Sie nannten ihn „Kabänes“ Ex-FC-Kapitän schmeißt Job vorzeitig hin

Ricardo Cabanas wurde beim 1. FC Köln nicht happy. Nun schmiss er bei den „Hoppers“ hin.

Ricardo Cabanas wurde beim 1. FC Köln nicht happy. Nun schmiss er bei den „Hoppers“ hin.

Als Ricardo Cabanas beim FC sportlich nicht glücklich wurde, zog er im Juni 2007 seine Ausstiegsklausel. Nun hat er bei seinem Heimatklub Grasshopper Zürich ebenfalls frühzeitig hingeschmissen.

Zürich. Kennen Sie noch „Kabänes“?  Nach der kölschen Spirituose tauften die FC-Fans einst den aus der Schweiz mit Neu-Trainer Hanspeter Latour (74) angeheuerten Mittelfeldmann Ricardo Cabanas (42), als er in der Winterpause 2006 vom Grasshopper Club Zürich ans Geißbockheim kam.

Doch weder der sympathische „Bergdoktor“ noch sein Kapitän und selbst Shootingstar Lukas Podolski (36) konnten den 1. FC Köln schließlich vor dem buchstäblich „bitteren“ Abstieg retten.

Und dann wurde ausgerechnet das Kölner Rhein-Energie-Stadion bei der WM 2006 auch noch Schauplatz von Cabanas' persönlichem Sommerdrama, da auch er im Achtelfinale einen Strafstoß im Elferschießen vergab und die Schweiz gegen die Ukraine (0:3) rausflog.

Ricardo Cabanas kehrte als Jugendcoach zu den Hoppers zurück

Nachdem das Projekt Wiederaufstieg in der Folgesaison dann mit Christoph Daum (68) und einer wild zusammengestellten Söldner-Combo brachial gescheitert war, bekam das „Kabänes“ buchstäblich gar nicht. Der 1,73 Meter kleine Techniker mit der Nummer 15 kehrte Köln den Rücken und zu Latour und den Hoppers zurück, bei denen er 2012 seine aktive Laufbahn verletzungsbedingt beenden musste.

Latour erinnert sich gegenüber EXPRESS.de: „Ricardo kannte ich bereits, als er noch bei ‚GC‘ im Nachwuchs spielte und ich deren Trainer war. Später stießen wir auch gleichzeitig zur ersten Mannschaft.“

Umso größer war bei den Fans des Traditionsklubs dann die Freude, als bekannt wurde, dass der als medienscheu geltende, verdiente Ex-Nationalspieler (51 Länderspiele/4 Tore) und dreifache Landesmeister im März 2021 zu seinem Heimatverein zurückkehrte.

Doch wie Schweizer Medien zuletzt berichteten, wird dieses Kapitel beim Grasshopper Club überraschend früh wieder geschlossen und „Ricci“ hat hingeschmissen.

Demnach habe Cabanas, der die Jugendabteilung FooTeCo (Ausbildung der 12 bis 14-Jährigen) leitet, gekündigt, da das Geschäftsgebaren im Verein „mit seinen eigenen Werten nicht zu vereinbaren“ sei, weshalb er nun früh die Konsequenzen gezogen habe.

Ricci Cabanas klatscht Salva Gambino ab.

Ricci Cabas mit Salvatore Gambino beim 2:2 gegen Rostock im Oktober 2006.

Karriere nach der Karriere: Wird Ricci Cabanas jetzt Lehrer?

Über genauere Gründe wurde nichts bekannt. Fakt ist, dass die Struktur des Klubs nicht gerade alltäglich erscheint. Die Besitzerin des GC ist die Chinesin Jenny Wang, die freilich auch Pandemie-bedingt kaum vor Ort auftaucht.

Nach offiziellem Ablaufen des Vertrags hätte „Kabänes“ in jedem Fall wieder mehr Zeit, sich seinen Studien zu widmen. Nach der Karriere hatte er Geschichte und spanische Sprachwissenschaft studiert.

„Ich kann mir gut vorstellen, an einer Schule zu unterrichten, die sich auf künftige Spitzensportler fokussiert, oder ich werde eines Tages Präsident des Grasshopper Club Zürich“, sagte er noch im Februar in einem „Blickwinkel“-Interview über mögliche Pläne, an einem Gymnasium zu lehren.

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