Mittwochmorgen, 11 Uhr: Trainer René Wagner bat seine Spieler zum Geheimtraining im Franz-Kremer-Stadion. Hinter verschlossenem Vorhang wurde getüftelt.
FC hinterm VorhangIndizien verdichten sich: Krempelt Wagner die Startelf um?

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Die Spieler des 1. FC Köln kommen am 9. September zum Geheimtraining im Franz-Kremer-Stadion.

Wie präsentiert sich der 1. FC Köln beim Heimspiel am Samstag gegen Werder Bremen (12. September 2026, 18.30 Uhr, Franz-Kremer-Stadion, Liveticker auf EXPRESS.de)?
Nach einem Sieg (3:2 gegen Hoffenheim) und einer Niederlage (1:4 beim VfB Stuttgart) geht der FC erstmals in dieser Saison als Favorit ins Rennen. Werder hat zwar zuletzt beim 3:1 gegen Leipzig überraschend überzeugt, aber die Nordlichter gelten als Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt. Da sollte der FC daheim auf Sieg spielen.
Moore und Skhiri drängen in die Startelf
Im Vergleich zu den beiden ersten Ligaspielen dürfte die andere Ausgangslage die Statik im FC-Spiel gewaltig verändern. Co-Trainer Evangelis Sbonias schleppte am Mittwoch kurz vor 11 Uhr eine riesige Taktiktafel ins Franz-Kremer-Stadion. Hinter verschlossenem Vorhang wurde dann an der Taktik getüftelt.
Was hecken Trainer René Wagner (38) und sein Team aus? Es ist durchaus denkbar, dass das Team ordentlich umgekrempelt wird, denn der FC muss gegen Werder das Spiel machen. Hinten rechts dürfte Sebastian Sebulonsen in die Startformation rücken. Der in Stuttgart schwache Alessio Castro-Montes hat muskuläre Probleme, ging aber am Mittwoch zumindest in Turnschuhen mit ins kleine Stadion zum Training.
Möglich ist zudem ein Wechsel in der Innenverteidigung. Nach dem schwachen Auftritt von Luka Lochoshvili könnte man beim FC zumindest über einen Einsatz von Rav van den Berg oder Joel Schmied nachdenken.
Im Mittelfeld winkt Ellyes Skhiri der erste Startelfeinsatz von Beginn an nach seiner Rückkehr. Paul-Okon-Engstler würde aus der Startformation fliegen. Die Hoffnung vieler Fans: Mit Skhiri soll ein Spieler im Zentrum agieren, der den Takt vorgibt. Bislang wurde die Mitte oft überspielt und fand über weite Strecken gar nicht statt.
Und auch offensiv könnte sich einiges ändern. Said El Mala und Thjis Dallinga sind nach ihren Erkrankungen wieder voll integriert. Hinzu kommt Mikey Moore, der sich nach seiner Einwechslung in Stuttgart für mehr empfohlen hat. Ob Wagner Ragnar Ache tatsächlich erstmal auf die Bank setzt, wird man sehen. Kölns Weltmeister von 1990, Pierre Littbarski (66), sagte beim EXPRESS.de-Talk: „Ich glaube, der FC ist so gut aufgestellt, dass er mehr Tore schießen kann, als er reinbekommt.“
Sein klarer Wunsch, der FC solle offensiv und mutig spielen, um diese Stärke auch zu nutzen. Vor allem in Moore sieht er einiges: „Der ist ein anderes Regal. Der hat Qualitäten, die habe ich in den letzten Jahren bis auf El Mala nicht beim FC gesehen. Und das eröffnet eine ganz andere Spielweise in der Zukunft. Er kann auch im offensiven Mittelfeld spielen, kam aus der Tiefe. Er hat schon bewiesen, dass er das kann und er spielt auch mal einen Mann aus.“ Gegen Bremen könnte sich im FC-Kader also einiges neu sortieren. Die Fans dürfen gespannt sein, was Wagner mit seinem Team ausheckt.
