FC-Legende Pierre Littbarski sieht Rückkehrer Ellyes Skhiri beim FC mit gemischten Gefühlen – und würde im Kölner Zentrum auf andere Akteure setzen.
„Das hat alle Schwächen gezeigt“Litti hinterfragt FC-Führungsspieler wegen einer Szene

FC‑Legende Pierre Littbarski (66) erntete am Dienstagabend (8. September 2026) bei „E Levve lang – der Talk zum FC“ von EXPRESS und Kölner Stadt-Anzeiger mit seinen Analysen zum 1. FC Köln einiges an Beifall und Lachern.
„Eine schöne Kante. Wo hast du den denn überhaupt ausgegraben?“, fragte der Weltmeister kichernd, direkt an FC-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) gerichtet, als er gerade bei Sturm-Neuzugang Thijs Dallinga ins Schwärmen geraten war. „Der ist richtig gut.“
Littbarski unsicher bei Skhiri: „Das ist ein 50:50-Ding“
Kessler ordnete trocken ein, dass der Kölner Doppeltorschütze gegen Hoffenheim ursprünglich aus den Niederlanden komme, zuletzt aber in Italien gespielt habe. Doch Litti sieht in dem Spieler eine Menge Potenzial: „Ich glaube, dass der den FC weiterbringt. Der geht auch mal auf den Flügel. Ache ist ja mehr im Zentrum und braucht Flanken.“
Ein wenig stiller wurden die rund 150 Gäste im Audi-Zentrum Fleischhauer Köln-Mitte, als Littbarski seine Einschätzung zu Rückkehrer Ellyes Skhiri mitteilte.
Bei dem 31‑Jährigen, den der FC als klaren Anwärter einer Führungsrolle auf der Sechs geholt hat, ist Littbarski noch unentschlossen. „Das ist ein 50:50-Ding“, sagte die FC-Legende.
Die Weltmeisterschaft des Tunesiers sei nicht gut gewesen. Auch bei seinem Kurzeinsatz gegen Hoffenheim habe Skhiri in einer Szene gar nicht gut ausgesehen: „Er hat ein kleines Laufduell gehabt. Das hat alle Schwächen gezeigt.“
Gleichzeitig betonte Littbarski, wie wichtig der 30-Jährige für den FC sein könne. „Wenn er im Zentrum spielt, kann er dem FC helfen.“ Allerdings sei fraglich, ob Skhiri noch so mobil ist wie vor zwei oder drei Jahren. Damals habe man „einen ganz tollen Skhiri“ gesehen.
Routiniers benötigt die Kölner Mannschaft dennoch. „Du brauchst natürlich auch Leute, die Erfahrung haben. Wir wollen mal sehen, wie sich das entwickelt.“ Bei der Besetzung des zentralen Mittelfelds tendiert Littbarski derzeit allerdings eher zu einer anderen Formation: „Da bin ich mehr bei Johansson und Kraus im zentralen Mittelfeld.“

