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Frank Buschmann Sky-Reporter spricht über großes FC-„Pfund“ und ordnet Selke-Transfer ein

Frank Buschmann guckt nachdenklich.

Frank Buschmann im Rahmen des FC-Heimspiels gegen Werder Bremen am 21. Januar 2023.

Oberstes Ziel Klassenerhalt oder geht doch mehr für den 1. FC Köln. Kommentator Frank Buschmann fand im Gespräch mit EXPRESS.de gewohnt klare Antworten.

Wo steht der 1. FC Köln in den Anfängen des neuen Fußball-Jahres? Sport-Kommentator Frank Buschmann (57) ist nicht dafür bekannt, mit seiner Meinung hinter dem Berg zu halten.

Wie der 57-Jährige die Entwicklung beim FC bewertet, um was es für den FC in der Saison geht und wie er die Entwicklungen des Fußballs bewertet, verriet er EXPRESS.de.

Frank Buschmann verteilt Sonderlob an Steffen Baumgart

 „Von ganz große Dingen träumen, würde ich in dieser Saison beim 1. FC Köln nicht. Klassenerhalt ist das Ziel, wenn am Ende ein bisschen mehr rausspringt, ist das auch okay“, sagte Buschmann am Rande des 7:1-Siegs des 1. FC Köln gegen Werder Bremen, den er im Rahmen der Aktion „Next Generation“ bei Sky kommentierte.

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Entgegen der Wünsche vieler Fans prognostiziert Buschmann dem 1. FC Köln eine eher schwierige Rest-Saison, weiß aber ganz genau, wer es richten kann: „Ich glaube, das Pfund des 1. FC Köln ist Steffen Baumgart. Das ist auch der Grund, weshalb ich glaube, dass der FC die Klasse halten wird. Jetzt werden manche FC-Fans ganz böse mit den Augen rollen, aber um nichts anderes geht es für den 1. FC Köln meiner Meinung nach.“

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Warum der 1. FC Köln trotz der Qualitäten von Trainer Steffen Baumgart (51) in dieser Saison nicht weiter oben angreifen kann, ist für „Buschi“ klar: „Wenn ich mir den Kader und den Etat des 1. FC Köln angucke, dann ist das keine Mannschaft, wo ich sage, die muss zwingend in den internationalen Wettbewerb kommen.“

Offensiv-Neuzugang Davie Selke (28) sieht der Sport-Kommentator entgegen vieler Fan-Reaktionen, die entweder sehr positiv oder äußerst negativ ausfielen, neutral: „Ob Davie Selke da jetzt der Heilsbringer ist und die Gelegenheiten, die man sich regelmäßig erspielt, dann auch wirklich macht, das kann ich noch nicht sagen.“

„Buschi“ beendet Sky-Karriere: „Habe Probleme mit dem Fußball“

Buschmann hört zum Ende der Saison als Sky-Kommentator auf, möchte sich aus dem Fußball-Geschäft zurückziehen und sich auf andere Projekte konzentrieren: „Ich bin noch kein Opa und ich höre auch nicht im Fernsehen auf, aber ich habe so ein bisschen meine Probleme mit dem Fußball, so wie er sich im Moment darstellt.“

Der Mann mit der nicht nur dem Sport-Publikum seit Jahren vertrauten Stimme kritisierte in der Vergangenheit bereits die Produktionsstandards der heutigen Live-Übertragungen: „Wie viel Echtheit ist noch möglich? Wohin entwickelt sich der Sport generell? Wer möchte worauf Einfluss nehmen? Wir erleben derzeit eine unfassbar langweilige Gleichmacherei. Es lässt sich teilweise kaum noch unterscheiden, wer überhaupt gerade am Mikrofon sitzt“, sagte Buschmann damals im Gespräch mit dwdl.de.

Umso schöner war für den zweifachen Vater daher die Aktion „Next Generation“ von TV-Sender Sky: „Für mich hat das mit einer normalen Bundesliga-Übertragung nur sehr begrenzt etwas zu tun. Das habe ich aber auch schon tausende Male gemacht. Das mit den Kindern mache ich heute zum zweiten Mal. Das ist mit einer normalen Reportage nicht zu vergleichen.“

Buschmann kommentierte gemeinsam mit den Kindern Lukas (12) und Julian (10) den 7:1-Erfolg des 1. FC Köln gegen Werder Bremen. Sky bot ein gesondertes Programm mit extra Inhalten für die junge Zielgruppe an. EXPRESS.de begleitete die Aktion während des Spiels im Rhein-Energie-Stadion.

In Bezug auf die junge Zielgruppe haben Fußball, Sport und Medien die Entwicklungen erst spät erkannt, so Buschmann: „Gerade mit den Möglichkeiten, die heute da sind, wundert es mich schon sehr, dass das jetzt erst passiert, dass man grafisch und inhaltlich ein bisschen anders agiert“, sagt Buschmann und ordnet gleich ein: „Allerdings ersetzt solch eine Aktion nicht die normale Bundesliga-Übertragung.“

„Das kostet natürlich auch eine ganze Menge Geld. Es muss auch von der Liga und den Vereinen getragen werden, den Kindern mehr zu ermöglichen, als es die Sportjournalisten mittlerweile dürfen. Normalerweise kriegst du als Reporter ja die Motten, weil jeder Mediendirektor meint, er wäre King of Currywurst. Da frage ich mich immer, wer bist du und warum sagst du, der Trainer will nicht sprechen“, so die Meinung des 57-Jährigen.

Für die Zukunft äußerte Buschmann, der an der Deutschen Sporthochschule in Köln studierte, noch einen Wunsch: „Ich fände es schön, wenn das, was hier passiert, für die Vereine nicht nur dazu dient, ihr Image ein bisschen aufzubessern. Sondern, dass sie erkennen, dass das wirklich eine tolle Sache für Kinder und Jugendliche ist und das wirklich ernst gemeint ist. Deshalb bin ich übrigens hier, nicht, weil ich einen Haufen voll Kohle kriege.“

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