Weiterhin herrscht Stillstand auf dem ehemaligen KHD-Gelände in Köln-Deutz. Jetzt sorgte eine kuriose Demo für Aufsehen.
Gegen „Haus Tatenlos“Kuriose Aktion in Köln – Vertrag mit Traumkonditionen

„Das ehemalige KHD-Gelände in Köln-Deutz ist zum Sinnbild skrupelloser Immobilienspekulationen geworden“, beklagte Mietrebell Kalle Gerigk bereits vor einem Jahr.
„Seit Jahren stehen die Baugruben entlang der Deutz-Mülheimer Straße für Stillstand, Spekulation und verfehlte Wohnungspolitik“, erklärt Gerigk.
Protestaktion in Deutz – mit Möbelwagen
Während dringend bezahlbarer Wohnraum fehle, würden Flächen blockiert und Renditeinteressen über die Bedürfnisse der Menschen gestellt. „Dagegen setzen wir ein Zeichen – laut, kreativ und gemeinsam“, so Gerigk.
Am Freitag (17. April) fand erneut eine Protestaktion in Deutz statt. 2025 wurde die Deutz-Mülheimer-Straße kurzerhand in „Straße der Spekulanten“ umbenannt – natürlich nur symbolisch.
Diesmal endete die Kundgebung mit einem kuriosen Auftritt. Die Demo-Teilnehmer fuhren mit einem Möbelwagen vor – symbolisch wollten sie in die leer stehenden Rohbauten einziehen.
Außerdem wurde der Song „Hotel California“ in „Hotel Tatenlos“ umgetauft (siehe Video oben).

Copyright: Kalle Gerigk
Protest gegen Stillstand, Spekulation und verfehlte Wohnungspolitik in Köln-Deutz – Sozialarbeiter Rainer Kippe mit dem gefakten Mietvertrag.
Zudem wurde ein Fake-Mietvertrag präsentiert. Mit sieben Euro pro Quadratmeter – das wären Traumkonditionen. Die Aktion wurde von mehreren Initiativen unterstützt. Auch Sozialarbeiter Rainer Kippe war vor Ort.
Kalle Gerigk setzt sich regelmäßig gegen Leerstand und Wuchermieten ein.
Seit der Schließung der Klöckner Humboldt Deutz AG (KHD) im Jahr 1997 habe das Areal mehrfach den Besitzer gewechselt. Investoren hätten eine moderne Quartiersentwicklung mit Wohn- und Gewerbeflächen versprochen – übrig geblieben seien jedoch vor allem Bauruinen und unerfüllte Versprechen.

Copyright: Kalle Gerigk
Blick auf die unfertigen Gebäude in Köln-Deutz
„Während in Köln der Wohnraummangel immer dramatischer wird, dient das KHD-Gelände als weiteres Beispiel für die negativen Folgen von Immobilienspekulationen“, behauptet Gerigk und fordert, dass das Gelände endlich der Allgemeinheit zugutekommt.
Kalle Gerigk ist immer für eine ungewöhnliche Idee gut, um auf Missstände aufmerksam zu machen. So hatte er bereits Ende September 2024 unter dem satirischen Motto Baugruben zu Baggerseen zum Protest gegen den Schandfleck an der Deutz-Mülheimer-Straße aufgerufen.
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