„Dann muss man halt auch liefern“ FC-Boss Heldt nimmt Modeste in die Pflicht

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Anthony Modeste war sichtlich unzufrieden mit seiner Reservisten-Rolle beim Spiel gegen den FC Augsburg.

Köln – Der Frust bei Anthony Modeste (32) sitzt tief.

Der Franzose hatte nach seinem entscheidenden Pokal-Treffer gegen den VfL Osnabrück (1:0) kurz vor Weihnachten fest damit gerechnet, gegen den FC Augsburg zur Start-Formation zu gehören.

Markus Gisdol: Anthony Modeste gibt Gas

Doch stattdessen verzichtete FC-Coach Markus Gisdol (51) auf einen echten Stürmer, setzte auf das Duo Duda/Thielmann und erklärte später: „Tony kommt Stück für Stück. Es ist gut, dass er körperlich aufholt. Mit ihm auch mal von Beginn an zu spielen, ist immer eine Möglichkeit. Er hängt sich rein, gibt Gas und wir müssen gucken, was wir daraus machen.“

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Sportboss Horst Heldt (51) unterstützt die Entscheidung seines Coaches: „Wir müssen schon auch an dem festhalten, was uns vor der Weihnachtspause Punkte gebracht hat. Das war eine intensive Laufleistung von allen, das ist die Basis. Man muss immer abwägen, was der Mannschaft am besten tut.“ Bei Modeste haben die Verantwortlichen offenbar Zweifel...

Eine Stunde lang schmorte er gegen Augsburg auf der Tribüne und dokumentierte dabei mit seiner Mimik und Körpersprache mehr als deutlich, dass er nicht zufrieden ist mit seiner Situation.

Horst Heldt über Anthony Modestes Situation

„Es ist klar, dass jeder Spieler, der auf der Bank sitzt, gerne mehr Spielzeit hätte. Wir haben einen großen Kader. Es gibt immer Spieler, die latent unzufrieden sind. Das ist aber auch der richtige Ansatz eines Spielers“, hat Heldt Verständnis für den verhinderten Torjäger.

Der FC-Sportboss führt aus: „Ich habe mich als Spieler auch immer aufgeregt, wenn ich nicht gespielt habe. Man muss das richtig kanalisieren. Wenn man dann die Spielzeit bekommt, muss man halt auch liefern.“ Das war bei Modeste gegen Augsburg nicht der Fall.

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Anthony Modeste beschwerte sich gegen den FC Augsburg bei Schiedsrichter Sören Storks.

Wie frustriert er ist, zeigte gleich seine erste Szene auf dem Spielfeld. Kurz nach seiner Einwechslung handelte sich der Angreifer eine Gelbe Karte wegen Meckerns ein. Nach einem fiesen Tritt von Augsburg-Kapitän Jeffrey Gouweleeuw (29) diskutierte er so lange mit seinem Gegenspieler und dem Unparteiischen, bis er die unnötige Verwarnung sah.

Anthony Modeste ärgert sich auf Instagram

Selbst Stunden nach Abpfiff hatte sich Tony, der am Sonntag wegen der Blessur nicht trainieren konnte, nicht beruhigt, machte seinem Ärger noch in den sozialen Netzwerken Luft. In seiner Instagram-Story postete der Angreifer ein Foto von seinem lädierten Knöchel und schrieb dazu: „Und ich habe die Gelbe Karte bekommen. Alles klar.“

Modeste

Anthony Modeste lud in seiner Instagram-Story ein Bild seines lädierten Knöchels hoch.

Im ganzen Ärger um die Verwarnung ging beinahe unter, dass dies Modestes auffälligste Szene auf dem Platz war. Spielerisch ging beim Franzosen nichts, er strahlte in der halben Stunde nicht den Hauch von Torgefahr aus. Das mag zum einen daran liegen, dass er von seinen Mitspielern nicht in Szene gesetzt wurde – zum anderen aber auch daran, dass er weit weg ist von seiner Bestform. 

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Horst Heldt: „Jeder Spieler kann sich anbieten“

Heldt nimmt den FC-Spitzenverdiener daher auch in die Pflicht. „Jeder Spieler hat in der Woche die Möglichkeit, sich anzubieten. Kein Trainer geht an einem Spieler vorbei, der sich aufdrängt, auch nicht beim 1. FC Köln. Jeder kann durch Trainingsleistung in die Startelf kommen.“

Heißt konkret: Statt zu schmollen, erwartet Heldt Vollgas im Training. Modeste soll für seine Chance kämpfen!

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