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„Wir machen uns zur Lachnummer“Bei der WM in Katar wird Reiner Calmund zum Wüstenorakel

Reiner Calmund als Scheich verkleidet mit Petra Vieten.

Reiner Calmund mit Moderatorin Petra Vieten bei der WM-Party des Reiseveranstalters Ende November 2022.

Trotz schwieriger Bedingungen sind auch wieder deutsche Fans in Katar. Reiner Calmund begleitet eine Reisegruppe als Experte. Der ehemalige Sportfunktionär schwärmt vom WM-Turnier.

von Marcel Schwamborn (msw)

Für die deutschen Fußball-Fans stellt die WM in Katar eine große logistische Herausforderung dar. Hotels sind in Doha knapp und überteuert, daher haben die meisten Anhängerinnen und Anhänger ihr Turnier-Quartier in anderen Ländern aufgeschlagen und reisen zu den Begegnungen an.

Auch der Düsseldorfer Sportreiseveranstalter Vietentours ist – wie seit der WM 1994 bei jedem Turnier – mit 210 Fans vor Ort. Das Team hat sein Quartier in Abu Dhabi aufgeschlagen. Mit einem 40-Minuten-Flug geht es dann an den Spieltagen nach Doha und nach der Partie wieder zurück.

210 Deutschland-Fans reisten mit Vietentours zur WM nach Katar

„Beim Spiel gegen Japan hatte man den Eindruck, dass noch viele ahnungslose Fans im Stadion waren. Gegen Spanien war das schon wie bei anderen normalen WMs auch“, berichtet Wolfgang Vieten (65). „Wir haben großartige Stimmung rund um die Spiele und vor allem beim allabendlichen Public-Viewing.“

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Traditionell gibt es bei den Touren auch immer Partys vor den WM-Spielen mit einer von Petra Vieten (58) moderierten Talkrunde. Diesmal sind Reiner Calmund (74), Holger Fach (60) und Eduard Geyer (78) als prominente Experten dabei. Und die überraschten die Fans nicht nur optisch, als sie als arabische Scheichs auf die Bühne kamen.

„Ich bin wirklich begeistert von der WM“, sagt Calmund zu EXPRESS.de vor dem Spiel gegen Costa Rica (1. Dezember 2022). „Es ist alles noch viel besser, als ich gedacht hatte. Alles ist gut organisiert, tolle Stadien, die Stimmung ist friedlich, das Essen fantastisch, die Menschen nett. Ich muss sagen, dass frühere Turniere für mich da nicht herankommen. Ich habe hier persönlich keine einzige negative Situation mitbekommen. Ein Traum.“

Der ehemalige Top-Funktionär redet sich schnell in Rage, wenn er auf die in Deutschland vorherrschenden Themen wie „One-Love“-Binde oder Katar-Boykott angesprochen wird. „Wir machen uns zur absoluten Lachnummer, suchen permanent neue Kritikpunkte. Alle 31 Nationen feiern hier friedlich ein tolles Fußball-Fest ohne Hooligans und sonstige Idioten. Nur in Deutschland wird weiter über das Turnier geschimpft“.

Auch von der deutschen Mannschaft ist Calmund schwer begeistert – vor allem von Sturm-Liebling Niclas Füllkrug (29). „Hansi Flick muss ihn einsetzen. Entweder von Anfang an oder früher. Ich kann mir vorstellen, dass er von Anfang an aufläuft.“ Der Stürmer habe nach dem Tor gegen Spanien „die Portion Selbstvertrauen, die du als Neuling in so einem WM-Turnier haben musst“.

Selbst wenn es bei dieser WM für die DFB-Elf nicht zum ganz großen Wurf reichen sollte, ist der Ex-XXL-Manager optimistisch. „Nach diesem Turnier haben wir mit Jamal Musiala und Florian Wirtz zweimal absolute Weltklasse in unseren Reihen. Da kommen tolle Jahre auf uns zu“.