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„Bleiben ein Sanierungsfall“ Finanzboss Türoff präsentiert FC-Zahlen der Saison 2021/22

Philipp Türoff und Christian Keller sitzen bei der Mitgliederverammlung des 1. FC Köln auf dem Podium.

Die Geschäftsführer des 1. FC Köln, Philipp Türoff und Christian Keller (r.), am 20. September 2022 auf der Mitgliederversammlung in der Lanxess-Arena.

FC-Geschäftsführer Philipp Türoff hat auf der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln die Geschäftszahlen der Saison 2021/22 vorgelegt. Das Geschäftsergebnis ist wie in den Vorjahren von der Pandemie geprägt.

Wie bereits in den Vorjahren hat Corona die finanzielle Situation beim 1. FC Köln in der abgelaufenen Saison stark beeinflusst. FC-Finanzboss Philipp Türoff (46) hat auf der Mitgliederversammlung am Dienstagabend (20. September 2022) die Geschäftszahlen der Saison 2021/22 vorgelegt.

Der FC konnte zwar seinen Jahresumsatz mit 148,4 Millionen Euro um 7,8 Millionen Euro steigern (Vorjahr: 140,6 Millionen), doch nach Steuern steht ein Jahres-Ergebnis von minus 15,7 Millionen Euro. Die Corona-Pandemie wird den Klub damit insgesamt rund 85 Millionen Euro kosten.

Türoff erklärte dazu in seiner Rede: „Wir haben es geschafft, den FC durch ein weiteres Corona-Jahr zu bringen. Er bleibt aber ein finanzwirtschaftlicher Sanierungsfall. Die Belastung des FC mit Schulden ist sehr hoch, das Eigenkapital fast aufgezehrt.“

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Philipp Türoff: „Eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen“

Denn das Eigenkapital ist von 16,9 Millionen Euro im Vorjahr auf nur noch 3,2 Millionen Euro gesunken. Das liegt in erster Linie daran, dass das Eigenkapital genutzt wurde, um coronabedingte Verluste zu kompensieren.  

Finanzboss Türoff hat aber durch den aktuellen sportlichen Erfolg Hoffnung und ergänzte: „Die bemerkenswerte sportliche Entwicklung kann dazu beitragen, den FC schneller auf ein stabiles Fundament zu stellen, wenn wir den eingeschlagenen strategischen Weg konsequent fortsetzen.“

Der 46-Jährige legt dabei den Fokus auf die bereits erreichten Vorhaben: „Wichtig in dieser sehr herausfordernden finanziellen Lage waren uns drei Ziele, die wir erreichen konnten. Die Liquidität des 1. FC Köln war im Jahresverlauf zu jeder Zeit gesichert. Wir haben für die inzwischen laufende Spielzeit die Lizenz ohne Auflagen erhalten und wir schließen das Geschäftsjahr mit einem, wenn auch sehr geringen, aber positiven Eigenkapital ab.“

1. FC Köln: Schuldenberg in Höhe von 66 Millionen Euro

Der 1. FC Köln konnte seine Verbindlichkeiten zwar um 2,7 Millionen Euro verringern, doch es bleibt weiterhin ein Schuldenberg in Höhe von 66 Millionen Euro (Vorjahr: 68,7 Millionen). Unter anderem geht es um eine Landesbürgschaft in Höhe von 20 Millionen Euro.

Immerhin: Sollte der Fußball nicht mehr finanziell durch Corona beeinflusst werden, verkauft der FC keine Forderungen mehr aus der Zukunft. In der Vergangenheit waren beispielsweise zukünftige Sponsoren-Einnahmen genutzt worden, um die Belastungen der Pandemie abzufedern. Auch deswegen fällt die Bilanz in diesem Jahr schlechter aus.

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Doch Finanzboss Türoff blickt positiv in die kommenden Jahre. Der siebte Tabellenplatz aus der Bundesliga-Saison 2021/22 hat den FC in der TV-Tabelle ordentlich nach oben gebracht – das bringt Mehreinnahmen von rund sieben Millionen Euro. Auch das Erreichen der Conference-League-Gruppenphase bringt den Geißböcken eine schöne Stange Geld. 

Zusätzlich konnte man im Sommer wichtige Transfer-Einnahmen generieren. Mit Salih Öczan (24) und Anthony Modeste (34) wechselten gleich zwei Spieler für einen mittleren einstelligen Millionenbetrag zu Borussia Dortmund. Außerdem bekam der Verein mit Modeste einen der Top-Verdiener von der Gehalts-Liste. 

Eine genaue Prognose, wann die Schulden abgebaut sind, gibt es allerdings nicht. Da der FC in sportlich notwendigen Situationen immer handlungsfähig sein will, ist nicht absehbar, ob der Prozess der wirtschaftlichen Gesundung drei, fünf oder acht Jahre dauern wird. 

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