Nach Horror-Handball-Jahr DHB-Boss erklärt den Weg zurück an die Weltspitze

Alfred Gislason gibt der deutschen Handball-Nationalmannschaft in einer Spielpause Anweisungen.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft und Trainer Alfred Gislason (M.) beim Olympia-Aus am 3. August gegen Ägypten.

Der deutsche Handball sucht nach Wegen aus der Krise. In der Hoffnung, den Anschluss an die Weltspitze wiederherzustellen, hat DHB-Vorstand Axel Kromer regelmäßige Lehrgänge ins Spiel gebracht.

Mülheim. Viertelfinal-Aus bei Olympia, Scheitern in der Hauptrunde und ein enttäuschender zwölfter Platz bei der WM im Januar: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat den Kontakt zur Weltspitze in den vergangenen Jahren zunehmend verloren.

Geht es nach DHB-Vorstand Axel Kromer (44), dann gibt es nur eine Formel, um dem deutschen Handball zurück zu alter Stärke zu verhelfen: Mehr Lehrgänge, mehr Leistung, mehr Identifikation. „Kurzlehrgänge können uns helfen“, sagte Kromer am Donnerstag (26. August 2021) in einem Interview auf der Homepage des Verbandes.

Axel Kromer will DHB zurück in Handball-Weltspitze führen

Sein Plan: Sonntagabends anreisen, montags und dienstags in der Summe vier Trainingseinheiten, dann zurück in die Vereine. Damit soll sich über die Zeit ein fester Kern im Nationalteam einspielen und noch besser aufeinander abstimmen. Neue Spieler könnten so außerdem schneller Fuß fassen, um bei großen Turnieren ohne Eingewöhnungszeit eine wichtigere Rolle zu spielen.

Der deutsche Nationalspieler Timo Kastening und DHB-Sportvorstand Axel Kromer stehen neben Modepuppen, die das neue Mannschafts- und Torwarttrikot tragen.

Axel Kromer, hier im Juli 2020 mit Nationalspieler Timo Kastening, will den DHB wieder in die Handball-Weltspitze führen.

Weil sechs Vereine international vertreten sind, wird die Terminplanung allerdings zu einer echten Herausforderung. Man werde „in den intensiven Austausch mit den Trainern und Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern der Bundesliga treten“, kündigte Kromer an.

Nicht erst der historisch schlechte zwölfte Platz bei der WM in Ägypten habe die Verbandsspitze aufgerüttelt. Der DHB sei „längst aktiv, um das zu verändern und zu entwickeln, was für Erfolg notwendig ist“, führte Kromer weiter aus.

Axel Kromer im engen Austausch mit DHB-Trainer Alfred Gislason

Bundestrainer Alfred Gislason (61), dessen Co-Trainer Erik Wudtke (49) und Kromer befinden sich in einem engen Austausch. „Wir müssen die Lücken schließen, die Gensheimer, Weinhold, Pekeler und Bitter hinterlassen. Und wir müssen die Lücke schließen, die wir in den letzten Turnieren zu den besserplatzierten Nationen aufgezeigt bekommen haben“, skizzierte Kromer die anstehenden Aufgaben nach dem Olympia-Aus im Viertelfinale.

Kapitän Uwe Gensheimer (34) und Linkshänder Steffen Weinhold (35) haben ihre Laufbahn in der Handball-Nationalmannschaft beendet, Abwehrchef Hendrik Pekeler (30) pausiert bis auf Weiteres und Torwart Johannes Bitter (38) steht nur noch für den Notfall zur Verfügung. (bc/sid)

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