2. Bundesliga Werder voll auf Aufstiegs-Kurs – Kopf-Crash trübt die Stimmung

Aues Dirk Carlson wird verletzt vom Platz getragen.

Dirk Carlson sorgte mit seiner Kopf-Verletzung nach einem Zusammenprall für den großen Schreckmoment im Zweitliga-Spiel zwischen Erzgebirge Aue und Werder Bremen am Sonntag (8. Mai 2022).

Am 33. Spieltag gewann der SV Werder Bremen auswärts beim bereits feststehenden Absteiger Erzgebirge Aue mit 3:0. Damit schrauben sich die Bremer hoch auf Platz zwei und haben eine gute Ausgangslage für den letzten Spieltag.

Die Bundesliga rückt immer näher: Der SV Werder Bremen hat am Sonntag (8. Mai 2022) am 33. Spieltag auswärts beim bereits feststehenden Absteiger Erzgebirge Aue mit 3:0. Damit klettern die Bremer in der Tabelle auf Rang zwei und verschaffen sich eine gute Ausgangslage für den letzten Spieltag. Dort empfangen sie dann den SSV Jahn Regensburg (15. Mai).

Erzgebirge Aue steht mit dem FC Ingolstadt bereits als direkter Absteiger in die 3. Liga fest. Nach der 0:6-Klatsche vergangene Woche gegen Darmstadt (30. April) wollte man zu Hause eine Wiedergutmachung bei den Fans erreichen. Die Bremer standen nach der 2:3-Niederlage gegen Holstein Kiel (29. April) unter Druck, zeigten aber keine Nerven.

Nach schwerer Anfangsphase: Bremen gewinnt auswärts in Aue

Die erste Halbzeit begann direkt furios. In der ersten Spielminute erwischte ein Fandrich-Schuss Werder auf dem falschen Fuß. Nazarov blockte den Ball zu Tom Baumgart, der das Spielgerät in den Bremer Kasten schob. Jedoch stand Nazarov dabei im Abseits und der Treffer zählte nicht.

Alles zum Thema SV Werder Bremen
  • Bundesliga-Kommentar Polizei-Skandal am 1. Spieltag: Diese Szenen dürfen sich niemals wiederholen
  • „Was für ein Land wollen wir?“ Werder Bremen kritisiert die Polizei und stellt Grundsatzfrage
  • Bundesliga live VfB Stuttgart empfängt Pokalsieger aus Leipzig
  • Kurz vor Auswärtsspiel in Wolfsburg Werder-Fans fahren wieder nach Hause – Klub sauer auf Polizei
  • DFB-Pokal 1. Runde live Alario mit dem 4:0: Frankfurt fertigt Magdeburg ab
  • Zoff im Trainingslager Werder Bremen setzt klares Zeichen, nun droht Klage von „Nachbarn“
  • Neue Gerüchte um Ex-FC-Profi Köln-Kumpels Horn und Özcan wieder vereint
  • Bierpreise in Bundesliga-Stadien Aufsteiger übertrifft sogar Bayern München – FC im Mittelfeld
  • FC-Profis unterwegs Lemperle löst EM-Ticket, Duda gewinnt – Rangnick verzichtet bei Debüt-Sieg auf Ljubicic
  • FC-Revanche in Regensburg? Durchwachsene Kölner Pokal-Bilanz: Zehnmal war in Runde eins Schluss

Im Anschluss machten die Bremer mehr Druck, gelangten jedoch in den ersten zwanzig Minuten nur zu einer wirklichen Torchance durch Ducksch, der den Ball aber weit übers Tor schoss. Aue machte es gut und hatte mehrere Ballbesitzphasen. Die Bremer kamen in den folgenden zehn Minuten nur einmal gefährlich vors Tor und ließen nach einer missratenen Vorlage von Füllkrug eine hundertprozentige Chance aus.

Werder Bremen klettert nach Sieg auf Tabellenplatz zwei

In der 35. Minute musste dann Kapitän Ömer Toprak nach einem Zweikampf mit Owusu ausgewechselt werden. Ein massiver Verlust für die Bremer Abwehrkette. Die Schlussminuten der ersten Halbzeit baten noch zwei hochkarätige Chance beider Teams, die aber nicht das Tor fanden.

Zu diesem Zeitpunkt ließ Werder die Souveränität eines Aufsteigers noch vermissen. Zu Beginn von Hälfte zwei änderte sich das aber schlagartig. Nach einem Doppelpass steckte Bittencourt den Ball vors Tor durch, wo Abwehrspieler Marco Friedl zur 1:0-Führung knipste (49.). Danach schleppte das Spiel so dahin. Viele Fehlpässe und schwache Abschlüsse zeichneten die Partie.

Vor dem Gäste-Anhang bejubelt Werder Bremen den Auswärtssieg in Aue.

Vor dem Gäste-Anhang bejubelt Werder Bremen den Auswärtssieg in Aue.

Den negativen Randaspekt bot eine Schrecksekunde: Die Auer Dirk Carlson und Prince Osei Owusu, die beide höher als Gegenspieler Weiser springen, krachten mit den Köpfen zusammen. Nach einer fünfminütigen Behandlungspause musste Carlson schwer benommen und mit einer Platzwunde vom Spielfeld getragen werden.

Aue kämpfte bis in die Schlussminuten hinein wacker, kassierte in der Nachspielzeit dann aber noch zwei Gegentreffer. Innerhalb von vier Minuten trafen Niclas Füllkrug mit einem sehenswerten Schuss (9o.+2) und Joker Niklas Schmidt (90.+6.) zum 3:0-Endstand für die Bremer.

Auch ohne zu glänzen, kletterte Werder Bremen wieder auf Platz zwei und hat den Aufstieg in der eigenen Hand. Schon ein Punkt beim Saison-Abschluss gegen Regensburg würde die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus unter Dach und Fach bringen.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.