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Punkte für Gladbach nach Abbruch Kommentar: Bochum hat im Becherwurf-Fall viel Kredit verspielt

Das Schiedsrichtergespann um Benjamin Cortuns verlässt während des Spiels das Spielfeld, nachdem der Linienrichter Christian Gittelmann (M) einen Gegenstand an den Kopf bekommen hatte.

Das Schiedsrichter-Gespann um den vom Becher getroffenen Linienrichter Christian Gittelmann verlässt am Freitagabend (18. März 2022) in Bochum den Platz.

Die nach dem Becherwurf abgebrochene Bundesliga-Partie des VfL Bochum gegen Borussia Mönchengladbach wird für die Gäste gewertet. Der VfL hatte für ein Wiederholungsspiel plädiert.

Dieses Urteil war das einzig vernünftige. Ein auf den Linienrichter geworfener Bierbecher hat für den VfL Bochum bittere sportrechtliche Konsequenzen. Wie erwartet wurde das Bundesliga-Duell am Donnerstag (24. März 2022) vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die Gäste aus Mönchengladbach gewertet.

Zuvor hatte der VfL noch eine abenteuerliche Argumentation bemüht. „Wird ein Bundesliga-Spiel ohne Verschulden beider Mannschaften vorzeitig abgebrochen, so ist es an demselben Ort zu wiederholen“, steht in der Rechts- und Verfahrensordnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Auf diesen Paragrafen verwies Bochums Anwalt Horst Kletke.

VfL Bochum forderte Wiederholungsspiel nach Bierbecher-Wurf

Schließlich habe der Straftäter völlig legal sein Getränk gekauft und der Verein dadurch kein Verschulden an der Straftat. Der VfL, der zum Zeitpunkt des Becherwurfs gegen Borussia Mönchengladbach am Freitag (18. März 2022) mit 0:2 zurücklag, wollte ein Wiederholungsspiel erzwingen. Sportliche Wettbewerbe müssten schließlich auch sportlich ausgetragen werden – für die Glaubwürdigkeit des Sports, hieß es in der Argumentation.

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Der Versuch, das Fehlverhalten eines eigenen Anhängers noch dazu zu nutzen, ein quasi verlorenes Spiel neu anzugehen, widerspricht jedoch jeglicher Logik und jeglicher Moral. Dass ein Anwalt versucht hat, mit Paragrafen-Reiterei dem VfL Bochum noch eine Chance auf Punkte zu eröffnen, ist ein Skandal.

VfL Bochum hatte sich in der Bundesliga viel Respekt erspielt

Der Ruhrgebiets-Verein, der sich auf dem Platz in dieser Saison durch seine freche und aufopfernde Spielweise viel Respekt erarbeitet hat, verspielte den Kredit durch sein Verhalten im Nachgang des Skandal-Abends wieder vollends. Wäre das Sportgericht der Bochumer Argumentation gefolgt, wäre ein schlimmer Präzedenzfall geschaffen worden. Frei nach dem Motto: Wenn das Spiel schlecht läuft, schmeißt einer einen Becher, dann gibt’s eben ein Wiederholungsspiel.

Den VfL-Verantwortlichen war das Problem der zunehmenden Becherwürfe vom eigenen Anhang durchaus bewusst. Nicht umsonst hatten sie noch kurz vor dem Gladbach-Spiel ein Video zu dem Thema produziert.

Statt die zu erwartende Strafe als Abschreckung und Warnung für die Fans zu akzeptieren, sollte mit juristischen Tricks versucht werden, den Schaden zu begrenzen. Dieser Vorgang ist ähnlich zu verachten wie der Wurf des Bechers an sich.

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