FC-Kommentar Träumen ist Silber, Ergebnisse sind Gold – Baumgart und die „gewissen Sachen“

Der 1. FC Köln jubelt gegen Hertha BSC.

Der 1. FC Köln jubelte am 9. Januar 2022 über einen 3:1-Sieg bei Hertha BSC.

3:1 bei Hertha BSC, der 1. FC Köln hat einen Traumstart ins neue Jahr hingelegt, bewegt sich als Tabellensechster in ungeahnten Höhen. Der EXPRESS.de-Kommentar zum Rückrunden-Auftakt.

Der 1. FC Köln schwimmt auf einer Erfolgswelle in die Rückrunde, mischt weiter die Bundesliga auf. Platz sechs im Januar – wer hätte das dieser Mannschaft schon zugetraut? Vom Trainer mal abgesehen…

Steffen Baumgart macht nie ein Geheimnis daraus, dass er den maximalen Erfolg anstrebt, hebt aber trotz Kölns Höhenflug in der Tabelle nicht ab: „Wenn die Ergebnisse so bleiben, werden wir gewisse Sachen nicht aufhalten. Aber wir werden nicht darüber reden, das kommt von alleine.“

Mit „gewissen Sachen“ meint er wohl die Träume vom nächsten Europa-Wunder nach 2017. Die will er niemandem verbieten, das FC-Motto lautet allerdings: Träumen ist Silber, Schweigen und vor allem Ergebnisse sind Gold.

1. FC Köln liefert keinen Grund, nicht zu träumen

Köln richtet den Fokus auf das Wesentliche, zehn Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone sind viel entscheidender als zwei Rückstand auf die Champions-League-Ränge. Noch zu präsent ist die Absturz-Angst aus dem vergangenen Mai, als der FC auf dem besten Wege in die 2. Bundesliga war. Und zu eng ist die Tabellen-Konstellation, auch nach drei Siegen in Serie.

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Wer dennoch träumen möchte, hat jegliches Recht dazu – Baumgart und seine Mannschaft haben sich das sogar verdient und liefern keinen Grund, es nicht zu tun. Wer nach 18 Spieltagen Tabellen-Sechster ist, hat diese Top-Position nicht aus Zufall oder Glück inne, sondern absolut verdient.

Es gab in den vergangenen Monaten immer wieder Hindernisse, die den FC aus der Bahn hätten werfen können. Sei es der lange Ausfall von Ellyes Skhiri, der bis zu seiner Verletzung Kölns bester Spieler war, oder nun der Abgang von Vize-Kapitän Rafael Czichos.

Bislang trotzt der FC sämtlichen Widrigkeiten, funktioniert als Kollektiv noch besser als 2017. Deswegen gehört die Mannschaft Stand jetzt genau dorthin, wo sie steht. Das heißt natürlich längst nicht, dass Köln auch im Mai in diesen Sphären schwebt. Doch allein die Gelegenheit, mal wieder träumen zu dürfen, ist ein Geschenk.

Zumal es nicht so wirkt, als würde im und um den Klub jemand vergessen, dass bereits Baumgarts Saison-Ziel, Platz zwölf, ein riesiger Erfolg wäre. Und mal schauen, ob der Trainer nicht doch über „gewisse Sachen“ redet, falls die magische 40-Punkte-Marke früh genug geknackt wird. Spätestens dann dürfte auch Baumgart träumen.

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