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VfL Bochum Rudelbildung beim Bundesliga-Schlusslicht: Training nach Beleidigung unterbrochen

Manuel Riemann ärgert sich nach einem Gegentor des VfL Bochum gegen Werder Bremen

Manuel Riemann ärgerte sich nicht nur bei der Niederlage gegen Werder Bremen am 3. September 2022 über seine Mitspieler.

Beim VfL Bochum wird die Lage nach dem Bundesliga-Fehlstart immer kritischer. Im Training am Dienstag knallte es so richtig, Trainer Thomas Reis musste die Einheit unterbrechen und stellte zwei Profis vom Feld.

Der Abstiegs-Strudel hat den VfL Bochum schon nach den ersten fünf Bundesliga-Spielen ganz tief eingesogen – und knackst dabei auch den im vergangenen Jahr noch so starken Zusammenhalt im Team an. 

Wie blank die Nerven beim letztjährigen Bundesliga-Aufsteiger schon jetzt liegen, wurde beim Dienstagstraining am 6. September 2022 klar. Nach einer wüsten Beleidigung und anschließender Rudelbildung musste Coach Thomas Reis (48) die Einheit zwischenzeitlich unterbrechen.

VfL Bochum: Rudelbildung und Beleidigung im Training

Unrühmlich hervorgetan hatte sich Schlussmann Manuel Riemann (33), der zwar als lautstarker Dirigent aus seinem Strafraum bekannt und in aller Regel geschätzt ist, diesmal allerdings deutlich über die Stränge schlug.

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Dass er seine Mitspieler als „Missgeburten“ beleidigte und Teamkollege Gerrit Holtmann (27) nicht nur verbal anging, führte laut „WAZ“ zu einer kurzen Rudelbildung während des Trainingsspiels.

VfL-Trainer Reis stoppte die Einheit und schickte die beiden Profis vom Feld, ehe das Spiel ohne Riemann und Holtmann zu Ende ging – zwei der qualitativ wertvollsten Profis beim Liga-Schlusslicht. Riemann beruhigte sich Berichten zufolge nur langsam, gestikulierte weiter und feuerte seine Torwarthandschuhe über den Rasen. 

VfL Bochum schon jetzt mit dem Rücken zur Wand

Auf die Palme hatte ihn das mangelnde Freilaufverhalten seine Vorderleute im Trainings-Kick gebracht. Auf das wütende „wieso bewegt ihr euch nicht?“ ließ der Keeper wenig später die Beleidigung fallen.

Thomas Reis verteidigte zwar die impulsive Art seiner Nummer eins, machte nach der Einheit aber auch deutlich: „Was natürlich nicht geht, ist die Beschimpfung. Daher habe ich das Trainingsspiel auch unterbrochen und die beiden rausgenommen. Sie sollten die Sache dann untereinander klären.“

Riemann bat im Nachgang in einem Instagram-Video um Entschuldigung, sagte: „Ich habe heute beim Training ein Wort benutzt, das benutzt man nicht.“ Er sei seiner Vorbildfunktion nicht gerecht geworden und habe durch die diskriminierende Äußerung nicht seinen wahren Charakter gezeigt, bedauerte der Routinier.

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Nach fünf Niederlagen in Serie steht Bochum in der Bundesliga bereits mit dem Rücken zur Wand, gastiert am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) im ersten Schicksalsspiel bei Schalke 04. Sollte der VfL auch diese Partie verlieren, könnte es erstmals eng für Trainer Thomas Reis werden.

Um ihn hatte es bereits vergangene Woche Unruhe wegen der ausgesetzten Gespräche über eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags gegeben – und wegen des angeblichen Interesses des Ruhrpott-Konkurrenten aus Gelsenkirchen. (bc)

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