„Das ehrt einen“ Chelsea-Verteidiger Antonio Rüdiger freut sich über das Interesse des FC Bayern

Deutschlands Antonio Rüdiger beim Training der Nationalmannschaft.

Antonio Rüdiger beim Training der Nationalmannschaft vor dem WM-Qualifikationsspiel am 5. Oktober 2021.

Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger fühlt sich durch das Interesse des deutschen Rekordmeisters Bayern München geschmeichelt. Die Zukunft des Verteidigers des FC Chelsea ist noch unklar.

Hamburg. Antonio Rüdiger (28) befindet sich aktuell in der Form seines Lebens. Sowohl in der Nationalmannschaft als auch beim FC Chelsea ist der Innenverteidiger der unumstrittene Abwehrchef. Diese Leistungsexplosion der vergangenen Monate weckt freilich auch Begehrlichkeiten bei anderen Klubs, zumal Rüdigers Vertrag in London im kommenden Sommer ausläuft.

Der DFB-Kicker ist dann ablösefrei zu haben. Ab Januar darf der Spieler offiziell mit potenziellen neuen Arbeitgebern verhandeln. Ein Interessent soll der FC Bayern sein. Rüdiger passt ins Profil des Rekordmeisters: Er ist deutscher Nationalspieler und der Transfer kostet, abgesehen von Gehalt und Handgeld, keinen Cent.

Antonio Rüdiger vor wichtigster Entscheidung seiner Karriere

Auf das vermeintliche Interesse der Bayern angesprochen, antwortete Rüdiger am Dienstag (5. Oktober 2021) im DFB-Hotel Gastwerk in Hamburg-Bahrenfeld geschmeichelt: „Natürlich ehrt das einen, und zeigt, dass man in den letzten Monaten und Jahren viel richtig gemacht hat. Aber ich lasse mich davon nicht ablenken. Ich habe gewisse Verpflichtungen meinem Klub gegenüber, muss Leistung bringen und mich jedes Spiel neu beweisen. Das versuche ich.“

Rüdiger weiß, dass es womöglich der letzte große Vertrag seines Fußballer-Lebens sein könnte. Darum sagte er bereits Ende September: „Für mich wird das jetzt die wichtigste Entscheidung meiner Profikarriere.“ Erste Gespräche mit den Blues über eine Vertragsverlängerung hatten zu keinem Ergebnis geführt. Das angebotene Gehalt soll weit unter den Erwartungen des Verteidigers liegen.

Deutschlands Antonio Rüdiger (M) steht mit Sonny Kittel (r) und Tim Leibold vom Hamburger SV für ein Foto zusammen.

Antonio Rüdiger plauderte nach dem Training am 5. Oktober 2021 noch mit den HSV-Profis Tim Leibold (l.) und Sonny Kittel, die er aus Stuttgart beziehungsweise den U-Nationalmannschaften kennt.

In München heißt es, ein Rüdiger-Transfer käme jedoch nur infrage, wenn Niklas Süle (26) den Klub im Sommer verlässt. Auch sein Vertrag läuft im Sommer aus. Seine Entscheidung pro Bayern würde Rüdiger jedoch nicht von Süles Zukunft abhängig machen: „Für mich ist er ein super Innenverteidiger und ein super Partner. Ob meine Zukunft von Niki abhängt? Nein, das würde ich nicht sagen. Ich treffe meine Entscheidungen für mich, die sind abhängig von niemandem. Aber das ist Zukunftsmusik. Wo ich bin, fühle ich mich wohl.“

Und beim DFB-Team heißt die Losung derzeit auch nicht: Süle oder Rüdiger. Beide bilden ein stabiles Innenverteidiger-Duo. Der Münchner sei zwar „groß wie ein Baumstamm, aber er ist schnell“, so Rüdiger und fügte anerkennend an: „Er ist ein super Partner.“

Antonio Rüdiger über Niklas Süle: „Er ist groß wie ein Baumstamm“

Zumindest sein potenzieller neuer Trainer wird ein Einflussfaktor sein. Bayern-Chefcoach Julian Nagelsmann (34) hat bereits vor Wochen eine Lanze für Rüdiger gebrochen: „Er hat eine super Entwicklung genommen, Thomas (Tuchel) hat ihn extrem gut angepackt, er war ja auf dem Abstellgleis bei Chelsea. Und jetzt ist er einer der entscheidendsten Abwehrspieler bei ihnen. Er hat eine unglaublich gute Aggressivität, ist ein sehr guter Verteidiger.“ Desinteresse klingt anders.

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