FC-Stars fit für Augsburg?Hector-Hoffnung & Uth-Bangen – warum Baumgart seinen Kapitän braucht

Jonas Hector trainiert beim 1. FC Köln.

Jonas Hector hat sich am Montag (6. Dezember 2021) im Mannschaftstraining des 1. FC Köln zurückgemeldet.

Jonas Hector ist zurück im Mannschaftstraining des 1. FC Köln, auf Mark Uth muss Steffen Baumgart dagegen weiterhin warten. Gegen Augsburg erwartet der FC-Trainer den nächsten harten Fight.

von Martin Zenge (mze)

Hector-Hoffnung für Augsburg! Kölns Kapitän ist vor dem Heimspiel gegen den Tabellen-Sechzehnten (Freitag, 10. Dezember, 20.30 Uhr, DAZN) wieder an Bord.

Montagnachmittag trainierte Hector erstmals nach seiner Oberschenkelverletzung aus dem Derby-Sieg gegen Gladbach (4:1) wieder mit seinen Teamkollegen. Steffen Baumgart (49) sieht ihn auf einem „sehr, sehr guten Weg“.

Steffen Baumgart: 1. FC Köln hat auch schon mit Jonas Hector verloren

Bielefeld (1:1) war das nächste Kapitel der Horror-Serie ohne Hector: Das 40. Bundesliga-Spiel, das der Kapitän seit seinem Debüt verpasste – nur sechs davon gewann Köln.

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Baumgart ist überhaupt kein Statistik-Freund, sagt: „Der FC hat auch schon mit Jonas verloren. Auch mit ihm haben wir noch kein Auswärtsspiel gewonnen, bevor diese Statistik wieder kommt. Wir finden hier immer was, was nicht läuft. Ich glaube nicht unbedingt, dass wir mit Jonas in Bielefeld gewonnen hätten.“

Aber auch der Köln-Trainer weiß um den Hector-Faktor: „Jonas macht viel aus, was manchmal gar nicht zu erkennen ist. Er bringt Sicherheit und Ruhe rein, hat in gewissen Situation einfach die Lösung. Jonas zeichnet viel aus, was man nicht lernen kann. Deswegen ist er für uns insgesamt so wichtig.“

Steffen Baumgart: Abwarten bei Mark Uth

Vize-Kapitän Rafael Czichos (31) sagt: „Dass uns ein Spieler wie Jonas fehlt, darüber brauchen wir nicht reden. Natürlich hoffen wir, dass er jetzt wieder dazustößt.“

Vertreter Benno Schmitz (27) löste seine Aufgabe als Linksverteidiger zwar solide, verhinderte mit einer Rettungstat nach einem Eckball zunächst den Bielefelder Ausgleich – doch auf der rechten Seite, wo Kingsley Schindler (28) große Probleme hatte, kann der „kölsche Cafu“ seine Stärken weitaus besser ausspielen.

„Benno hat es in der zweiten Halbzeit gut gemacht, auch wenn die Halbzeit für uns nicht gut war“, meint Baumgart, stellt aber klar: „Jonas ist momentan der einzige stabile Linksverteidiger, den wir haben.“ Die Alternativen heißen Jannes Horn (24), der monatelang verletzt zuschauen musste, und Noah Katterbach (20), der aktuell nur in der Regionalliga randarf.

Bangen muss Baumgart weiterhin um den erkälteten Mark Uth (30), der am Montag erneut fehlte: „Da müssen wir abwarten. Mit einer Erkältung muss man vorsichtig sein und gucken, wie der Kreislauf reagiert. Ich gehe davon aus, dass er so schnell wie möglich wieder da ist, ich will nur nicht sagen heute oder morgen. Gestern haben wir telefoniert, da ging‘s ihm besser.“

Steffen Baumgart: „Auf des Messers Schneide“

Damit kann der Köln-Coach auch wieder auf mehr Offensiv-Power hoffen. In Bielefeld lief vorne kaum etwas zusammen, da hätte Uth mit seiner fußballerischen Klasse für frischen Wind sorgen können. Gegen Gladbach kam er von der Bank und schoss den FC mit seinem 2:1 auf die Siegerstraße – solche Akzente fehlten auf der Alm.

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Wobei Baumgart mit zwei Tagen Abstand sagt: „Ich habe zwar enttäuscht reagiert, aber wenn ich mir das Spiel angucke, war es nicht so schlecht, wie überall steht – nur weil wir Kritik geübt haben. Aber wir können und müssen es besser machen. Am Wochenende haben wir einfach nicht die richtigen Lösungen gefunden.“

Das soll sich am Freitagabend gegen Augsburg ändern! Baumgart erwartet „ein genauso intensives Spiel, eine Mannschaft, die den Abstiegskampf komplett annimmt.“ Der Trainer prognostiziert: „Das wird wieder ein harter Fight auf des Messers Schneide. Ich hoffe, dass wir das bessere Ende bei uns haben.“ Mit Hector steigen die Chancen.