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„Tut mir im Herzen weh“Besondere Hilfsaktion: Bundesliga-Star teilt emotionales Video

Gutes tun – und darüber sprechen! Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen) hat nun eine Hilfsaktion gestartet, die ihm persönlich sehr am Herzen liegt.

von Alexander Haubrichs (ach)

Geboren in Ludwigshafen am Rhein, über den 1. FC Kaiserslautern, Waldhof Mannheim und die TSG Hoffenheim in die deutsche Nationalmannschaft und zu Bayer Leverkusen – Nadiem Amiri (26) hat das geschafft, wovon viele junge Sportler träumen.

Jetzt will der Sohn afghanischer Einwanderer etwas zurückgeben. In einem emotionalen Video sagt er: „Ich weiß nicht, was Kälte ist. Ich weiß nicht, was Armut ist. Meine Eltern sind damals nach Deutschland gekommen und hatten nichts. Tag für Tag, Nacht für Nacht haben meine Eltern alles gegeben, damit wir Kinder unsere Träume jagen können. Manchmal braucht man etwas Zeit, dass man versteht, was man eigentlich alles hat. Und wie viel manche Menschen aufgegeben haben, um dich eines Tages fliegen zu sehen.“

Bayer Leverkusen: Nadiem Amiri hilft Menschen in Afghanistan

Diese Zeit ist nun gekommen und Amiri startet eine große Hilfsaktion. Er sagt weiter: „Jetzt ist es meine Aufgabe, etwas zurückzugeben. Es tut mir in meinem Herzen weh, wenn ich sehe, wie viele Leute in meinem Land leiden. Ich weiß nicht, was Hunger ist. Ich weiß nicht, was Angst ist und das sollte auch kein Mensch auf dieser Welt fühlen.“

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Zusammen mit World Vision setzt sich der Bayer-Profi für notleidende Menschen in Afghanistan ein. Der Offensivspieler spendet Care-Pakete für über 300 Familien in seiner zweiten Heimat Afghanistan.

Seine Familie flüchtete in den 1980er Jahren aus dem von Kriegen zerrütteten Land. Auch Fans können helfen: ein Care-Paket ist zum Preis von 50 Euro über World Vision zu erwerben.

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Amiri sagt: „Ich möchte einfach helfen und den Landsleuten meiner Familie etwas Gutes tun. Mein Vater war erst neulich vor Ort und hat mir dann ausführlich berichtet über die aktuellen Zustände. Jeder weiß, dass Menschen in anderen Ländern der Welt Hilfe benötigen und jeder kann dazu seinen Beitrag leisten.“

Die Situation in Afghanistan ist für die Bevölkerung äußerst schwierig. Viele Menschen leben in schwer zugänglichen Gebirgsregionen. Die größten Probleme: mangelhafte Gesundheitsversorgung und Arbeitslosigkeit. Aktuell ist jeder dritte Einwohner Afghanistans auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Die Situation verschärft sich durch den langen und kalten Winter im Land. Mit den Hilfspaketen, inklusive wärmenden Decken und Hygieneartikeln, will Amiri die Not zumindest ein wenig lindern: „Gerade, wenn man den Blick über den Tellerrand, über die Grenzen Deutschlands hinaus richtet, merkt man, dass nichts selbstverständlich ist. Was hierzulande nicht der Rede wert ist, hilft in Afghanistan ganzen Familien durch den Winter.“