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FC-Abgang Geißbock-Rivale, Kult-Stadion und ein Weltmeister: Das erwartet Jorge Meré in Mexiko

Jorge Meré posiert mit seinem neuen Trikot nach dem Wechsel zu Club América

Jorge Meré am Dienstag (18. Januar 2022) mit seinem neuen Trikot nach dem Wechsel vom 1. FC Köln zu Club América in Mexiko.

Jorge Meré verlässt den 1. FC Köln und wechselt zu Club América nach Mexiko. Dort erwartet den Innenverteidiger eine spannende Herausforderung, vor der beinahe auch Lukas Podolski gestanden hätte.

Viva Meré in Mexiko. Nach viereinhalb Jahren beim 1. FC Köln geht es für Abwehrspieler Jorge Meré (24) künftig in der mexikanischen Liga MX weiter. Seit Dienstag (18. Januar 2022) ist der Abgang des Spaniers zu Spitzenklub Club América offiziell.

Beim Rekordmeister (13 Titel) kämpft der Innenverteidiger nicht nur um den Stammplatz, den er beim FC niemals so ganz sicher hatte, sondern auch um die mexikanische Meisterschaft.

Jorge Meré spielt mit América im legendären Aztekenstadion

Statt nach Müngersdorf geht es für Meré künftig regelmäßig Richtung Santa Úrsula. Dort steht in Mexiko-Stadt das legendäre Aztekenstadion, Finalort der WM 1970. Der Beton-Koloss mit einstmals 115.000 Plätzen ist in Mexiko bei Fußball-Fans nach etlichen Umbauten allerdings stark umstritten und hinkt seinen besten Zeiten atmosphärisch weit hinterher – ähnlich wie das Maracanã in Brasilien. Trotz des Fassungsvermögens von 87.500 kamen selbst vor der Corona-Pandemie im Schnitt nur rund 30.000 Fans zu den América-Heimspielen.

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Ein Blick ins Aztekenstadion beim Spiel von Club América in der mexikanischen Liga MX

Das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt, hier am 11. September 2021 beim Spiel zwischen América und Mazatlán, bietet nach mehreren Umbauten noch immer Platz für über 80.000 Zuschauer

Auch in Sachen Maskottchen muss sich Meré künftig umorientieren. Das ist bei América der Adler. Kurios: Ausgerechnet bei Erzrivale Deportivo Guadalajara mit den Vereinsfarben Rot und Weiß ist das Maskottchen ein Geißbock, hört statt Hennes auf den Namen „Chiva Loca“ (Deutsch: „Verrückte Ziege“).

Neben dem „Clásico Nacional“ zwischen den beiden bedeutendsten Klubs des Landes warten auf Meré auch die zwei heißen Hauptstadtduelle gegen Américas Lokalrivalen Cruz Azul und Pumas UNAM in Mexiko-Stadt. Während Cruz Azul sich mit América das Aztekenstadion teilt, spielt Universitätsklub Pumas im Olympiastadion der Sommerspiele von 1968.

Jorge Meré vom FC zu Meister-Kandidat América

Von Abstiegssorgen hatten sich Meré und der 1. FC Köln in der aktuellen Saison früh verabschiedet, in Mexiko muss sich der Spanier darum ebenfalls keine Sorgen machen. América ist steter Meister-Kandidat der Liga MX, die den sportlichen Abstieg ohnehin bis zum Jahr 2025 ausgesetzt hat.

Die Meisterschaft wird dagegen in zwei Halbjahres-Turnieren mit anschließender Playoff-Phase ausgetragen. Nach der Hauptrunde mit 17 Spielen haben zwölf der 18 Teams noch Titel-Chancen in den K.o.-Duellen. Die ersten vier Teams der Tabelle steigen hier erst in der zweiten Runde ein.

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Nomineller Superstar der Liga ist der Franzose Florian Thauvin (28), der beim WM-Triumph 2018 im Kader von Trainer Didier Deschamps (53) stand. Der in der Vergangenheit angeblich auch vom FC Bayern München umworbene Angreifer war vor Saisonbeginn ablösefrei von Olympique Marseille zu Tigres UANL nach Monterrey gewechselt. Dort spielt neben Landsmann André-Pierre Gignac (36) auch der frühere Frankfurter Carlos Salcedo (28).

Lukas Podolski im Sommer kurz vor Mexiko-Wechsel

Salcedo war vor Meré der bislang letzte von insgesamt 18 Spielern, die bislang aus der Bundesliga nach Mexiko gewechselt waren. Der 48-malige Nationalspieler ist mit einer Ablöse von 8,8 Millionen Euro auch gleichzeitig der teuerste Abgang Richtung Liga MX, gefolgt vom Ex-Hoffenheimer Eduardo Vargas (32) und dem einstigen Gladbacher Timothée Kolodziejczak (30). Beide waren wie Salcedo zu den finanzstarken Tigres gewechselt. 

Nicht zustande kam dagegen im Sommer der geplante Transfer von Ex-FC-Torjäger Lukas Podolski (36) nach Mexiko.

Über Wochen hoffte Querétaro FC, Ex-Klub von Ronaldinho (41), auf die Verpflichtung des kölschen Lieblings. Unter anderem wegen seines Engagements bei RTL entschied sich Poldi letztlich aber gegen den Wechsel nach Übersee und für Heimatklub Górnik Zabrze als womöglich letzte Karriere-Station.

Für Meré ist América der dritte Klub seiner inzwischen sechseinhalb Jahre andauernden Profi-Laufbahn. Mit Heimspielen in luftiger Höhe von 2200 Metern über dem Meeresspiegel und vereinzelten Auswärtsspielen zur ungewohnten Anstoßzeit um 12 Uhr mittags sind neue Herausforderungen dabei garantiert.

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