„Telefon läuft heiß“ Baumgart bestätigt Chabot-Interesse – FC-Kandidat will nach Deutschland

Julian Chabot spielt für Sampdoria Genua gegen Cagliari Calcio.

In der Luft kaum zu bezwingen: Abwehr-Riese Julian Chabot, hier am 6. Januar 2022 für Sampdoria Genua gegen Cagliari Calcio im Einsatz, könnte zum 1. FC Köln wechseln.

Steffen Baumgart bestätigt, dass der 1. FC Köln ein Auge auf Julian Chabot geworfen hat. Der Trainer sieht aber keinen Zeitdruck. Warum Chabot zum FC passen könnte.

Während Jorge Meré (24) in Mexiko-Stadt die finalen Details für seinen Wechsel zu Club América klärt, brodelt beim FC die Gerüchteküche: Sampdoria Genuas Julian Chabot (23) gilt als Top-Kandidat bei Kölns Verteidiger-Suche. Und das Interesse beruht auf Gegenseitigkeit!

Cheftrainer Steffen Baumgart (50) sagt vor dem Pokal-Duell mit dem Hamburger SV (Dienstag, 18. Januar 2022): „Wir suchen auf der Innenverteidiger-Position und er ist einer, mit dem wir uns beschäftigen. Aber nicht der einzige. Das Telefon bei den Verantwortlichen läuft heiß, weil unsere Situation bekannt ist. Es gibt zwei, drei mögliche Kandidaten. Dass er dazugehört, kann ich gerne bestätigen.“

Der in Hanau geborene Chabot ist 1,95 Meter riesig, wurde in der Nachwuchsabteilung von Eintracht Frankfurt ausgebildet und wechselte in der U17 zu RB Leipzig. Der Profi-Durchbruch blieb dem langjährigen U-Nationalspieler bei den Sachsen allerdings verwehrt.

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Julian Chabot: Über die Niederlande nach Italien

Über Sparta Rotterdam (2017/18) und den FC Groningen (2018/19) landete er schließlich in der Serie A. Genua zahlte 3,7 Millionen Euro Ablöse für Chabot, der in seinem ersten Italien-Jahr aber nur achtmal zum Einsatz kam. Deswegen verlieh ihn Sampdoria vergangene Saison an Liga-Konkurrent Spezia Calcio, wo er sich einen Stammplatz schnappte.

Nach seiner Genua-Rückkehr blieb Chabot erneut vermehrt die Zuschauerrolle: Vier Startelf-Einsätze (und 483 Minuten) stehen in seiner Saisonbilanz, davon zwei zu Beginn des neuen Jahres – bevor der 23-Jährige am vergangenen Wochenende gelbgesperrt fehlte.

Jetzt will er am liebsten zurück nach Deutschland! Dass Chabot für einen Transfer in die Bundesliga offen wäre, ließ er bereits im Sommer durchblicken: „Wenn man aus Deutschland kommt, ist ein Wechsel zurück ins Heimatland immer ein Thema. Egal, wo man spielt. Natürlich würde sich dann auch die Familie freuen, weil ich jetzt seit vier Jahren im Ausland bin“, sagte er im Juli im Interview auf „Transfermarkt.de“.

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Julian Chabot: Viele Interessenten und Trainerwechsel in Genua

Trägt Chabot also bald den Geißbock auf der Brust? Der FC ist nicht der einzige Klub, der Interesse an ihm signalisiert. Auch Serie-A-Schlusslicht US Salernitana sowie die beiden französischen Erstligisten AS Saint-Étienne und Racing Straßburg sollen sich in Genua nach dem Abwehr-Riesen erkundigt haben. Hinzu kommt, dass die Karten bei Sampdoria neu gemischt werden: Trainer Roberto D’Aversa (46) wurde nach der 1:2-Niederlage gegen Torino am Samstag gefeuert.

Viel Konkurrenz für den FC, doch Köln hat beim gebürtigen Hessen die Nase vorne! Von den Zahlen her haut alles hin: Chabots Vertrag in Genua läuft bis 2024, damit ist die Wunsch-Konstellation des FC – Leihe plus Kaufoption – möglich. Laut „Gazzetta dello Sport“ passt der Innenverteidiger auch in Kölns Gehaltsgefüge. Er soll in Genua weniger verdienen als die rund 750.000 Euro Jahreslohn, die als Obergrenze für eine Abwehr-Verstärkung gelten. Und: Anders als Timo Hübers (25) und Luca Kilian (22) ist Chabot Linksfuß.

Baumgart bleibt noch entspannt, drückt nicht auf die Transfer-Tube: „Es gibt keinen Zeitdruck. Wir haben bis Ende Januar Zeit, da gibt's nicht heute oder morgen eine Entscheidung. Wir wollen die richtige Entscheidung treffen. Es wäre schön, wenn Ende Januar jemand da ist, sonst haben wir ein Problem.“

Schließlich hat Köln vor Meré mit Rafael Czichos (31, Chicago Fire) und Sava Cestic (20, HNK Rijeka) bereits zwei weitere Innenverteidiger ziehen lassen.

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