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„Dicht rangerutscht“ Nach Viererpack in der Regionalliga: FC-Coach Baumgart über Schwirten

Joshua Schwirten feiert sein Tor für die U21 des 1. FC Köln gegen Alemannia Aachen.

Joshua Schwirten bejubelt seinen Treffer gegen Alemannia Aachen am 15. September 2021.

Joshua Schwirten hat am Wochenende eindrucksvoll bewiesen, was er leisten kann: Viererpack in der Regionalliga. FC-Trainer Steffen Baumgart erklärte, wie nah das Eigengewächs am Profi-Debüt für den 1. FC Köln dran ist.

Im Frühsommer 2021 formulierte Joshua Schwirten (20) im „Geißblog“-Interview ein klares Ziel: „Ich möchte beim FC den Durchbruch zu den Profis schaffen. Über die Regionalliga bei der U21 möchte ich mich weiter entwickeln und in den nächsten Jahren beim FC den Sprung in die Bundesliga schaffen.“ Da hatte das Eigengewächs des 1. FC Köln gerade seinen Vertrag bis 2023 verlängert.

Joshua Schwirten: Bei der FC-U21 eigentlich gesetzt – aber oft verletzt

Seit dieser Spielzeit ist Schwirten fester Teil der FC-U21 in der Regionalliga. Eigentlich. Denn immer wieder warfen ihn – wie auch schon zuvor in seiner jungen Karriere – Verletzungen zurück. In der Hinrunde fiel er unter anderem wochenlang mit einer Außenbandverletzung aus.

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War Schwirten fit, genoss er das volle Vertrauen der FC-Verantwortlichen um U21-Trainer Mark Zimmermann (48). Immerhin 14 Regionalliga-Einsätze konnte er so trotz der zahlreichen Unterbrechungen sammeln, kommt dabei auf sechs Tore und vier Assists. Im Herbst erlebte er auch das Youth-League-Highlight der U19 gegen den KRC Genk mit. Obendrauf debütierte er im Oktober für die deutsche U20-Nationalmannschaft.

Vollkommen ins Rampenlicht schoss sich der Youngster dann am Samstag (26. März 2022) mit seinem Viererpack beim 6:1-Sieg der U21 gegen Rot Weiss Ahlen – inklusive Fallrückzieher Marke „Tor des Monats“.

Steffen Baumgart über Schwirten-Viererpack: „Super Leistung“

Und das als zentraler Mittelfeldspieler: „Sonst gebe ich eher die Vorlagen und bin nicht so der Torschütze“, musste der 20-Jährige selbst ein wenig schmunzeln, „vier Tore sind mir früher vielleicht mal gelungen, im Herrenbereich aber noch nicht, da war es maximal ein Tor bisher. Ich bin umso glücklicher, dass es direkt vier Tore waren.“

Schwirtens Mega-Performance blieb auch Profi-Cheftrainer Steffen Baumgart (50) nicht verborgen: „Seine Leistung war super.“ Könnte Schwirten, der schon seit 2009 beim FC kickt, so nach Mathias Olesen (21) noch in dieser Saison der nächste Profi-Debütant werden und seine Ansage wahrmachen?

Schwirten-Chance auf Profi-Debüt: „Unwahrscheinlich“

Baumgart bremst und lobt zugleich: „Das ist unwahrscheinlich, sofern alle gesund sind. Aber das ist für Josh auch gar nicht das Entscheidende. Für ihn ist das Entscheidende, dass er dicht ran gerutscht ist, dass er gute Leistungen bringt.“

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Denn beim 1. FC Köln wissen alle, dass das Talent erst einmal konstant spielfit sein muss, bevor höhere Aufgaben ernsthaft infrage kommen: „Eine Woche spielen und gesund sein oder am Stück vier Wochen spielen und gesund sein – das erhöht seine Chancen. Da muss er jetzt erst mal hinkommen, dass er gesund bleibt“, erklärt Baumgart.

Hauptziel für Joshua Schwirten: „Fit bleiben und meine Spiele machen“

Schwirten selbst sieht es genauso: „Das wichtigste ist, dass ich bis Saisonende fit bleibe und meine Spiele machen kann.“ Reinschnuppern durfte der U17-Meister von 2019 vor seinem Gala-Auftritt am Wochenende auch schon bei den Profis: Beim 8:1-Testspielsieg gegen den Siegburger SV wenige Tage zuvor war Schwirten 45 Minuten mit von der Partie.

Sollte das FC-Eigengewächs tatsächlich längerfristig fit bleiben, kann er wohl zumindest in den Konkurrenzkampf bei den Profis einsteigen. Der ist allerdings groß, wie auch Baumgart betont: „Er muss ja erst mal Salih (Özcan), Flaco (Skhiri), Dejo (Ljubicic) und Matze Olesen verdrängen.“

Grandiose Empfehlungen wie am Samstag schaden dabei sicher nicht. Auch weil Ellyes Skhiri (26), dessen Vertrag 2023 ausläuft, auf Schwirtens Position im Sommer ein möglicher Verkaufskandidat ist, darf sich das FC-Eigengewächs weiter Hoffnungen auf den gewünschten Durchbruch beim FC machen – vorausgesetzt, der Körper spielt mit.

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