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Bundesliga-Profi mittendrin Zoff um Nationalcoach: WM-Teilnehmer will Trainer feuern

In der WM-Quali jubelt Trainer Dragan Skocic mit Keeper Alireza Beiranvand

In der WM-Quali jubelte Trainer Dragan Skocic am 29. März 2022 noch mit Iran-Keeper Alireza Beiranvand. Jetzt droht ihm die Ablösung vor der Endrunde in Katar.

Trainer-Ärger in der entscheidenden Phase der Vorbereitungen auf die WM 2022: Im Iran droht Coach Dragan Skocic das Aus, seine Mannschaft soll wegen der Personalie gespalten sein.

Die Vorbereitungen auf die WM 2022 gehen in vielen Ländern in die heiße Phase, für die Endrunde fehlt bei den meisten Teilnehmern nur noch der letzte Schliff. Eine große Ausnahme gibt es derzeit aber trotzdem.

Im Iran wird seit Tagen intensiv über die Zukunft von Nationalcoach Dragan Skocic (53) diskutiert, der Berichten der heimischen Nachrichtenagentur IRNA zufolge kurz vor dem sofortigen Aus steht. Wegen interner Differenzen wolle der Verband den Kroaten feuern, weil er innerhalb der Mannschaft offenbar polarisiert.

WM 2022: Iran diskutiert über Nationaltrainer Dragan Skocic

18 Spiele, 15 Siege – dazu die souveräne WM-Quali als Gruppensieger: Sportlich hat Skocic alle Argumente für den Verbleib auf seiner Seite, dennoch soll seine Ablösung unmittelbar bevorstehen. Das Team sei inzwischen in zwei Lager aus Befürwortern und Gegnern des Kroaten gespalten, heißt es.

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Mehrere Akteure, darunter auch Bundesliga-Profi Sardar Azmoun (27) von Bayer Leverkusen, hatten sich mit Botschaften in ihren Instagram-Storys für Skocic eingesetzt und gefordert, Veränderungen auf die Zeit nach der Weltmeisterschaft in Katar zu verschieben.

„Wir arbeiten mit dem Trainerteam zusammen, um die Herzen des iranischen Volkes bei der WM zu erfreuen“, schrieb etwa Azmoun zuletzt. Er sei zuversichtlich, dass das Team bei der Endrunde überzeugend auftreten werde.

Team beim Iran gespalten: Wer wird Trainer bei der WM 2022?

Allerdings soll es aus dem Kollegenkreis auch anderweitige Bestrebungen nach einer erneuten Zusammenarbeit mit Trainer-Routinier Carlos Queiroz (69) geben. Der hatte das Team Melli bereits bei der WM 2018 betreut. Der Portugiese ist nach seinem Aus in Ägypten vor drei Monaten aktuell ohne Anstellung. Unter anderem Angreifer Alireza Jahanbakhsh (28) soll sich für seine Rückkehr einsetzen.

Am Dienstag (12. Juli 2022) waren Skocic und die iranische Verbands-Spitze zu Gesprächen zusammengekommen. Eine abschließende Entscheidung für den Trainerposten bei der WM 2022 wurde nicht verkündet, wird aber für die nächsten Tage erwartet.

Unabhängig vom Ausgang der Trainer-Posse drohen innerhalb des Teams Zerwürfnisse, die die Chancen auf das Achtelfinale deutlich schmälern würden. Bei der WM in Katar geht es für den Iran in Gruppe B gegen England, Wales und die USA. Skocic arbeitet seit 2013 im Iran, auf mehreren Stationen als Vereinstrainer hatte er sich für das Amt beim Nationalteam empfohlen. (bc)

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