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Zum 30. Todestag „Eine Mischung aus Müller und Lewandowski“: Neues Buch über FC-Held Mucki Banach

Ein Foto von Mucki Banach steht auf einem Tisch.

Zum 30. Todestag von FC-Legende Maurice „Mucki“ Banach (✝24) erscheint das Buch "Sie nannten in Mucki".

Maurice Banach, genannt Mucki, ist beim 1. FC Köln zu einer tragischen Legende geworden. Zum 30. Todestag am 17. November erscheint nun zum ersten Mal ein Buch über das Leben des Ausnahmestürmers.

Köln. Er galt als eines der größten Stürmertalente Deutschlands, doch dann verunglückte der Profi des 1. FC Köln im Alter von nur 24 Jahren tödlich. Am 17. November jährt sich der Todestag von Maurice „Mucki“ Banach (✝24) zum 30. Mal. 

Nun erscheint zum ersten Mal ein Buch über das kurze Leben des ehemaligen FC-Angreifers. Banach stand kurz vor dem Einzug in die Nationalmannschaft, als sein tragischer Unfalltod seine vielversprechende Karriere beendete.

Verfasst wurde das Buch „Maurice Banach – Sie nannten ihn Mucki“ von Ralf Friedrichs und Thomas Reinscheid, die sowohl seinen fußballerischen als auch seinen privaten Werdegang ausführlich darstellen.

Ralf Friedrichs: „Habe Historie mit der Familie Banach“

Autor und Stammtisch-Moderator Friedrichs berichtet gegenüber EXPRESS.de, wie es zur Idee kam: „Zunächst muss ich sagen, dass der eigentliche Ideengeber des Buches Thomas Reinscheid ist. Er hat sich damals an mich gewendet, um sich aufgrund des 30. Jährigen Todestages und aufgrund der Person ‚Mucki‘ Banach der Sache anzunehmen.“

Und weiter: „Er hat mich schnell überzeugt, dass wir da etwas gemeinsam machen können, weil ich auch eine Historie mit der Familie Banach habe. Die Familie ist bei mir beim FC-Stammtischtalk im Dezember 2009 aufgetreten und seinerzeit sind schon erste Anzeichen von Disharmonie gegenüber dem 1. FC Köln aufgetreten.“

Mucki Banach: Auf dem Sprung in die Nationalmannschaft

Auch wenn Mucki Banach während seiner Zeit beim FC noch ein junger, 24-jähriger Stürmer war – er wurde immer besser, ihm blühte eine große Karriere. Erst wurde er Torschützenkönig in Wattenscheid, dann erzielte er 14 Tore in seiner Debütsaison beim FC.

Friedrichs hat ihn damals im Müngersdorfer Stadion noch selbst spielen und treffen gesehen: „Zum Zeitpunkt seines Todes lag er nur ein Tor hinter Stéphane Chapuisat auf Platz zwei in der Torjägerliste der Bundesliga. Länderspiele waren für ihn eigentlich schon so gut wie klar und zwischen ihm und Berti Vogts war aufgrund seiner Einsätze bei der U21-Nationalmannschaft schon eine Vertrautheit da.“

Banach ist in Köln zu einem Mythos geworden und das war auch eine der Hauptmotivationen für das Buch: „Er ist zu einem Zeitpunkt gestorben, als es für den 1. FC Köln anschließend nur noch bergab ging. Wir haben dann in der Restsaison 1991/92 tatsächlich noch zum letzten Mal den UEFA-Cup erreicht, bis es unter Peter Stöger noch einmal geklappt hat.“ Sieben Jahre nach Muckis Tod folgte der erste FC-Abstieg.

„Das hat bei vielen Fans wirklich dazu geführt, dass sie gesagt haben, dass es miteinander zusammenhing“, so Friedrichs. „Im Buch hat uns Christoph Daum diese Aussagen auch bestätigt, in dem er ganz klar gesagt hat, dass es mit ein Faktor für den Untergang des 1. FC Köln war.“

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Mucki Banach: Eine Mischung aus Thomas Müller und Robert Lewandowski

Befeuert wurde der Banach-Mythos durch den FC-Stammtisch im Dezember 2009. Dort wurde nämlich bekannt, dass sich der FC nach dem Tod gegenüber dessen Familie nicht gebührend verhalten hatte – viele Fans haben danach vom „Fluch der bösen Tat“ gesprochen.

Friedrichs: „Der Mucki ist eine Legende, das muss man ganz klar sagen. Auch wenn er letztendlich nicht so viele Spiele machen konnte, war er ganz klar auf dem Weg in die Nationalmannschaft. Pierre Littbarski hat bei uns im Buch erzählt, Mucki war für ihn eine Mischung aus Thomas Müller und Robert Lewandowski.“

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Die Autoren sprachen während der Recherchearbeit mit vielen ehemaligen Weggefähten. Die Arbeit zum Buch „Sie nannten ihn Mucki“ lief mit Unterbrechung ein gutes Jahr. „Wir haben unter anderem mit Daum, Littbarski und Erich Rutemöller, der ihn auch trainiert hat, gesprochen. Auch mit ehemaligen Mitspielern aus Dortmund wie Norbert Dickel und Frank Mill. Außerdem natürlich mit Andreas Gielchen“, berichtet Friedrichs.

Witwe Claudia Weigl-Banach mit emotionalem Vorwort

Im Buch kommt auch Witwe Claudia Weigl-Banach zu Wort. Mit einem emotionalen Vorwort erinnert sie sich an den Tag, der das Leben ihrer Familie für immer veränderte. Unter anderem an Muckis letzte Worte vor dem Unfall am 17. November 1991: „Ich fahre allein zum Training, bleibt ihr ruhig hier. Bin heute Mittag wieder zurück“, hatte er gesagt, bevor er sich nach Köln aufmachte und dann nie wiederkam.

Autor Friedrichs sagt über seine Gespräche mit Claudia Weigl-Banach: „Sie hat Rede und Antwort über den privaten Mucki Banach gestanden. Das war auch sehr interessant. Unter anderem hat er in seiner Anfangszeit in Dortmund so wenige Einsatzprämien bekommen, dass er nebenbei noch Rasenmähen gegangen ist.“ Ein viel zu kurzes, aber bewegtes Leben – nun festgehalten in einem Buch.

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