Rolfes-These über Wirtz Bayer-Sportboss: Dank Corona „rasanter entwickelt, als es vorauszusehen war“

Leverkusens Jeremie Frimpong und Torschütze Florian Wirtz jubeln nach dem Treffer zur 1:0-Führung

Florian Wirtz (r.) jubelt am 25. September 2021 zusammen mit Jeremie Frimpong gegen Mainz 05.

Florian Wirtz hat bisher eine steile Karriere hingelegt, mit gerade 18 Jahren ist er Leistungsträger bei Bayer Leverkusen. Sportdirektor Simon Rolfes glaubt, dass auch die Corona-Pandemie dafür verantwortlich ist.

Leverkusen. Viel steiler hätte die Karriere von Florian Wirtz (18) bisher wohl nicht verlaufen können. Seit seinem Wechsel vom 1. FC Köln im Januar 2020 zu Bayer Leverkusen ist er aus der Werkself nicht mehr wegzudenken. Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes (39) sagt, dass das vor allem der Corona-Pandemie zu verdanken ist.

Trotz hoher finanzieller Einbußen hat Bayer also durch Corona irgendwie profitiert. „Corona hat seine Karriere tatsächlich beschleunigt“, sagte Rolfes in der „Sport Bild“ zur Entwicklung von Wirtz am Mittwoch (29. September 2021).

Simon Rolfes: Corona-Pandemie hat Wirtz-Entwicklung beschleunigt

„Florian hat sich rasanter entwickelt, als es vorauszusehen war. Was niemand voraussehen konnte, war der Lockdown im März 2020. Dadurch gab es keinen Unterricht in den Schulen“, sagte der Ex-Bayer-Profi über den damals 16 Jahre alten Schüler.

Er habe dann Vater Hans-Joachim gefragt, ob Wirtz bei den Profis mittrainieren könne. Das habe einen enormen Entwicklungsschub zur Folge gehabt, Florian Wirtz sei in der Phase des ersten Shutdowns „in der Lage“ gewesen, „das Profiniveau im Training sofort zu adaptieren“, sagte Rolfes. Nach den drei Monaten bis Ende Juni 2020 sei dann klar gewesen, dass Wirtz nicht erst noch in der U19 spiele, sondern bei den Profis bleibe.

Florian Wirtz stellte Rekord von Lukas Podolski ein

Ein Glücksfall für Bayer, denn damit stand der Nachfolger für Kai Havertz nach dessen Abgang im Sommer 2020 für 100 Millionen Euro zum FC Chelsea bereits zur Verfügung. „Wir waren uns einig, dass wir auf dessen Position im Mittelfeld keinen Nachfolger holen und voll auf Florian setzen“, erklärte Rolfes. Wirtz beendete seine erste komplette Saison mit 29 Spielen, fünf Toren und sechs Torvorlagen – und machte auch sein Abitur.

Am vergangenen Samstag (25. September) wurde er mit seinem Siegtreffer zum 1:0 von Bayer gegen den FSV Mainz 05 Rekordhalter. Mit 18 Jahren und 145 Tagen ist Wirtz nun der jüngste Spieler, dem zehn Bundesliga-Tore gelangen, damit überholte er FC-Idol Lukas Podolski (36).

„Er braucht sich vor keinem anderen Spieler des Jahrgangs 2003 zu verstecken. Er gehört zu den Besten in Europa“, sagte Rolfes. In der laufenden Spielzeit gelangen Wirtz in sechs Pflichtspielen schon starke fünf Treffer und vier Vorlagen. (dpa)

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