Preis-Explosion in Deutschland: So teuer macht der Iran-Krieg jetzt alles
Teuer-Schock im MärzSprit und Heizöl unbezahlbar? Inflation erreicht neuen Höchststand

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Die Kämpfe im Nahen Osten haben die Spritpreise im März deutlich anziehen lassen. (Archivbild)
Eine Kosten-Welle rollt über Deutschland: Der Konflikt im Iran hat im März die Preise explodieren lassen. Die Teuerungsrate kletterte auf 2,7 Prozent, was vor allem an den explodierenden Energiekosten liegt. Das ist der höchste Wert seit Januar 2024, wie das Statistische Bundesamt auf Basis erster Zahlen mitteilt. Die Nachrichtenagentur „dpa“ berichtet über diese vorläufigen Daten.
Ruth Brand, die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bringt es auf den Punkt: „Die deutlichen Preissteigerungen bei den Energieprodukten treiben die Inflation. Insbesondere Kraftstoffe und Heizöl haben sich für die Verbraucherinnen und Verbraucher seit Beginn des Iran-Kriegs sprunghaft verteuert.“
An der Zapfsäule und am Heizkessel wird's richtig teuer
Die Details sind heftig: Für leichtes Heizöl müssen Verbraucher 44,4 Prozent mehr hinlegen, bei Sprit sind es 20,0 Prozent. An den Zapfsäulen hier bei uns in der Region sind Preise über zwei Euro pro Liter schon seit Wochen normal. Auch die neue 12-Uhr-Regel, die seit dem 1. April gilt und Preisanhebungen nur einmal täglich gestattet, hat daran bislang nichts bewirkt.

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Autofahrer spüren die Preissprünge im Geldbeutel. (Symbolbild)
Gibt es bald eine Atempause?
Es gibt einen Lichtblick: Die Vereinigten Staaten und der Iran haben sich kurz nach dem Osterfest auf eine Feuerpause von zwei Wochen verständigt. Teil der Abmachung: Der Iran will die Straße von Hormus, eine entscheidende Route für den globalen Handel, nicht mehr abriegeln. Das hatte sofort Folgen: Die Ölpreise auf den Weltmärkten gaben spürbar nach.
Aber die Lage bleibt angespannt, denn eine dauerhafte Lösung für den Nahost-Konflikt ist nicht in Sicht. Ökonomen prognostizierten laut dpa schon für den April eine weitere Zunahme der Lebenshaltungskosten hierzulande. Und mit dem Start der Urlaubssaison drohen höhere Preise für Flüge und Pauschalurlaube.
Supermarkt-Check: Hier wird es besonders teuer
Experten befürchteten, der Kostenschock bei Energie könnte auf die komplette Wirtschaft übergreifen. Bei Lebensmitteln gab es im März aber erstmal eine leichte Entspannung. Im Durchschnitt kosteten Nahrungsmittel 0,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Aber Achtung beim Einkauf: Für Schokolade mussten Kunden 9,6 Prozent mehr berappen, bei Eiern lag der Aufschlag sogar bei 14,8 Prozent.

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Lebensmittel haben sich im März moderat verteuert. (Symbolbild)
Und auch der Besuch im Restaurant oder Café, in letzter Zeit ohnehin schon ein Kostentreiber, wurde wieder teurer. Die Preise stiegen hier laut offiziellen Daten um weitere 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Umfrage-Schock: Viele Menschen können sich das Leben kaum noch leisten
Wie angespannt die Situation für die Menschen ist, macht eine Yougov-Erhebung deutlich: Einer von acht Befragten (12,8 Prozent) erklärte im März, dass er seine täglichen Ausgaben kaum noch decken kann. In Haushalten mit einem Nettoeinkommen unter 2.500 Euro ist es besonders dramatisch: Hier ist es beinahe jeder Vierte (23,5 Prozent). Die Angst vor weiteren Preisanstiegen ist riesig. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
