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Tankrabatt zeigt WirkungInflation sinkt im Mai deutlich auf 2,6 Prozent

Spritpreise

Copyright: Bernd Weißbrod/dpa

Der Iran blockiert seit Wochen die Straße von Hormus. In der Folge hat sich Rohöl an den Weltmärkten rasant verteuert und damit Sprit. (Archivbild)

Inflation sinkt, doch die nächste Teuer-Welle droht.

Endlich gute Nachrichten für euer Portemonnaie! Die Teuerung in Deutschland hat im Mai nachgelassen und ist auf 2,6 Prozent gefallen. Das meldet das Statistische Bundesamt nach einer ersten Hochrechnung. Zur Erinnerung: Im April zogen die Preise für Konsumenten noch um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat an – ein Wert, der seit Januar 2024 nicht mehr erreicht wurde.

Ein wesentlicher Treiber für die hohen Ausgaben der letzten Zeit: Der Konflikt mit dem Iran ließ die Energiepreise durch die Decke gehen und würgte die Wirtschaft ab. So mussten Verbraucher für Haushaltsenergie und Kraftstoffe im Mai heftige 6,6 Prozent mehr hinlegen als im Vorjahr.

Tankrabatt wirkt – doch wie lange hält die Freude?

Wenigstens der von der Regierung initiierte Tankrabatt hat den Preisschock an der Zapfsäule etwas gemildert. Vom 1. Mai bis zum 30. Juni werden pro Liter Diesel und Benzin circa 17 Cent weniger an Energiesteuer fällig. Zum Vergleich: Im April lagen die Energiekosten in Deutschland noch krasse 10 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Silke Tober, Inflationsexpertin des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, erklärt: „Entscheidend waren der Rückgang der Rohölpreise gegenüber April und der seit Anfang des Monats geltende Tankrabatt“. Ihr Fazit ist eindeutig: „Damit hat der Tankrabatt seinen Zweck erfüllt.“ Die Bundesbank geht ebenfalls davon aus, dass die Maßnahme die Teuerungsrate im Mai und Juni um ungefähr einen viertel Prozentpunkt nach unten drückt.

Experten warnen: Firmen geben die Kosten an euch weiter

Die Atempause könnte aber von kurzer Dauer sein. Ökonomen prognostizieren, dass viele Betriebe ihre gestiegenen Ausgaben für Energie, Herstellung und Logistik schrittweise auf die Kundschaft umlegen. Das heißt für euch: Essen gehen und Einkaufen könnte bald wieder spürbar teurer werden. Nach Informationen des Ifo-Instituts ist die Zahl der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, immer noch beachtlich.

Bei Lebensmitteln musstet ihr im Mai lediglich 0,4 Prozent mehr berappen als im Vorjahreszeitraum (April: 1,2 Prozent). Für Services wie Restaurantbesuche oder Urlaube gab es einen Aufschlag von 3,1 Prozent. Laut Statistikamt sanken die Preise für Konsumenten von April auf Mai insgesamt um 0,2 Prozent.

Verbraucherpreise

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Steigende Preise schmälern die Kaufkraft der Menschen. (Symbolbild)

Düstere Aussicht für 2026 wegen Nahost-Krieg

Der große Unsicherheitsfaktor bleibt der Konflikt im Nahen Osten. Mit jedem Tag, den er andauert, wächst die Verunsicherung – das ist Gift für den privaten Konsum, der ein zentraler Pfeiler der deutschen Wirtschaft ist. Die sogenannten „Wirtschaftsweisen“ prognostizieren für Deutschland im Jahr 2026 nur noch ein mageres Wachstum von 0,5 Prozent.

Gleichzeitig könnte die Teuerung laut Sachverständigenrat im Jahresmittel auf 3,0 Prozent klettern, eventuell sogar auf 3,5 Prozent. Der Grund dafür ist ein echter Hammer: Da der Iran seit Wochen die Straße von Hormus blockiert, droht eine Verknappung von Rohöl und Flüssigerdgas. Normalerweise wird durch diese Engstelle ein Fünftel des weltweiten Bedarfs transportiert. Die Bundesbank erwartet deshalb in den nächsten Monaten eine steigende Inflationsrate.

Wochenmarkt

Copyright: Sebastian Kahnert/dpa

Volkswirte erwarten, dass höhere Energiekosten nach und nach auf die Preise für Lebensmittel durchschlagen. (Symbolbild)

Greift die EZB durch? Zinshammer schon im Juni?

Steigende Teuerungsraten fressen eure Kaufkraft auf. Im Klartext: Für jeden Euro bekommt ihr weniger. Nach der heftigen Preiswelle wegen des Ukraine-Kriegs hatte sich die Situation 2025 mit einer Inflationsrate von 2,2 Prozent eigentlich entspannt. Viele Produkte bleiben aber auf einem hohen Preisniveau.

Das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) ist eine Rate von 2,0 Prozent für die Eurozone, um die Währung stabil zu halten. Weil aber der Ölpreisanstieg durch den Iran-Konflikt die Teuerung im Euroraum auf 3,0 Prozent hochschnellen ließ, rechnen Experten mit einer Reaktion: Bereits am 11. Juni könnte die EZB die Leitzinsen erhöhen.

Steigende Zinsen machen Kredite teurer. Das kann die Nachfrage drosseln und so die Inflation bremsen. Der Haken an der Sache: Höhere Zinsen sind gleichzeitig eine schwere Last für die bereits angeschlagene Wirtschaft. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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