Kölns Spielplätze heißen weiter so, bekommen aber neue Schilder.
Nach Namens-ZoffKöln bekommt neue Spielplatz-Schilder – so sehen sie aus

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Ein Kinderspielplatz mit dem bislang in Köln bekannten Schild.
In ganz Deutschland wurde über Köln nur mit dem Kopf geschüttelt. Als die Stadt im vergangenen Sommer den Plan hatte, Spielplätze in Köln in „Spiel- und Aktionsflächen“ umzubenennen, entbrannte eine riesige Diskussion.
Damals gab die städtische Verwaltung bekannt, über 700 öffentliche Anlagen mit neuen Schildern auszustatten und bei dieser Aktion auch gleich umzutaufen. Nach einem langen Tauziehen gab es dann eine Kehrtwende: Spielplätze bleiben Spielplätze.
Der ursprüngliche Plan sah vor, die Areale „Spiel- und Aktionsfläche“ zu nennen. Das Argument der Verwaltung: So werde deutlicher, dass sich die Angebote auch an ältere Kids und Teenager im Alter von 6 bis 18 Jahren richten. In einem Prozess, der über ein Jahr dauerte, wurde dafür zusammen mit einer Design-Firma und unter Mitwirkung von jungen Leuten ein völlig neues Schild gestaltet.
Riesen-Zoff um die neuen Schilder
Als das Vorhaben jedoch mitten im Wahlkampf um das Bürgermeisteramt präsentiert wurde, löste das eine Welle der Empörung aus. Zahlreiche Menschen stellten die Frage, ob die Köln, gerade auch noch finanziell klamm, nicht dringendere Sorgen hätte. Der Vorwurf der reinen Geldverschwendung stand im Raum.
Der öffentliche Unmut wuchs so stark an, dass sich sogar die damalige Oberbürgermeisterin Henriette Reker zu Wort meldete und ihre eigene Verwaltung zurechtwies. Sie erklärte: „Ich persönlich finde die Bezeichnung Spielplatz klar und verständlich und habe angesichts der Herausforderungen, vor denen Köln steht, kein Verständnis dafür, dass sich die Verwaltung mit der Neugestaltung von Spielplatzschildern beschäftigt.“
In der Folge wurde das Projekt vom Jugendhilfeausschuss vorerst gestoppt. Jetzt ist das Thema zurück auf dem Tisch, weil der Bestand der bisherigen Schilder laut Verwaltung „nunmehr aufgezehrt“ ist. Es müssen also neue Tafeln beschafft werden, um frisch errichtete Anlagen zu markieren, sowie beschädigte oder unlesbare Schilder auf den etwa 700 Spiel- und Bolzplätzen der Stadt zu ersetzen.

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So sehen die neuen Spielplatzschilder in Köln aus.
Für die neuen Anschaffungen wird die Stadt das schon entworfene Design nutzen, nimmt aber von der kontroversen Benennung „Spiel- und Aktionsfläche“ Abstand. Eine offizielle Mitteilung stellt unmissverständlich fest: „An der Bezeichnung Spielplatz wird weiterhin festgehalten.“
Außerdem seien die Schilder von Bedeutung, weil sie dem Ordnungsamt eine Handhabe geben, um zum Schutz von Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre tätig zu werden. (red)
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