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Der nächste Preis-SchockExperten warnen vor weiteren Belastungen für Verbraucher in NRW

Verbraucher müssen mit weiteren Preisschüben rechnen

Copyright: Sebastian Kahnert/dpa

Wieder bremst ein internationaler Konflikt eine Belebung der Konjunktur aus - auch in Nordrhein-Westfalen. (Symbolbild)

Düstere Prognose für NRW: Preise steigen, Jobs in Gefahr

Macht euch auf was gefasst: Konjunkturforscher warnen, dass die Preise für Verbraucherinnen und Verbraucher in Nordrhein-Westfalen in den nächsten Monaten weiter steigen werden. Der Schock durch die hohen Energiepreise ist noch nicht vollständig bei allen Waren und Dienstleistungen angekommen.

„Da kommen noch Belastungen auf die Verbraucher zu in den kommenden Monaten“, sagt Konjunkturexperte Torsten Schmidt vom RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Die gestiegenen Kosten werden also bald auch in eurem Portemonnaie spürbar sein.

Jedes zweite Unternehmen will Preise erhöhen

Und die Unternehmen ziehen mit. Ralf Stoffels, Präsident der Industrie- und Handelskammern NRW, bestätigt den Trend nach einer aktuellen Umfrage: „Mehr als jedes zweite Unternehmen plant, die gestiegenen Kosten weiterzugeben.“

Einen Lichtblick gibt es aber: Im Laufe des nächsten Jahres rechnet das RWI wieder mit einer Beruhigung bei den Energiepreisen. Das könnte den privaten Konsum ankurbeln – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Iran-Krieg nicht eskaliert.

Ministerin: „Energieversorgungssicherheit ist gewährleistet“

NRW-Wirtschafts- und Energieministerin Mona Neubaur (Grüne) versucht zu beruhigen. Angesichts der gestiegenen Energiekosten durch den Engpass in der Straße von Hormus stellt sie klar: „Wir haben kein Versorgungsproblem, sondern ein Preissteigerungsproblem.“ Ihre Botschaft ist unmissverständlich: „Die Energieversorgungssicherheit ist gewährleistet – Ausrufezeichen!“

Doch was ist mit dem Sommerurlaub? Auf die Frage, ob das auch für Kerosin gelte, meint Experte Schmidt, das Versorgungsrisiko sei hier zwar größer, „aber sichtbar ist es noch nicht“.

Verbraucher müssen mit weiteren Preisschüben rechnen

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Die energieintensiven Industrie-Unternehmen in Nordrhein-Westfalen kämpfen mit Kostensteigerungen und Arbeitsplatzabbau. (Symbolbild)

Für das laufende Jahr sagt das RWI für NRW ein Mini-Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent voraus. Für 2025 werden 0,8 Prozent erwartet. Doch die Zahlen für den Arbeitsmarkt sind alarmierend.

Tausende Jobs in NRW in Gefahr

Nachdem die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in NRW im letzten Jahr noch um 16.000 Personen gestiegen ist, wird für dieses Jahr ein Rückgang um etwa 7.000 Personen erwartet. Besonders hart trifft es die Industrie: Laut RWI-Bericht gehen hier jeden Monat bis zu 2.800 Arbeitsplätze verloren.

Verbraucher müssen mit weiteren Preisschüben rechnen

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Wirtschaftsprofessor Torsten Schmidt sieht erst einen zarten Lichtblick am Konjunkturhimmel ab 2027. (Archivbild)

„Besonders Chemie und Metallerzeugung, die sich gerade zu stabilisieren begannen, geraten erneut unter Druck“, erklärt Schmidt die Folgen der hohen Energiepreise. Aktuell halten nur die öffentlichen Investitionen die NRW-Konjunktur über Wasser.

Exporte sind keine Treiber mehr

Auch die Exporte, lange eine Stütze der deutschen Wirtschaft, schwächeln. „Die Exporte sind eben gerade in den Bereichen schwach, wo auch die Produktion schwach ist – also im Chemiebereich und anderen energieintensiven Bereichen“, so Schmidt. Er befürchtet, dass dies ein strukturelles Problem bleiben wird.

Immerhin: Für 2027 wird eine konjunkturelle Erholung in NRW erwartet, die 19.000 zusätzliche Jobs schaffen und die Arbeitslosenquote auf 7,6 Prozent senken könnte.

Stärkster Einbruch seit Corona und Finanzkrise

Die aktuelle Stimmung in der Wirtschaft ist jedoch im Keller. Die jüngste Konjunkturumfrage der IHK NRW zeigt ein düsteres Bild. Jedes dritte Unternehmen befürchtet eine schlechte Geschäftsentwicklung, berichtet IHK-Präsident Stoffels. „Nur noch 12 Prozent blicken optimistisch in die Zukunft.“

Dieser Einbruch bei den Erwartungen sei so stark wie zuletzt bei der Finanzkrise oder während der Corona-Pandemie. Da alle Branchen betroffen sind, sei mittelfristig mit weiter sinkenden Investitionen und weniger Beschäftigung zu rechnen.

Ministerin Neubaur mahnt, der Iran-Konflikt sei bereits die zweite Energie-Krise innerhalb von fünf Jahren. Europa habe seine Lektion aus der Abhängigkeit von russischem Gas noch nicht vollständig gelernt: „Wer sich erpressbar macht, zahlt.“ NRW setze mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien konsequent dagegen. „Erneuerbare senken schon heute Preissteigerungen in den Stromkosten.“ Jetzt müsse der Bund endlich Tempo machen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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