Nach neun Jahren Bochums Schindzielorz verkündet Rücktritt – Personalie Reis noch offen

Sebastian Schindzielorz und Thomas Reis.

Sebastian Schindzielorz (r.), hier am 30. April 2022 mit Thomas Reis, wird den VfL Bochum verlassen.

Der VfL Bochum wird auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen. Zum Jahresende könnte er aber in Sebastian Schindzielorz einen wichtigen Faktor des jüngsten Erfolgs verlieren.

Der VfL Bochum hat in der abgelaufenen Saison als Aufsteiger in der Bundesliga den Klassenerhalt geschafft. Das ist nicht nur der Verdienst von Trainer Thomas Reis (48), sondern auch der beiden Geschäftsführer Ilja Kaenzig (48) und Sebastian Schindzielorz (43).

Mit dem Erstgenannten werden die Bochumer in die Zukunft gehen, der Vertrag wurde verlängert. Das gab der Klub am Donnerstag (26. Mai 2022) bekannt. Schindzielorz hingegen wird seinen Vertrag nach neun Jahren beim VfL nicht verlängern und sich einer neuen Herausforderung stellen.

Sebastian Schindzielorz verlässt nach neun Jahren den VfL Bochum

„Wir haben es in den vergangenen Jahren geschafft, im gesamten Verein wieder als gutes Team aufzutreten und den VfL Bochum so in die Bundesliga zu führen. Ich bleibe mit voller Kraft an Bord, bis der VfL Bochum einen Nachfolger gefunden hat.“ erklärte der Schindzielorz.

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Schindzielorz spielte in seiner aktiven Karriere unter anderem für Bochum (147 Spiele), den 1. FC Köln (51) und Wolfsburg (14 Spiele). Seit 2018 ist er Sportvorstand bei den Bochumern, zuvor war er bereits drei Jahre Assistent der Geschäftsführung.

Zuletzt hatte es immer wieder Spekulation gegeben, dass Schindzielorz in Wolfsburg das Erbe von Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke (58) antreten soll, dessen Vertrag am 31. Januar 2023 ausläuft. Den Gerüchten schob er nun einen Riegel vor: „Ich habe keinerlei Vertragsgespräche mit anderen Klubs geführt und mich an keinen neuen Klub gebunden.“

VfL Bochum will Vertrag mit Cheftrainer Reis verlängern

Assistent der Geschäftsführung ist seit zwei Jahren Patrick Fabian (34), der seine gesamte Karriere für den VfL aus dem Pott spielte (157 Profi-Spiele, 111 Einsätze für die Amateure). Er könnte den gleichen Weg wie Schindzielorz gehen: nach seiner Zeit als Assistent zum Geschäftsführer Sport aufsteigen und seinen Vorgesetzten beerben.

Vor seinem Abgang will Schindzielorz allerdings noch den Vertrag von Erfolgstrainer Thomas Reis verlängern, dessen aktuelles Arbeitspapier nur noch ein Jahr läuft. Der Aufstiegscoach ist seit 2019 Cheftrainer in Bochum und hat zuletzt bereits Interesse bezüglich einer Verlängerung bekundet.

Der VfL-Vorstandvorsitzende Hans-Peter Villis (63) erklärte den Stand zu der Personalie des Cheftrainers: „Thomas Reis wird seinen Vertrag erfüllen. Wir wollen mit ihm weiter zusammenarbeiten und werden alles daransetzen, mit ihm über das Jahr 2023 hinaus zu verlängern.“ (tsc/fr)

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