Nicht nur ein Projekt, das Frauen an Karneval nach sexuellen Übergriffen hilft, muss gerade zittern.
„Nehmt das zurück“Dringende Forderung aus Köln an Burmester

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Die Stadt Köln will am Gewaltschutz sparen. Das zeigt der Haushaltsentwurf, den Oberbürgermeister Torsten Burmester vorgestellt hat.
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Ein Kölner Bündnis schlägt Alarm. Im neuen Haushaltsentwurf der Stadt sind enorme Kürzungen geplant und mehreren Gewaltschutz-Projekten droht der Kahlschlag.
An Karneval könnte das weniger Schutz für tausende Feiernde bedeuten. Denn das Projekt Edelgard sei in den Planungen „auf Null gesetzt“ worden, wie das Team auf Instagram mitteilte.
Sorgen auch um Frauenhäuser in Köln
Die Petition zu diesem Aufschrei sammelte innerhalb einer Woche bereits über 6.000 Unterschriften. „Nehmt die geplanten Kürzungen zurück!“, heißt es im Aufruf.
„Edelgard“ soll von Übergriffen betroffene Personen unterstützen und Übergriffe verhindern – „und das geht uns alle etwas an“, so Mitarbeiterin Hanna Frank im Video. Hauptsächlich gilt das Angebot Frauen und queeren Personen, aber auch Männer erhalten im Ernstfall Hilfe.
Dafür sind an Großevents wie Weiberfastnacht geschulte Teams unterwegs, die emotionale Erste Hilfe leisten und Betroffene zur passenden Unterstützung verhelfen. Zudem gibt es an solchen Tagen eine Hotline.
Auch das restliche Jahr ist „Edelgard“ aktiv. Läden werden im richtigen Umgang mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt geschult. An über 200 dieser „Schutzorte“ können Betroffene dann Hilfe suchen.
„Ohne finanzielle Planungssicherheit können wir den Karnevalseinsatz 2027 nicht garantieren“, erklärt Frank. Auch im aktuellen Haushalt sei das Projekt nur berücksichtigt worden, weil es Protest gegeben habe. Der Karnevalseinsatz 2025 musste deshalb ausfallen. Nun fordert das Team laut Video eine Grundsicherung von der Stadt, um endlich Sicherheit zu haben.
Auch Kölns einzige beiden Frauenhäuser könnte es treffen. Der betreibende Verein ist einer von rund 15, die Teil des Aufschreis und des Bündnisses „#FEMpörung“ sind. Ihnen allen drohen Kürzungen.

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Edelgard ist an Weiberfastnacht an den Party-Hotspots, wie dem Zülpicher Platz präsent. So auch 2026.
„Strukturen, die einmal zerschlagen werden, können so schnell nicht wieder aufgebaut werden“, mahnt Edelgard auf Instagram. Und andere Vereine hätten keine Kapazitäten, um aufzufangen, was wegbrechen könnte. Die Forderung der Petition ist daher klar: „Keine Sozialstreichungen auf Kosten von Frauen und Mädchen in Not!“
