Der 1. FC Köln tut sich weiter schwer, wenn er selbst das Spiel machen muss. Das war auch im Pokal in Würzburg der Fall. Die Lösung könnte aus den eigenen Reihen kommen. Ein FC-Profi in neuer Rolle.
Neue Rolle für FC-ProfiLöst ER Kölns Kreativ-Problem?

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Linton Maina und Isak Johannesson klatschen nach dem Siegtreffer im Pokal bei den Würzburger Kickers ab.

Es knirscht im Zentrum beim 1. FC Köln. Bereits in der letzten Saison war die fehlende Kreativität aus der Mitte ein großes Problem. Beim Pokal-Auftakt in Würzburg war es kaum besser, zumindest in der ersten Halbzeit.
An Tom Krauß lief das Spiel komplett vorbei und Isak Johannesson musste sich die Bälle so tief abholen, dass die Wege nach vorn viel zu weit wurden. In der zweiten Halbzeit wurde es dann besser, weil der Isländer ein Ticken offensiver ran durfte.
Johannesson soll von Skhiri profitieren
Das zahlte sich prompt aus: Johannesson schnürte den Doppelpack und krönte sich damit zum unumstrittenen Matchwinner. Das könnte dazu führen, dass Johannesson künftig dauerhaft etwas weiter vorn zum Einsatz kommt, zumal mit Ellyes Skhiri ein neuer Denker und Lenker verpflichtet wurde.
Wenn der Tunesier künftig das Spiel als „Holding Six“ organisiert, muss sich Johannesson nicht mehr so tief fallen lassen und kann offensiv seine Stärken ausspielen. Das sieht auch der Plan von René Wagner vor. Er sagt: „Er ist ein Spieler, der viel Volumen und Intensität hat. Es geht darum, dass wir ihn näher an die Box bekommen, dass er torgefährlicher wird.“
Wagner will seinen Schützling also grundsätzlich offensiver sehen, weil er dort schlichtweg effektiver ist. In der vergangenen Saison und auch in Würzburg im ersten Durchgang probierte Johannesson zwar viel, das meiste aber im „toten Raum“ – viel Aufwand, wenig Ertrag.
„Es sind Themen, die wir die letzten sechs Wochen mit ihm hatten. Er will selbst besser werden, das zeigt er jeden Tag im Training“, sagt Wagner. Er weiß auch, dass sein Schützling den nächsten Schritt machen muss.
Nachdem er als einer der besten Zweitliga-Spieler aus Düsseldorf geholt wurde, hatte der Blondschopf lange mit der Gewöhnung an die Bundesliga zu kämpfen. Der Schritt ins Oberhaus fiel ihm schwerer als gedacht.
Während er bei der Fortuna noch eine Scoring-Maschine war, legte er vergangene Saison beim FC enttäuschende Zahlen auf (ein Tor, drei Vorlagen in der Liga). Das soll sich kommende Saison ändern.
Wagner formuliert dabei klare Ansprüche: „Er hatte letztes Jahr mit der Adaption der Bundesliga zu kämpfen. Das erste Jahr ist aber nun vorbei, jetzt geht es für ihn darum, die Leistungen zu bestätigen.“ Das Pokalspiel war ein vielversprechender Beginn. Möglich, dass der Knoten mit der neuen Rolle endgültig platzt.
