Abo

+++ EILMELDUNG +++ Chaos auf A4 Vollsperrung nach Unfall – auch Fahrtrichtung Köln betroffen

+++ EILMELDUNG +++ Chaos auf A4 Vollsperrung nach Unfall – auch Fahrtrichtung Köln betroffen

„Wie das Kaninchen“Pistorius mit Brandrede an Nato-Partner wegen der USA

Verteidigungsminister Pistorius reist nach Kanada

Copyright: Kay Nietfeld/dpa

Verteidigungsminister Boris Pistorius in Ottowa

Pistorius in Kanada: Mega-Waffendeal und klare US-Kritik

Pistorius' Brandrede in Kanada: Schluss mit der Angststarre vor den USA! In Kanada spricht Boris Pistorius, der deutsche Verteidigungsminister, Tacheles. Er fordert von den Nato-Staaten ein Ende der Passivität gegenüber der US-Politik und macht sich gleichzeitig für einen gewaltigen Waffendeal stark.

Es geht um U-Boote, Rohstoffe und eine engere Allianz. In Kanada hat Boris Pistorius (SPD), der deutsche Verteidigungsminister, dafür geworben, die militärische Kooperation zu vertiefen. Angesichts der unklaren Lage im Verhältnis zu den Vereinigten Staaten fand er dabei unmissverständliche Worte.

Bei der kanadischen Rüstungs- und Sicherheitsmesse Cansec erklärte der SPD-Politiker: „Vor dem Weißen Haus oder einem anderen Gebäude in der Welt zu sitzen und wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren, würde uns nicht stärker machen. Es macht uns schwächer“. Eine direkte Nennung des US-Präsidenten Donald Trump vermied er dabei bewusst.

Deutsche Werft hofft auf Mega-Auftrag

Pistorius' Reise nach Kanada dient auch der Anbahnung von Rüstungsgeschäften. Ganz oben auf der Liste: ein potenziell gewaltiges Geschäft mit U-Booten. Die Kieler Schiffswerft TKMS rechnet sich gute Chancen auf eine Bestellung von einem Dutzend Booten aus und sieht sich in einer vielversprechenden Lage.

Die Konkurrenz schläft nicht, ein südkoreanischer Anbieter ist ebenfalls im Rennen. Eine Entscheidung wird jedoch bis Ende Juni erwartet. TKMS gilt als einer der global führenden Produzenten für konventionell angetriebene U-Boote. Begleitet wird Pistorius von Abgeordneten und Managern aus der deutschen Spitzen- und Verteidigungsindustrie.

Kanadas schwierige Beziehung zu Trump

Aber warum dieses große Interesse aus Kanada? Bislang stammen etwa 80 Prozent der militärischen Ausrüstung des Landes aus den Vereinigten Staaten. Die Beziehung zum mächtigen Nachbarn ist aber extrem angespannt, seit Trump erneut im Amt ist.

Nicht nur Strafzölle belasten das Verhältnis. Auch Trumps wiederholter Vorstoß, Kanada zum 51. US-Bundesstaat zu machen, sorgt für erhebliche Irritationen. Als Konsequenz hat das Pentagon in Washington bereits einen Teil der militärischen Kooperation beendet und die Tätigkeit im gemeinsamen Verteidigungsrat ausgesetzt.

Es geht auch um Gas für Deutschland

Aber bei diesem Besuch geht es nicht nur um Waffensysteme. Die beiden Nationen, Deutschland und Kanada, möchten ihre Zusammenarbeit auch in anderen Bereichen intensivieren, etwa bei Energie und wichtigen Rohstoffen. Konkret hat Sefe, der Gasimporteur im Besitz des Bundes, einen langfristigen Vertrag über die Lieferung von Flüssigerdgas (LNG) mit einem kanadischen Partner im Auge.

Eine entsprechende Absichtserklärung wurde zwischen Sefe und dem Unternehmen Ksi Lisims LNG bereits unterzeichnet. Es geht um eine Liefermenge von jährlich einer Million Tonnen LNG. Der Lieferbeginn ist für die frühen 2030er-Jahre geplant und die Verträge sollen eine Laufzeit von bis zu 20 Jahren haben. Deutschland will so seine Energieimporte auf eine breitere Basis stellen, da diese aktuell stark von Importen aus den USA geprägt sind. (dpa/red)

Sefe war früher als Gazprom Germania bekannt und ging nach dem russischen Überfall auf die Ukraine in Staatsbesitz über. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Hitzewellen
Der große Hitze-Schock
Studie warnt vor Milliarden-Verlusten für deutsche Wirtschaft