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Gewalt auf Kölner Partymeile Streit eskaliert: 18-Jähriger stirbt im Krankenhaus 

Ticker-Protokoll von 1978 5:0 und 12:0 – FC holt Double nach Wettschießen mit Gladbach

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Heinz Flohe und Hannes Löhr feiern das Double in Köln.

Köln/Düsseldorf/Hamburg – Was für eine Konstellation vor dem letzten Spieltag der Bundesligasaison 1977/78.

Nach dem Triumph am 15. April 1978 wollte der 1. FC Köln genau 14 Tage später das Double perfekt machen. Das DFB-Pokal-Finale gewann die Mannschaft von FC-Trainer Hennes Weisweiler (damals 58) mit 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf. Die Ausgangslage könnte nicht spannender sein.

1. FC Köln Tabellenführer – Borussia Mönchengladbach Zweiter

Der 1. FC Köln war nach 33 Spielen Tabellenführer, Borussia Mönchengladbach Zweiter. Beide Teams waren mit 46:20 punktgleich. Allerdings hatte der FC ein wesentlich besseres Torverhältnis.

Am letzten Spieltag reichte den Fohlen ein einfacher Sieg also nicht, wenn der 1. FC Köln, der eine um zehn Tore bessere Tordifferenz hatte, ebenfalls das letzte Spiel gewinnen sollte.

Lesen Sie hier: Fans haben gewählt – das ist die Kölner Jubiläums-Elf.

Trainer Udo Lattek (damals 43) musste mit seinen Gladbachern schon einen Rekordsieg einfahren – die bisherige Bestmarke aus 14 Jahren Bundesliga hielten sie aber auch. 11:0 gewannen sie 1967 gegen den FC Schalke 04.

Die Paarungen für den letzten Spieltag

Der 1. FC Köln musste im Hamburger Volksparkstadion gegen den bereits abgestiegenen FC St. Pauli ran.

Borussia Mönchengladbach spielte im Düsseldorfer Rheinstadion gegen den Tabellenelften Borussia Dortmund mit Trainer Otto Rehhagel (damals 40).

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Der Fußball-Leckerbissen wurde nicht live im TV übertragen. Stattdessen fieberten die Fans vor dem Radio mit.

EXPRESS versetzt Sie zurück in die Zeit, in der die Fußballer noch verdammt kurze Hose trugen und die Haare umso länger waren… Das Ticker-Protokoll zum Nachlesen:

17.34 Uhr: Die Zuhörer vor den Radiogeräten haben abgeschaltet, und wir verabschieden uns nun auch von Ihnen mit den Glückwünschen an den 1. FC Köln zur dritten deutschen Meisterschaft. DER EXPRESS wird morgen titeln: „Traumsieg für Gladbach, aber: Köln ist Meister! Köln steht kopf!”

Hier können Sie die Ausgabe vom 30. April 1978 in einer Sonderedition exklusiv im EXPRESS-Shop bestellen.

17.33 Uhr: Unschöne Szene am Spielfeldrand. FC-Anhänger klettern über den Stadionzaun. Sie wollen mit ihren Meister-Helden feiern. Polizeibeamte setzen Hunde ein. Ein Fan wird in den Fuß gebissen.

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Nach dem Triumph: FC-Fans versuchen den Platz zu stürmen. Ein Zuschauer wird von einem Polizeihund gebissen.

17.32 Uhr: Glückwünsche erreichen den FC auch aus Mönchengladbach. „Im Großen und Ganzen gesehen haben es die Kölner verdient“, sagt Berti Vogts, der nun als Kapitän mit der Nationalmannschaft zur WM nach Argentinien fliegt, wo die Herren von Trainer Helmut Schön ihren Weltmeistertitel von 1974 erfolgreich verteidigen wollen.

17.31 Uhr: Für den UEFA-Pokal qualifizieren sich Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC, der VfB Stuttgart und der MSV Duisburg. 

17.30 Uhr: Da Köln das Double geschafft hat ist Vize-Pokalsieger Fortuna Düsseldorf im Europapokal der Pokalsieger startberechtigt. 

17.29 Uhr: Am Abend wird im Crest-Hotel gefeiert und am Sonntag erwartet die Kölner ein rauschender Empfang in der Domstadt.

17.28 Uhr: Der einzige, der sich im Stadion nicht freuen kann, ist Bayern-München-Boss Wilhelm Neudecker, der im Auftrag des DFB dem neuen Meister gratulieren und ihm Blumen überreichen muss: „Die lassen mich hier im Regen stehen. Das ist doch das reinste Chaos“, schimpft er.

17.27 Uhr: Selbst Zeugwart Hans Tönnes (64) ist aus dem Häuschen: „Dass ich das noch erleben darf.“

17.26 Uhr: Weisweiler: „Ich bin zu sehr überwältigt von unserem Sieg und freue mich aus ganzem Herzen, dass meine sympathischen Jungs den Titel geholt haben.“

17.25 Uhr: Im Mittelpunkt des Jubels stehen natürlich Trainer Hennes Weisweiler und seine Assistenten Hannes Löhr und Rolf Herings. 

17.24 Uhr: Kein Mensch scheint den strömenden Regen zu spüren, FC-Präsident Peter Weiand steht wie ein kleiner Fußballjunge vor dem Mikrofon und schreit dreimal aus vollem Hals: „Hipp, Hipp, Hurra!“

17.23 Uhr: Roland Gerber ist vollkommen entgeistert: „Deutscher Meister, ist das ein tolles Gefühl!“

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Trainer Hennes Weisweiler, Rolf Herings (l.) und Hannes Löhr im Moment des Erfolgs.

17.22 Uhr: „Wir haben es geschafft. Das ist einmalig. Das ist unglaublich“, ruft Cullmann, der Torschütze zum 4:0.

17.21 Uhr: Bernd Cullmann hüpft immer wieder auf der Stelle in die Höhe und man kann nicht mehr unterscheiden, ob es Regentropfen oder Freudentränen sind, die über sein Gesicht laufen.

17.20 Uhr: „Wir sind Meister, endlich sind wir Meister“, jubelt Supertorwart Toni Schumacher und umarmt immer wieder seine Mitspieler.

17.19 Uhr: Wahnsinn! Der 1. FC Köln hat es geschafft! Strömender Regen in Hamburger Volksparkstadion, aber die FC-Spieler fühlen sich wie unter südlicher Sonne.

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Meister-Jubel auf der Ehrenrunde im Volksparkstadion: Harald Konopka (l.), Heinz Flohe (Mitte) und Heinz Simmet – begleitet werden die Spieler von einigen FC-Fans.

17.18 Uhr: Dafür haben sie einen neuen Bundesliga-Rekordsieg eingefahren. Den Rekord dürften sie eine Weile innehaben…

17.17 Uhr: Die Gladbacher können es nicht fassen. 12:0 gewonnen – und trotzdem nicht Meister.

17.16 Uhr: 12:0 für Gladbach! Christian Kulik tänzelt durch die BVB-Abwehr – Tor! Rekordsieg! Doch es reicht nicht zum Wunder. 

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Endstand: Borussia Mönchengladbach gewinnt 12:0 gegen den BVB. Genau 12 Tore passen auf die Anzeigentafel.

17.16 Uhr: Das Spiel in Hamburg ist aus! Köln besiegt St. Pauli mit 5:0. Die dritte Meisterschaft ist perfekt!

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Karneval in Hamburg! Knapp 12.000 mitgereiste FC-Anhänger feiern im Volksparkstadion.

17.15 Uhr: Auswechslung beim 1. FC Köln: Vorstopper Gerhard Strack hat sich verletzt. Das sieht nicht gut aus. Wahrscheinlich eine Muskelverletzung. Er humpelt vom Feld. Es kommt Herbert Hein.

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Heinz Flohe und Heinz Simmet (re.) stützen den verletzten FC-Vorstopper Gerd Strack.

17.13 Uhr: 11:0 für Gladbach! Der 24-jährige Ewald Lienen lässt es wieder klingeln. Was für ein Debakel für BVB-Trainer Otto Rehhagel. Der Bundesliga-Rekord für den höchsten Sieg ist eingestellt!

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Kurz vor dieser Szene wurde Ewald Lienen (l.) eingewechselt – er trifft für die Fohlen zum 11:0.

17.12 Uhr: 5:0 für den FC! Wieder Yasuhiko Okudera – ein sagenhafter Flugkopfball. Der kölsche Japaner zischt wie ein Düsenjet quer durch die Luft.

17.11 Uhr: Fest steht schon jetzt: Der FC Bayern von Trainer Gyula Lorant, der zuletzt vor vier Jahren Meister wurde, beendet die Saison auf Platz 12.

17.09 Uhr: 4:0 für den FC! Nach einem perfekten Solo schiebt Bernd Cullmann zum 4:0 für den FC ein. Das dürfte es jetzt gewesen sein!

17.07 Uhr: Und was passiert so auf den anderen Plätzen? Bayern München droht ein Debakel in Kaiserslautern, dort steht es 5:0 für Lautern. Klaus Toppmöller traf dreimal. 

17.06 Uhr: Auswechslung beim 1. FC Köln: Heinz Simmet kommt für den angeschlagenen Heinz Flohe.

17.05 Uhr: FC-Star Heinz Flohe verletzt sich am eigenen Strafraum bei einer Rettungsaktion.

17.04 Uhr: Auswechslung bei Borussia Mönchengladbach: Allan Simonsen verlässt den Platz. Für den Dänen kommt Ewald Lienen.

17.03 Uhr: 10:0 für Gladbach! BVB-Torwart Peter Endrulat lässt abklatschen – Jupp Heynckes drischt den Ball ins Tor. Es ist sein 220. Bundesliga-Tor, nur Gerd Müller hat mehr Tore erzielt.

17 Uhr: Die Kölner stehen seit dem 13. Spieltag unentwegt an der Tabellenspitze. Die Gladbacher als amtierender Meister standen in dieser Spielzeit gar nicht oben, der FC Bayern München ebenso wie der 1. FC Kaiserslautern einmal, Fortuna Düsseldorf zweimal und der FC Schalke 04 sechsmal.

16.59 Uhr: Sagenhaft, was die Kölner hier in Hamburg für eine Moral zeigen. Sie wollen den Gladbachern die vierte Meisterschaft in Folge partout nicht überlassen.

16.55 Uhr: 3:0 für den FC! Jetzt geht es Schlag auf Schlag! Heinz Flohe erlöst die FC-Fans in der 69. Spielminute. Mit einem gewaltigen platzierten Schuss aus gut 20 Metern erhöht er auf 3:0. 

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Heinz Flohe trifft doppelt und hat allen Grund zum Jubeln.

16.53 Uhr: Übrigens schon vor dem Anpfiff war klar: Flügelflitzer Kalle Del’Haye (22) hat bereits einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag bei der Borussia unterschrieben.

16.52 Uhr: 9:0 für Gladbach! Nach einem Eckball – Kalle Del’Haye trifft. Gladbach fehlen aktuell noch drei Tore. Ein 12:0-Sieg würde zur Meisterschaft reichen, wenn der FC nicht noch nachlegt.

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Kalle Del’Haye trifft für Borussia Mönchengladbach und jubelt.

16.48 Uhr: Borussia-Trainer Udo Lattek (43) wird immer nervöser auf der Bank.

16.47 Uhr: 8:0 für Gladbach! Gladbach gibt nicht auf. Carsten Nielsen schlägt zum zweiten Mal zu und knallt den Ball mit links ins Tor. Der BVB-Torwart Peter Endrulat kann einem wirklich leid tun.

16.46 Uhr: 2:0 für den FC! Postwendend kontert der 1. FC Köln. Yasuhiko Okudera köpft den Ball mit dem Hinterkopf in die Maschen. Jubel bei den FC-Fans in Hamburg.

16.45 Uhr: 7:0 für Gladbach! Jetzt nur noch vier – Jupp Heynckes trifft wenige Tage vor seinem 33. Geburtstag zum dritten Mal. Wieder mit dem Kopf. Bei seiner Spielintelligenz würden wir vermuten, dass er nach seiner aktiven Karriere einen ganz passablen Trainer abgeben könnte.

16.43 Uhr: Gespannt schauen wir noch auf die Endspiele in den Europapokal-Wettbewerben. In drei Tagen treffen im Pariser Prinzenpark der RSC Anderlecht und Austria Wien im Finale des Europapokals der Pokalsieger aufeinander, in dem der FC in der ersten Runde am FC Porto gescheitert war. In zehn Tagen steht das Finale des Europapokals der Landesmeister zwischen dem FC Liverpool und dem FC Brügge an. Tags zuvor empfängt die PSV Eindhoven nach dem 0:0 im Hinspiel beim SEC Bastia die Franzosen zum Rückspiel. 

16.42 Uhr: Die Konstellation in Italien ist die gleiche, da ist Juventus Turin der Titel nur noch theoretisch zu nehmen.

16.40 Uhr: In Spanien steht Real Madrid kurz vor der Meisterschaft bei nur noch zwei Spielen und vier Punkten Vorsprung.

16.39 Uhr: In England ist der letzte Spieltag nicht so spannend: Nottingham Forest hat sich als Aufsteiger (!) bereits zum Champion gekürt. 

16.36 Uhr: Die Gladbacher könnten als erste Mannschaft zum vierten Mal in Folge Deutscher Meister werden – so etwas hat es noch nie gegeben.

16.34 Uhr: Siehe da, die ersten St.-Pauli-Fans verbrüdern sich mit den FC-Anhängern. Aus dem Block der Hamburger hört man die ersten Anfeuerungsrufe für die Kölner. 

16.31 Uhr: Weiter geht’s, die zweite Halbzeit ist angepfiffen.

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Der Pechvogel des Spiels: Dortmunds Torwart Peter Endrulat. Auch diesen Ball kann er nicht sicher festhalten.

16.26 Uhr: Hertha BSC, hinter dem FC und Gladbach Tabellendritter, führt 1:0 gegen den Hamburger SV.

16.22 Uhr: Zwischenstände von den anderen Plätzen: Fortuna Düsseldorf führt in Bochum 1:0, Kaiserslautern gegen Bayern 2:0.

16.19 Uhr: Die Kölner führen 1:0. Trainer Hennes Weisweiler (58), der die Gladbacher noch vor wenigen Jahren zu ihren ersten Meisterschaften geführt hat, kann also relativ entspannt sein. 

16.17 Uhr: Den Gladbachern fehlen aktuell noch fünf Tore zum Meistertitel. 

16.16 Uhr: Borussia Mönchengladbach führt zur Halbzeit mit 6:0.

16.12 Uhr: Auch wenn St. Pauli bereits abgestiegen ist, im Vorfeld verlegte der Klub das Spiel vom Millerntor ins größere Volksparkstadion. Gut für die vielen mitgereisten FC-Fans.

16.10 Uhr: Die Gladbacher spielen übrigens in Düsseldorf, weil der Bökelberg in Mönchengladbach gerade umgebaut wird.

16.08 Uhr: 6:0 für Gladbach! Das halbe Dutzend ist voll. Herbert „Hacki“ Wimmer erhöht noch vor der Halbzeit auf 6:0. Den Gladbachern fehlen noch fünf Tore zum Titel.

16.05 Uhr: Wahnsinns-Stimmung hier in Düsseldorf. 38.000 Zuschauer sind im Rheinstadion. Die Gladbach-Fans sind aus dem Häuschen. Die BVB-Fans sind am Boden.

16.02 Uhr: 5:0 für Gladbach! Die Gladbacher lassen sich von der Führung der Kölner nicht schrecken. Heynckes grätscht in den Ball und macht das fünfte Tor.

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Der Gladbacher Jupp Heynckes grätscht in den Ball und macht das 5:0.

16 Uhr: Die Gladbacher tragen übrigens weiße Trikots, Hosen und Stutzen von Puma, seit nunmehr 16 Jahren treuer Partner der Borussen.

15.59 Uhr: Damit wäre Köln erstmals seit 1964 wieder und zum dritten Mal Deutscher Meister.

15.58 Uhr: 1:0 für den FC! Aufatmen in Köln dank Heinz Flohe. Der Kapitän markiert das 1:0. Was für ein Hammer aus 16 Metern. 

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FC-Star Heinz Flohe trifft zum 1:0 für die Kölner. St.-Pauli-Keeper Jürgen Rynio hat keine Chance.

15.55 Uhr: Die Gladbacher spielen übrigens in weißen Trikots und weißen Hosen. Dortmund in gelb-schwarz.

15.54 Uhr: Faßbender kontert Brumme: „Na hören Sie mal, wir wohnen doch beide in Köln.“

15.53 Uhr: Kurt Brumme im Radio: „Wenn die so weitermachen, werden die mit 18:0 noch Meister.“ 

15.52 Uhr: 4:0 für Gladbach! Kalle Del‘ Haye dribbelt sich durch die Dortmunder Abwehr und trifft! 

15.49 Uhr: Der Kampf um den Klassenerhalt ist übrigens längst entschieden: 1860 München, der 1. FC Saarbrücken und FC St. Pauli stehen schon seit geraumer Zeit als Absteiger fest.

15.47: Die Kulisse in Hamburg ist ziemlich dürftig. Gerade mal 25.000 Zuschauer sind im Volksparkstadion beim Spiel St. Pauli gegen den 1. FC Köln. Und immer noch steht es hier 0:0.

15.45 Uhr: In der Torjägerliste liegen Gerd und Dieter Müller aktuell mit 24 Treffern gleichauf, Heynckes hat momentan 15 Tore erzielt.

15.43 Uhr: 3:0 für Gladbach! Carsten Nielsen mit dem Kopf – nach Flanke von Kalle Del‘ Haye. Die Kölner werden im Hamburger Volksparkstadion nervös.

15.42 Uhr: 2:0 für Gladbach! Wieder Jupp Heynckes. Er ist wie entfesselt. Faßbender: „Wenn der Jupp so weitermacht, reißt er den beiden Müller die Krone des Torschützenkönigs vom Kopf.“

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Der Gladbacher Carsten Nielsen (l.) im Duell mit dem Dortmunder Herbert Meyer

15.40 Uhr: Köln spielt übrigens in roten adidas-Trikots mit weißem Kragen und roten Hosen.

15.36 Uhr: Sie ahnen nicht, was heute Morgen rund um das Volksparkstadion und in Hamburg los war. Vor der Stadt gab es einen 40 Kilometer langen Stau. Viele FC-Fans sind mit dem Auto gekommen.

15.34 Uhr: Was für ein mieses Wetter… Weder in Düsseldorf noch in Hamburg scheint die Sonne. In Hamburg regnet es bei schmuddeligen 11 Grad.

15.33 Uhr: Die Gladbacher mussten übrigens in dieser Saison oft auf ihre Top-Torschützen Jupp Heynckes und Allan Simonsen verzichten.

15.31 Uhr: Die Zuhörer haben vor dem Radio kaum Platz genommen, da knallt es zum ersten Mal. 1:0 für Gladbach! Was für ein Start… Nach genau 29 Sekunden meldet Reporter Heribert Faßbender im Düsseldorfer Rheinstadion das erste Tor durch Jupp Heynckes. Nach einer Flanke von Herbert „Hacki“ Wimmer bringt Heynckes die Gladbacher mit einem Kopfball in Führung. Damit wäre Gladbach jetzt Meister.

15.30 Uhr: Anpfiff auf allen Plätzen… Moderator Kurt Brumme im WDR-Studio: „Es geht los, meine Damen und Herren!“

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Kurz vor dem Anpfiff: Die Spieler von Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund laufen aufs Feld. Groß im Bild: der Gladbacher Wilfried Hannes

15.27 Uhr: Am 7. Januar 1967 setzten sie sich 11:0 gegen den FC Schalke 04 durch. Ein Resultat für die Ewigkeit?

15.26 Uhr: Mit hohen Siegen kennen sich die Gladbacher aus. Der bisher höchste Sieg aus 14 Jahren Bundesliga gehört ihnen.

15.25 Uhr: Es dürfte ein Wettschießen um die Meisterschaft werden. Beide Teams sind punktgleich.

15.24 Uhr: Der Angriff hat es in sich. Kalle Del’Haye, Jupp Heynckes, Carsten Nielsen, Allan Simonsen.

15.23 Uhr: Im Mittelfeld: Wilfried Hannes, Christian Kulik, Herbert Wimmer und Horst Wohlers.

15.22 Uhr: In der Abwehr bietet Trainer Udo Lattek Berti Vogts und Hans-Jürgen Wittkamp auf.

15.21 Uhr: Auch aus dem Düsseldorfer Rheinstadion ist endlich die Aufstellung da. Borussia Mönchengladbach startet mit Wolfgang Kleff im Tor.

15.20 Uhr: Es ist die erste Bundesliga-Saison des FC ohne Spielmacher Wolfgang Overath, der im Sommer 1977 nach 409 Bundesliga-Einsätzen für den FC seine Fußballschuhe an den Nagel gehangen hat.

15.19 Uhr: Im Sturm laufen Roger von Gool und Dieter Müller auf. Van Gool war vor zwei Jahren für die horrende Summe von einer Million Mark vom FC Brügge nach Köln gewechselt. Der erste Millionen-Transfer eines Bundesligisten.

15.17 Uhr: Das Mittelfeld bilden Heinz Flohe, Herbert Neumann und Yasuhiko Okudera. 

15.16 Uhr: In der Abwehr der Kölner spielen: Bernd Cullmann, Roland Gerber, Harald Konopka, Gerhard Strack, Herbert Zimmermann.

15.14 Uhr: Im Tor des FC steht der junge Harald „Toni” Schumacher (24) – nicht zu verwechseln mit dem legendären Toni Schumacher (39), der bei der letzten Meisterschaft der Kölner im Tor stand. 

15.11 Uhr: Die Aufstellungen sind da!

15.08 Uhr: Die Gladbacher hingegen könnten heute zum vierten Mal in Serie Meister werden. Das hat es zuvor noch nie gegeben und könnte eine Marke sein, die lange, lange nicht erreicht wird.

15.05 Uhr: Für den FC wäre es der erste Titel seit einer halben Ewigkeit. Zuletzt wurde man vor 14 Jahren Meister, in der Saison 1963/64.

15 Uhr: Gewinnen beide Teams, müsste Gladbach also um zehn Tore höher gewinnen als der FC.

14.55 Uhr: Die Ausgangslage ist klar: Köln und Gladbach sind punktgleich, der FC hat die um zehn Treffer bessere Tordifferenz.

14.53 Uhr: Singende Fußballer: Eine schöne Tradition, die ganz bestimmt niemals aussterben wird.

14.51 Uhr: Deutlich fußballfreudiger präsentiert sich da die Hitliste bei den Alben. Dort liegt der 43-jährige Udo Jürgens zusammen mit den Spielern unserer Nationalmannschaft ganz vorne mit „Buenos dias Argentina”. Eine herrliche Langspielplatte! 

14.49 Uhr: Heute haben wir einen ganz besonderen Ohrwurm. Seit einer Woche ist „Rivers of Babylon” von Boney M. auf Platz eins der deutschen Single-Charts.

14.47 Uhr: Es deutet sich ein Wettschießen um die Meisterschaft zwischen dem 1. Fußball-Club Köln und dem VfL Borussia Mönchengladbach an.

14.45 Uhr: Herzlich willkommen zum 34. Bundesliga-Spieltag der Bundesliga-Saison 1977/78, liebe Sportfreunde!