder draufhat, ist eine gute Entwicklung.“ Das Dilemma für den aufstrebenden Star der Meistersaison 2023/24: Mit Patrik Schick und Christian Kofane hat Leverkusen bereits zwei etablierte Angreifer. Nun muss Trainer Carles Martínez eine passende Rolle für Boniface finden.
Auch der Trainer schwärmte vom entscheidenden Treffer: „Bei seiner Ballmitnahme habe ich sofort gedacht: Das ist Boniface.“ Martínez fügte aber hinzu: „Natürlich ist er körperlich noch weit weg von dem, was möglich ist. Aber Talent bleibt Talent. Er muss weitermachen. Im Moment ist er vielleicht noch nicht bereit für viele Minuten, aber in solchen Momenten wie heute kann er uns helfen, Spiele zu gewinnen. Ich freue mich sehr für ihn. Dieses Tor in diesem Stadion, das uns auch den Sieg gibt, ist wichtig für ihn – denn die letzten zwei Jahre waren sehr, sehr schwierig für ihn.“
Macht Boniface noch den Abflug?
Der Transfermarkt schließt am 1. September. Bis dahin wird sich herausstellen, ob Offerten für Boniface eintreffen. Spätestens dann müssen Simon Rolfes und Kaderplaner Kim Falkenberg eine Entscheidung über die Zukunft des Stürmers fällen.
Doch die Causa Boniface ist nicht die einzige Aufgabe für Martínez. In der nächsten Woche stehen weitere Personalentscheidungen an, da der Kader von Bayer 04 zu groß ist. Es muss geklärt werden, wer mit viel Spielzeit planen kann und welche Akteure sich nach neuen Vereinen umsehen müssen.
Der erste Härtetest der Saison findet am Samstag statt: Um 13 Uhr tritt Bayer 04 im DFB-Pokal beim SV Wehen Wiesbaden an. Bis zu diesem Spiel soll auch Arthur wieder einsatzfähig sein. Der Brasilianer war für die Startelf in Newcastle vorgesehen, verletzte sich aber beim Warmmachen. Lucas Vázquez sprang für ihn ein. Laut Vereinsaussage war dies jedoch nur eine Vorsichtsmaßnahme. (red)

